Wenn Ihnen etwas fehlt, leihen Sie es doch einfach in der Bibliothek der Dinge!

Was macht man, wenn man dringend einen Akkubohrer braucht, aber keinen zur Hand hat, ein neues Instrument auspobieren möchte, ohne gleich eins kaufen zu müssen oder vor dem Kauf einer VR-Brille diese erstmal ausgiebig testen möchte? Am besten schaut man in der Bibliothek der Dinge vorbei!

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Viele elektronische Gegenstände liegen auf dem Boden

Frankfurter Stadtbibliothek setzt auf Sharing Economy

Neben Büchen, Spielen, DVDs oder CDs kann man in der Frankfurter Stadtbibliothek mittlerweile viele andere Gegenstände ausleihen, die man selten braucht und die sich im Keller schnell als Staubfänger erweisen würden. Vom Waffeleisen und Gartenzubehör bis hin zum Schlagbohrer und der Saftpresse stehen über 90 Gegenstände aktuell in der Ausleihe zur Verfügung. Jeder Besitzer eines Bibliotheksausweises über 18 Jahre kann sich hier bedienen und für maximal vier Wochen die Leihgerätschaften nutzen.

Auch für Musikanten und solche, die es noch werden wollen, gibt es in der Stadt am Main die Möglichkeit, Instrumente sowie Aufnahmeequipment in einer Musikbibliothek auszuleihen. So kann man vor der eigenen Anschaffung testen, ob einem Gitarre- oder Keyboardspielen überhaupt liegt und Spaß bereitet.

Neugierig geworden? Dann gleich mal unter „Zeusch für Eusch“ durch das Leihangebot stöbern.

In Kassel gibt es allerlei auszuleihen

Zusammen mit einem Repaircafé und der Stadtbücherei hat der Kasseler Verein „Allerleih“ eine Leihstation mit bis zu 130 Artikeln ins Leben gerufen. Ob Lastenrad, Beamer oder Nudelmaschine - Mitglieder des Fördervereins können für einen monatlichen Mitgliedsbeitrag von zwei Euro das vielseitige Leihangebot nutzen.

Teilen und Leihen – das geht auch in Maintal

Ob Rasenmäher, Bierzeltgarnitur, Babyzubehör oder Fondue-Set – im Leihladen der Bürgerhilfe Maintal e.V. können (selten gebrauchte) Alltags- und Gebrauchsgegenstände ausgeliehen – aber auch verliehen werden. So spart man sich viel Stauraum in Kellern, auf Dachböden und in Garagen. Der Leihkatalog umfasst hier mittlerweile sogar über 800 Teile. Mitmachen kann jeder, der sich beim Leihladen registriert hat. Dann können die Gegenstände für einen bestimmten Zeitraum und gegen eine geringe Leihgebühr ausgeborgt werden.

Heinerleih verleiht in Darmstadt

245 Treffer hat man, wenn man durch den Online-Katalog [SA(6] des Leihladens „Heinerlei“ in Darmstadt scrollt. Ob Action Cam, Tapeziertisch, Wurfzelt oder Stichsäge – jeder über 18 Jahren kann bis zu fünf Artikel gleichzeitig gegen eine Pfandgebühr ausleihen. Nach maximal drei Wochen müssen die geliehenen Dinge wieder zurückgegeben werden. Ist der Zustand des geliehenen Gegenstandes wie zu Beginn der Ausleihe einwandfrei, wird das Pfand erstattet.

Wer öfter mal Dinge aus dem Heinerleih benötigt, kann „Fan“ werden und hat so die Möglichkeit Gegenstände zu reservieren und sogar vollkommen pfandfrei zu leihen. Um den „Fan“-Umfang voll nutzen zu können, entscheiden sich die Interessierten für eine vierteljährliche Spende über 10, 15 oder 25 Euro.

Ähnlich wie der Leihladen in Maintal, nimmt das Heinerleih ungenutzte, eingestaubte, aber noch funktionstüchtige Gegenstände aus Privathaushalten an.

Leihladen Fulda fast komplett digital

Der Leihladen in Fulda bietet sein Sortiment sogar über eine Smartphone-App an, die für Android-Betriebssysteme aus dem Play Store heruntergeladen werden kann. In der App kann der Leihkatalog nach bestimmten Kategorien durchsucht werden, zum Beispiel Haushaltsgegenstände, Kinder oder Medien. Mittels digitalem Leihausweis können die ausgewählten Dinge dann für eine bestimmte Zeit geliehen werden. Lediglich die gewünschten Gegenstände muss man noch vor Ort abholen.

Leihen schont die Umwelt und ist sozial

Hinter den Leihläden und Bibliotheken der Dinge steckt die Idee, unnötigen Konsum zu vermeiden und Ressourcen, wie Energie und Rohstoffe, einzusparen. Mit dem Verleih von Geräten, die der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden, kann auch unnötiger Müll verhindert werden. Zudem werden Gegenstände häufig und sinnvoll genutzt, anstatt zu Hause zu verstauben.

Verbraucher können Geld sparen und Personen mit einem geringen Einkommen bekommen die Möglichkeit, Dinge zu nutzen, für die ihnen sonst das Geld fehlen würde. (Sie)

Stand: Mai 2021