Lebensmittel wurden einer möglichen Kontamination ausgesetzt, erhebliche Hygienemängel wurden festgestellt.
Die Kennzeichnung der Allergene und Zusatzstoffe in der Speisekarte waren fehlerhaft. In der Küche war die Lampe in der Abzugsanlage mit Kabelbindern befestigt und mit Frischhaltefolie abgedeckt. Diese war ölig verschmutzt. Unter dem Pizzaofen war eine Fliese defekt. Bei der an der Wand befestigten Klingel fehlte die Abdeckung. Die Aufschnittmaschine war hinter der Messerabdeckung verunreinigt, das Hängeregal auf der Oberseite war ebenfalls verunreinigt. Die Türdichtung des Kühltisches und die der Saladette waren beschädigt. Mehrere Utensilien, darunter Lebensmittelbehälter aus Kunststoff und eine Glasschüssel, waren ebenfalls beschädigt. Auf frischem Hähnchenbrustfilet lag ein älteres Teilstück eines Hähnchenbrustfilets. Des Weiteren war das Frittierfett des Fettbackgerätes merklich verfärbt und nicht mehr zum Frittieren geeignet. Auch wurden Nudeln vorrätig gehalten, welche drei Tage zuvor gekocht wurden.
Im Kühlraum wurden verdorbene und damit nicht sichere und zum Verzehr durch den Menschen ungeeignete Lebensmittel vorgefunden, darunter Feigen, Limetten und Knoblauch. Darüber hinaus wurde im Kühlraum Leergut gelagert. Sowohl der Fußbodenabfluss als auch die Verdampferlamellen und die Auffangschale des Verdampfers waren verunreinigt.
In einem nicht geeigneten, unhygienischen Raum (Heizungsraum) wurden Lebensmittel gelagert. Darunter befand sich neben Kartoffeln und Zwiebeln auch verdorbene Lebensmittel wie Lachs, Leber und Schweinefilet.
In der Garage befand sich ein verunreinigter Behälter für Lebensmittelabfälle. Eine indirekte Kontamination von Lebensmitteln konnte nicht ausgeschlossen werden. Darüber hinaus fehlte für die nicht für den menschlichen Verzehr bestimmten tierischen Neben- und / bzw. Folgeprodukte ein hygienisch einwandfreier Behälter mit dicht schließendem Deckel. Der gesamte Raum war nicht so gestaltet, dass eine Trennung zwischen reinen und unreinen Bereichen möglich war. Volle Getränkeflaschen wurden direkt neben den verschmutzten Tonnen gelagert.
Im Vorraum zur Garage befanden sich mehrere erheblich verunreinigte Reinigungsgeräte. Diese wurden stellenweise unmittelbar auf dem Fußboden abgestellt. Eine schnelle Abtrocknung konnte nicht erfolgen.
Die Außentür schloss nicht vollständig bündig mit dem Fußboden ab, sodass dem Eindringen von Schädlingen nicht vorgebeugt wurde.
Lebensmittel wurden folglich unter unhygienischen Bedingungen in den Verkehr gebracht.
Bei einer am 20.11.2025 durchgeführten Nachkontrolle konnte positiv festgestellt werden, dass die Mängel beseitigt waren.