Eine ältere Dame kuschelt mit ihrem Michlingshund

Haustiere richtig kennzeichnen und registrieren – warum das so wichtig ist

Ihr Hund oder Ihre Katze ist entlaufen und findet nicht mehr zurück nach Hause? Ein Albtraum für die ganze Familie. Wenn die Fellnase nicht zugeordnet werden kann, landet sie schnell für Wochen im Tierheim. Doch das muss nicht sein, denn es gibt eine einfache Möglichkeit, genau das zu verhindern.

Was ist das Problem?

Es kommt immer wieder vor, dass Hunde und Katzen nicht mehr nach Hause zurückfinden – etwa nach einem Schreckerlebnis oder nach einer Erkundungstour. Zu einem Problem wird das insbesondere, wenn die flauschigen Vierbeiner nicht gekennzeichnet und registriert sind. Selbst wenn sie von mitfühlenden Mitbürgern gefunden und bei Tierarzt oder im Tierheim abgegeben werden, können sie ihren Besitzerinnen und Besitzern nicht zugeordnet werden. Hiervon sind übrigens auch reine Wohnungskatzen gefährdet, wenn sie versehentlich entwischen. Deshalb gilt: Nur die Kennzeichnung und gleichzeitige Registrierung bietet Ihnen und Ihrem Haustier im Falle des Entlaufens Schutz!

Risikoarme und unverwechselbare Kennzeichnung per Mikrochip

Die beste Methode zur Kennzeichnung Ihres Haustiers erfolgt über die einmalige Implantierung eines winzigen sogenannten Mikrochip-Transponders. Dieser wird mithilfe einer Spritze unter die Haut (meist im Schulterbereich) eingesetzt und enthält eine weltweit einmalige 15-stellige Nummer. Das Einsetzen des Mikrochips verursacht einen kurzen Stich vergleichbar mit einer Impfung – eine örtliche Betäubung ist hierfür nicht notwendig, und das Tolle ist, dass der Chip ein Leben lang hält. Für Ihr Haustier ist das Leben mit einem solchen Mikrochip ohne Risiko: Der Chip sendet keinerlei Strahlen aus, ist reaktionslos, gelangt auch nicht in die Blutbahn Ihres Tieres und bleibt auch fast immer an exakt der Stelle, wo er unter die Haut gesetzt wurde.

Neben der Kennzeichnung per Mikrochip-Transponder gibt es noch die Möglichkeit der Tätowierung im Ohr (vor allem bei Katzen). Diese Methode wird aber heute nicht mehr empfohlen, weil zum Beispiel hierfür eine Narkose notwendig ist, die Tätowierung nur begrenzt eindeutig ist und zudem mit der Zeit unleserlich wird.

Neben dem Mikrochip braucht es auch die Registrierung

Wichtig zu wissen: Auf dem Mikrochip werden keine Adress- und Tierdaten gespeichert! Daher muss die 15-stellige Ziffernfolge des Mikrochips Ihres Tieres unbedingt in einem Register hinterlegt und mit Ihren Kontaktdaten verknüpft werden. Nur so ist beim Auffinden Ihres Tieres eine Zuordnung zu Ihnen als Besitzerin oder Besitzer möglich.

Nur wenn ein gekennzeichnetes Tier auch registriert ist, kann es schnell identifiziert und mit einem Besitzer wieder vereint werden. Die Chancen, ein entlaufendes Tier wieder zurück nach Hause zu vermitteln, steigen durch die Kennzeichnung und Registrierung enorm!

Was kosten Kennzeichnung und Registrierung?

Die Kosten für das Einsetzen des Mikrochips unterscheiden sich je nach behandelndem Tierarzt, sind aber in der Regel überschaubar. Sie belaufen sich auf etwa 30 Euro. Die Registrierung des Tieres ist in der Regel kostenlos.

Wo kann ich mein Haustier registrieren lassen?

Es gibt diverse Anbieter zur kostenlosen Registrierung von Haustieren. Die zwei größten sind folgende:

Welche Vorteile hat die Kennzeichnung und Registrierung von Haustieren noch?

  • Tiere werden schneller wieder nach Hause vermittelt – das reduziert Stress und Belastung für sie.
  • Tierheime und Kommunen werden entlastet, da Fundtiere schneller abgeholt werden können.

Fazit: Kleine Maßnahme, große Wirkung

Die Kennzeichnung und Registrierung von Haustieren ist einfach, kostengünstig und bietet im Ernstfall die Chance, dass ein entlaufenes Haustier schnell wieder nach Hause findet. Verlieren Sie also keine Zeit und lassen Sie Ihr Haustier kennzeichnen und registrieren!

(zer)

Stand: Mai 2026

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