Gute Eisen-Quellen sind Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme.
Kupfer
Kupfer ist an der Bildung und Stabilität der Haarstruktur beteiligt. Ein Mangel ist selten, kann jedoch zu dünnen und brüchigen Haaren beitragen.
Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte oder Trockenobst sind beispielsweise gut Quelle für Kupfer.
Selen
Selen ist an antioxidativen Schutzmechanismen beteiligt. Sowohl ein Mangel als auch eine Überversorgung können sich ungünstig auf Haare und Nägel auswirken. Gute Quellen sind Fisch, Fleisch, Eier sowie Paranüsse.
Vitamine
B-Vitamine: Folsäure, Biotin, Pyridoxin (B6), Niacin (B3), Pantothensäure
Das Vitamin Folsäure hat eine wesentliche Bedeutung für das Zellwachstum und die Zellerneuerung. Folsäure ist vor allem in grünem Blattgemüse sowie in Obst, Hülsenfrüchten und Getreidekeimlingen enthalten.
Auch Biotin kommt in sehr vielen Lebensmitteln vor, beispielsweise in Eigelb, Sojabohnen, Haferflocken, Walnüssen und Champignons. Es ist am Eiweißstoffwechsel beteiligt und deshalb auch für die Bildung der Eiweißstruktur der Haare notwendig. Ein Biotinmangel kann Haarausfall begünstigen, ist aber äußerst selten.
Niacin, Pantothensäure und Pyridoxin (Vitamin B6) sind für wichtige Stoffwechselprozesse unter anderem in den Haarwurzeln unentbehrlich. Lieferanten sind viele tierische und pflanzliche Lebensmittel (z. B. Fisch, Milchprodukte, Hefe, Vollkornprodukte, Avocado, Eier, Nüssen Broccoli, Spinat).
Vitamin A
Vitamin A ist wichtig für Zellwachstum und Hautfunktionen. Sowohl ein Mangel als auch eine Überversorgung können das Haarwachstum beeinträchtigen.
Eine übermäßige Zufuhr über Nahrung ist selten problematisch, kann aber bei hochdosierten Präparaten auftreten.
In folgenden Lebensmitteln ist Vitamin A (oder seine Vorstufe Beta-Carotin) enthalten: Leber, Eier, Gemüse wie Karotten, Kürbis, Spinat, Grünkohl, und Löwenzahn, Gelbe Obstsorten (Aprikosen, Mangos).
Vitamin D
Vitamin D spielt eine Rolle bei der Regulation des Haarfollikels. Niedrige Vitamin-D-Spiegel werden bei einigen Formen von Haarausfall häufiger beobachtet.
Ob eine Supplementierung das Haarwachstum verbessert, ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt.
Quellen sind fettreiche Fische, Eigelb sowie die körpereigene Bildung durch Sonnenlicht.
Eiweiß
Da die Haare aus der Eiweiß-haltigen Substanz Keratin aufgebaut sind, ist eine eiweißreiche Ernährung für einen gesunden Haarwuchs wichtig. Eiweißmangel ist in den westlichen Industriestaaten jedoch kaum verbreitet. Die meisten tierischen (Fleisch und Innereien, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte) sowie viele pflanzliche Lebensmittel (Kartoffeln, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse) enthalten Eiweiß.
Nahrungsergänzungsmittel als Retter in der Not?
Häufig beworbene Produkte gegen Haarausfall wie Biotin-, Kollagen- oder sogenannte „Haar-Vitamin“-Kombinationen zeigen bei Personen ohne nachgewiesenen Nährstoffmangel keinen gesicherten Nutzen gegen Haarausfall.
Die wissenschaftliche Evidenz zu vielen frei verkauften Haar-Supplementen ist insgesamt begrenzt; ein Teil der verfügbaren Studien ist klein angelegt oder von Herstellern mitfinanziert.
Da Haarausfall sehr unterschiedliche Ursachen haben kann – etwa genetische Faktoren, hormonelle Veränderungen, Eisenmangel oder Stress – sollte bei anhaltendem oder starkem Haarverlust zunächst eine medizinische Abklärung erfolgen, bevor gezielt Supplemente oder Behandlungen eingesetzt werden.
Wann zum Arzt?
Eine ärztliche Untersuchung ist sinnvoll, wenn
- der Haarverlust länger als drei Monate anhält,
- plötzlich sehr viele Haare ausfallen,
- kahle Stellen entstehen,
- zusätzlich Symptome wie Müdigkeit, Gewichtsveränderungen oder Zyklusstörungen auftreten,
- der Haarausfall nach einer Schwangerschaft nicht nach einigen Monaten nachlässt.
(sie)
Stand: Juni 2026