Eiscafe Rialto

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Verstoß festgestellt am 20.05.2026

Am 20.05.26 wurde in der o. g. Betriebsstätte eine Verdachtsprobe „geschlagene Sahne aus Sahneautomat“ sowie eine Planprobe Milchspeise-eis Vanille aus der Betriebsstätte entnommen, und dem Landesbetrieb Hessisches Landeslabor überstellt. In den jeweiligen Gutachten vom 06.07.2026 wurde eine Rückstandshöchstmengenüberschreitung (für die Sahne 0,51mg/Kg und 0,78mg/kg, für das Milchspeiseeis 2,12mg/Kg und 2,24mg/kg mit jeweils einer Messunsicherheit von 50%) von Benzalkoniumchlorid festgestellt. Der erlaubte Referenzwert der Höchstmenge für Milch liegt bei 0,1 mg/kg. Nach Beurteilung des Landesbetrieb Hessisches Landeslabor führt der gefundene Gehalt in beiden Produkten bei deutschen Verbrauchern nicht zu einer Überschreitung der akuten Referenz-dosis. Daher ist ein gesundheitliches Risiko in Bezug auf die gefundenen Wirkstoff-Gehalte unwahrscheinlich. Benzalkoniumchlorid ist ein hochwirksames und vielseitiges Desinfektionsmittel.

Nach Bewertung des Bundesinstituts für Risikobewertung vom 13.07.2012 ist eine akute Gesundheitsgefährdung für Kinder und Erwachsene durch den Verzehr von Milch/Milchprodukten mit Rückstandsgehalten von
6,66 mg/kg Benzalkoniumchlorid möglich. Als eventuelle gesundheitliche Beeinträchtigung sind leichte, reversible klinische Symptome als Folge einer Reizwirkung im Magen-Darm-Trakt in Betracht zu ziehen. Eine akute Gesundheitsgefährdung für Kinder und Erwachsene durch den Verzehr von Milch/Milchprodukten mit Rückstandsgehalten von bis zu 0,95 mg/kg
Benzalkoniumchlorid ist dagegen unwahrscheinlich.

§ 9 Abs. 1 Nr. 3 LFGB in Verbindung mit Art. 18 Abs. 1 der VO (EG) Nr. 396/2005 i. V. m. § 59 Abs. 1 Nr. 6 LFGB i. V. m. § 60 Abs. 1 Nr. 2 (Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch - LFGB)

Veröffentlichungsdatum: 10.08.2026

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