Pastinakensuppe im Teller, daneben liegen ganze Pastinaken

Pastinaken feiern ein Comeback in der Küche

In den letzten Jahren erobert das fast vergessene Wintergemüse erfreulicherweise wieder heimische Küchen und die Speisekarten der Gastronomie. Ob cremige Suppe, knusprige Ofen-Pastinaken oder feines Püree: Es gibt viel zu entdecken!

Pastinaken zählen wie Möhren, Topinambur oder Steckrüben zum Wurzelgemüse und wachsen als nährstoffreiche Speicherwurzeln unter der Erde. Sie werden nicht nur gezielt angebaut, sondern können auch wild auf Wiesen oder an Wegrändern wachsen. Die Wurzeln eignen sich hervorragend für den Bioanbau.

Ab September beginnt die Pastinakensaison. Dann kann das Gemüse über die ganzen Wintermonate geerntet und in Supermärkten, Discountern, Bioläden und Wochenmärkten erstanden werden. Im Oktober und November finden sich auch oft Pastinaken aus heimischem Anbau in den Regalen.

Gut zu wissen ist, dass sie ihr volles Aroma erst nach dem ersten Frost entfalten.

Leicht zu verwechseln

Äußerlich ähneln Pastinaken der Petersilienwurzel. Ihr Geschmack ist allerdings eher süßlich-nussig und hat mit dem ausgeprägt würzigen Petersiliengeschmack ihrer Doppelgängerin wenig zu tun. Dennoch ist die Ähnlichkeit der beiden Wurzeln nicht zufällig. Botanisch gesehen handelt es sich bei Pastinaken nämlich um eine Kreuzung aus Karotte und Petersilie.

Wer zufälligerweise beide Wurzeln im Gemüsefach liegen hat, kann sie anhand des Geruchs auseinanderhalten. Während die Petersilienwurzel einen intensiven Geruch nach Petersilie versprüht, duftet die Pastinake eher mild und erinnert an das Aroma von Möhren.

Pastinaken sind nährstoffreich und gut bekömmlich

Aufgrund ihres hohen Gehalts an Kohlenhydraten, Eiweiß, Vitamin C, B-Vitaminen, Eisen, Kalium und Zink macht das weiße Wurzelgemüse nicht nur lange satt, sondern ist auch sehr gesund.

Aufgrund ihrer guten Bekömmlichkeit sind Pastinaken bei empfindlichen Mägen ein gute Gemüsewahl. Infolge ihrer Bekömmlichkeit und ihres niedriges Nitratgehaltes sind sie auch eine prima Zutat für Babybreis.

Pastinaken vielfältig zubereiten

Die helle Wurzel eignet sich für sämtliche Rezepte, die man auch mit Möhren oder Kartoffeln zubereiten kann. Man kann sie in Scheiben, Würfel oder Stifte schneiden, raspeln oder pürieren. Nachfolgend einige Beispiele für ihre vielseitige Verwendung:

  • Roh und fein geraspelt schmecken die Wurzeln besonders gut in Salaten mit Äpfeln und Möhren.
  • Sie können zu Pastinakenpüree, Ofengemüse, Eintopf verarbeitet oder einfach als Beilage fein gewürzt in Kombination mit Möhren zu Wild- und Rindfleisch gereicht werden.
  • Eine cremige Pastinakensuppe lässt sich schnell und einfach zubereiten, indem man geschälte Pastinaken und Kartoffeln mit Zwiebeln in Butter anbrät, in Gemüsebrühe weichkocht und alles fein püriert (siehe Rezept unten).
  • Pastinaken lassen sich auch frittieren, so dass Pastinaken-Chips eine gute Alternative zu Kartoffelchips sind.
  • Auch Aufläufe und Gratin gelingen mit der Wurzel hervorragend.
  • In dünne Scheiben geschnitten kann man sogar Pizza mit ihr belegen.

Vor der Zubereitung sollten die Pastinaken gewaschen und anschließend geschält werden.

Tipp

  • Das abgeschnittene Grün kann noch zum Würzen, etwa von Suppen und Eintöpfen, verwendet werden.

Einkaufs- und Lagerungstipps

Generell gilt: Je kleiner, desto zarter und schmackhafter sind die Wurzeln. Größere Pastinaken werden beim Kochen schnell holzig. Zudem ist beim Einkaufen darauf zu achten, dass die Schale fest ist und keine Verletzungen aufweist, andernfalls kann es zu geschmacklichen Einbußen und Nährstoffverlusten kommen. Das Grün der Pastinaken sollte zudem frisch aussehen.

Pastinaken halten sich im Gemüsefach des Kühlschranks gut zwei Wochen.

Dieses Wurzelgemüse lässt sich auch leicht einfrieren. Hierfür werden die Wurzeln zunächst gewaschen und geschält, anschließend in kleinere Stücke geschnitten und danach für wenige Minuten in kochendem Salzwasser blanchiert. Nach kurzem Abtropfen und Abkühlen können sie in einem Gefrierbeutel oder einem anderen Gefäß für etwa ein Jahr eingefroren werden.  (fra/Sie)

Stand: Oktober 2026

Pastinakensuppe

Zutaten (für 4 Personen)

  • 500 Gramm Pastinaken
  • 2 Kartoffeln (etwa 250 Gramm)
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Esslöffel Butter (oder Öl)
  • 800 Milliliter Gemüsebrühe
  • 100 Milliliter Schlagsahne (optional)
  • Salz und Pfeffer
  • Etwas frische Petersilie zum Garnieren

Zubereitung

Zwiebeln schälen und fein würfeln. Die Pastinaken und Kartoffeln waschen, schälen und in grobe Würfel schneiden.

Die Butter in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebelwürfel darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Die Pastinaken- und Kartoffelstücke kurz mitbraten. Danach mit Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen und dann bei mittlerer Hitze für etwa 20 Minuten köcheln lassen (bis das Gemüse weich ist).

Nun die Suppe mit einem Pürierstab fein pürieren. Anschließend die Sahne unterrühren. Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Suppe in den Tellern vor dem Servieren mit gehackter Petersilie bestreuen.

Wer mag, kann eine geschmackliche Variante durch die Zugabe von Kokosmilch erreichen. 

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