Drei Pak Choi liegen in Holzschale

Pak Choi – leckeres Gemüse für die schnelle Küche

Bereits ab Mai liegt Pak Choi frisch geerntet im Gemüseregal – und damit deutlich früher als viele andere Kohlarten, die erst im Herbst Saison haben. Wer dieses aromatische Gemüse mit seinem nussig-würzigen Geschmack noch nicht kennt, sollte es unbedingt probieren. Besonders wenn es schnell gehen muss, ist Pak Choi eine leichte, vitaminreiche und vielseitige Wahl für Kochtopf oder Pfanne.

Von Asien nach Europa

Pak Choi, der auch unter dem Namen „Chinesischer Senfkohl“ bekannt ist, kommt ursprünglich aus dem asiatischen Raum und wird vor allem in China, Korea und Japan gern gegessen. Mittlerweile erfreut er sich auch in unseren Breiten einer zunehmenden Nachfrage, zumal er hier recht gut wächst. Der bei uns im Supermarkt erhältliche Pak Choi stammt meist aus den Niederlanden. Dort wird er entweder im Treibhaus oder im Freiland angebaut. Doch auch in Deutschland wird er im geschützten Anbau und im Freiland kultiviert. Freilandware hat von Mai/Juni bis weit in den Herbst Saison. Schauen Sie doch mal bei Ihrem Besuch auf dem Wochenmarkt nach Pak Choi. Wer dort nicht fündig wird, findet ihn auch in asiatischen Lebensmittelgeschäften.

Optisch leicht zu verwechseln mit Mangold

Vom Aussehen her ähnelt Pak Choi mit seinen weißen Stielen und den grünen Blättern dem heimischen Mangold. Er bildet keinen festen Kopf aus und seine löffelartigen Blätter sind rosettenartig angeordnet. Geschmacklich erinnert Pak Choi aber an Chinakohl mit einer nussigen bis leicht senfähnlichen Note. Kein Wunder, denn Pak Choi ist botanisch gesehen ein Verwandter des Chinakohls.

In asiatischen Ländern sind verschiedene Varianten des Pak Chois bekannt, etwa mit hellgrünen Blattrippen anstatt weißen sowie die zarteren Sorten Baby Pak Choi oder Shanghai Pak Choi. Während Baby Pak Choi mild im Geschmack ist, hat Shanghai Pak Choi ein würziges Aroma.

Reich an Vitaminen und wertvollen Senfölen

Pak Choi ist reich an vielen verschiedenen Vitaminen wie zum Beispiel Vitamin C, Folsäure, Eisen, Calcium, Kalium sowie dem Provitamin Beta-Carotin, welches im Organismus zu Vitamin A umgewandelt wird.

Den enthaltenen Senfölen wird eine antibakterielle und verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt.

Pak Choi einkaufen und lagern

Beim Einkauf sollte darauf geachtet werden, dass die Kohlblätter frisch und leuchtend grün aussehen und keine bräunlichen Stellen aufweisen oder zäh und ledrig wirken. Blätter wie Blattstiele schmecken am besten, wenn sie knackig und saftig sind. Pak Choi lässt sich im Gemüsefach des Kühlschranks etwa ein bis zwei Tage gut lagern, danach verliert er langsam an Frische.

Pak Choi lässt sich auch einfrieren, falls man ihn nicht innerhalb weniger Tage verbrauchen kann. Davor sollte er aber blanchiert werden, denn roh eingefroren werden die Blätter nach dem Auftauen matschig.

Tipp: Pak Choi kann wie Spargel in ein feuchtes Küchentuch eingeschlagen werden.

Tipps für die Zubereitung

Das Gemüse eignet sich hervorragend für die schnelle Küche, da es lediglich kurz gedünstet oder gekocht werden muss und sogar roh vorzüglich schmeckt. Hierfür sollten die äußeren Blätter entfernt, der Strunk abgeschnitten und der Kopf gründlich unter fließendem Wasser abgewaschen und anschließend abgetropft werden. Eine Salatschleuder kann hilfreich sein, die einzelnen Blätter schnell trockenzuschleudern. Anschließend kann der Pak Choi in Streifen geschnitten werden.

Pak Choi eignet sich wirklich super, wenn es schnell gehen soll, denn die Garzeit für die Blätter beträgt nur ein bis zwei Minuten. Werden sie länger gegart, verlieren sie schnell an Farbe und Biss. Für Stiele wird eine Garzeit mit drei bis vier Minuten empfohlen. Wer also Blätter und Stiele essen möchte, gart zunächst die Stiele und gibt dann die Blätter hinzu.

Tipp: Spargelliebhaber können die Stängel mit etwas Salz im Kochwasser wie Spargel verwenden und zubereiten.

Vielseitig verwendbar für leckere Gerichte

Die Blätter können im Wok, der Pfanne, im Backofen, roh und kleingeschnitten im Salat oder mit Banane, Apfel und Spinat in Smoothies verwendet werden. Sie schmecken sehr gut als Beilage zu Fleischgerichten wie Lamm und Geflügel oder Fisch und Meeresfrüchten. Wer es lieber vegetarisch mag, kombiniert Pak Choi mit Tofu oder Pilzen.
Pak Choi kann auch gegrillt werden. Hierbei schmeckt er besonders lecker, wenn er zuvor in einer aromatischen Soße mariniert wurde.

Den besonderen Pepp geben dem Pak Choi Gewürze wie Sojasauce, Chili, Curry, Kurkuma, Ingwer, Koriander, Zitronengras, Knoblauch oder Muskatnuss.

Pak Choi selber anbauen

Dieses gut schmeckende Gemüse lässt sich leicht selber anbauen. Erfreulich ist, dass es schnell wächst und schon nach etwa zwei Monaten geerntet werden kann. Wird die Pflanze beim Ernten 2,5 Zentimeter über dem Boden abgeschnitten, kann sie wieder neu austreiben und man kann sich auf eine weitere Ernte freuen.

Ein idealer Platz für Pak Choi ist sonnig bis halbschattig. Pak Choi eignet sich dank seiner flachen Wurzeln auch gut als Kübelpflanze oder als Balkongemüse. Da diese Gemüseart zu den Kreuzblütlern gehört, kann er erst nach drei Jahren wieder im selben Beet angebaut werden. (Fra/Sie)

Stand: Mai 2026

Rezept: Pak Choi-Salat

Zutaten (für 4 Personen): 
8 Blätter (mit Stiel) Pak Choi
2 Paprika (gelb oder rot)
6 Stück Frühlingszwiebeln
4 Tomaten 
4 Esslöffel Sonnenblumenöl 
2 Esslöffel Sesamöl
2 Esslöffel Balsamicoessig
Salz, Zucker

Zubereitung:
Zuerst wird das Gemüse gewaschen und für den Salat zubereitet:
Die Stiele des Pak Choi werden in etwa 1 Zentimeter große Stücke und die Blätter in 0,5 Zentimeter breite Streifen geschnitten. Danach werden Tomaten, Paprika und Lauchzwiebeln klein geschnitten.

Für die Marinade werden Öl und Essig miteinander verrührt und mit Salz und Zucker abgeschmeckt.

Das klein geschnittene Gemüse wird miteinander vermischt und anschließend die Salatsoße dazugegeben.

Wer mag, kann den Salat noch mit anderem Gemüse (z.B. Mais), geröstetem Sesam oder Käsewürfeln aufpeppen.

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