Wann ist die beste Erntezeit?
Kräuter sind besonders aromatisch, wenn sie kurz vor der Blüte geerntet werden. Das gilt für viele Blattkräuter wie Minze, Kresse oder Majoran. Blühende Kräuter können weiterhin verwendet werden, haben jedoch häufig einen intensiveren, teils bitteren oder schärferen Geschmack.
Für die Weiterverarbeitung empfiehlt es sich, Kräuter am frühen Vormittag zu ernten, sobald der Tau abgetrocknet ist. Bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit sollten Sie Kräuter nicht ernten, da dies ihre Haltbarkeit beeinträchtigen kann. Der Schnitt sollte außerdem nicht zu tief erfolgen, damit die Pflanze weiterwachsen kann. Regelmäßiges Schneiden fördert zudem den Neuaustrieb.
Beschädigte, kranke oder vertrocknete Pflanzenteile sollten konsequent aussortiert werden.
Samen (zum Beispiel von Kümmel oder Anis) werden am besten geerntet, wenn sie noch leicht feucht sind, um Verluste zu vermeiden. Die abgeschnittenen Pflanzenteile werden zunächst getrocknet. Anschließend werden die Samen abgetrennt.
Zu Hause sollten die Kräuter zunächst gut abgewaschen und am besten frisch verarbeitet werden.
Tipps zum richtigen Trocknen
Viele Kräuter lassen sich durch Trocknen haltbar machen. Dabei sollten sie nicht in direkter Sonneneinstrahlung getrocknet werden, da Licht und Hitze die Qualität beeinträchtigen können. Ideal ist ein luftiger, trockener und schattiger Ort.
Die Kräuter werden in kleinen Bündeln aufgehängt oder locker ausgelegt. Bei ungünstigen Wetterbedingungen kann eine Nachtrocknung im Backofen (bei niedriger Temperatur) oder in einem geeigneten Trocknungsgerät erfolgen.
Bei Kräutern mit hohem Gehalt an ätherischen Ölen sollte die Temperatur 40 Grad Celsius nicht überschreiten, da sich die wertvollen Öle leicht verflüchtigen.
Die Trocknung ist abgeschlossen, wenn Blätter rascheln und Stängel leicht brechen. Danach werden die Kräuter zerkleinert und in luftdichten, trockenen und lichtgeschützten Gefäßen aufbewahrt.