Reihenfolge der Beikostmahlzeiten
Die Fähigkeit, selbst zu essen, wie das Sitzen ohne Unterstützung sowie die Bereitschaft der Kinder, vom Löffel zu essen, entwickelt sich in unterschiedlichem Tempo. Wenn ihr Kind Schwierigkeiten aufweist den Brei zu essen, warten Sie mit einem neuen Versuch einige Tage. Wichtig ist, den Druck rauszunehmen. Manche essen Brei schon mit vier Monaten, manche erst mit sieben bis acht Monaten.
Die Beikosteinführung erfolgt Schritt für Schritt: Starten Sie mit einem eisenreichen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei und ergänzen Sie nach etwa einem Monat einen zweiten Brei, den Milch-Getreide-Brei. Das in Fleisch enthaltene Eisen kann der Körper besonders gut ausnutzen und ist wichtig für Wachstum und Entwicklung. Es hat sich in der Praxis bewährt, den Brei mittags zu geben.
Der Milch-Getreide-Brei liefert wertvolles Eiweiß und Calcium und wird meistens abends gegeben. Einen Monat danach können Sie den Getreide-Obst-Brei einführen, welcher eine weitere Milchmahlzeit ersetzt, oft nachmittags gegeben wird und die Versorgung Ihres Kindes mit Vitaminen ergänzt. Wenn Sie den milchhaltigen Brei erst später geben möchten, können Sie auch erst den Getreide-Obst-Brei und danach den Milch-Getreide-Brei einführen.
Die restlichen Mahlzeiten bestehen wie gewohnt aus Muttermilch oder Fertigmilch. Andere Reihenfolgen der Breie sind ebenfalls möglich. Auch die Tageszeiten, wann Sie den Brei füttern, sind nicht so wichtig. Wichtig ist, dass im zweiten Lebenshalbjahr alle drei Breie im Tagesplan des Babys enthalten sind und eine ausgewogene Tagesernährung mit den verbleibenden Milchmahlzeiten bilden.
Kleine Hände, großer Löffel
Für Ihr Baby ist es gar nicht so einfach zu lernen, vom Löffel zu essen, da sich die Bewegungsabläufe mit der Zunge und den Lippen stark vom Saugen unterscheiden. Deshalb lassen Sie sich nicht verunsichern, wenn ihr Baby den Brei anfangs mit der Zunge aus dem Mund schiebt. Es bedeutet nicht, dass es den Brei nicht mag, sondern dass es das Schlucken erst üben muss.
Starten Sie am besten mit einem weichen, flachen Baby-Löffel, damit Ihr Kind den Brei leichter aufnehmen kann. Bei den ersten Versuchen bleibt es oft bei ein paar Löffelchen. Kein Stress, stillen Sie ihr Baby danach wie gewohnt oder geben Sie ihm die Flasche. Mit der Zeit wird es immer besser und der Brei ersetzt die Milchmahlzeit komplett.
Hier bei uns in Deutschland wird üblicherweise mit einem Gemüsebrei als Beikost begonnen. Kombinieren Sie verschiedene Gemüsesorten mit Kartoffeln und etwas Öl für Energie und Nährstoffe. Schon nach kurzer Zeit können Sie zu einem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei übergehen, der für eine ausreichende Eisenzufuhr sorgt.