Weihnachtsbäume in Hessen ausreichend verfügbar

Etwa 1,5 Millionen Christbäume werden jedes Jahr in Hessen verkauft. Auch wenn hessische Erzeuger den Bedarf nicht komplett decken können, ist die Versorgung der Verbraucher gesichert. Woher stammen die vielen Weihnachtsbäume? Woran können Verbraucher Frische und Qualität erkennen?

Weihnachtsbaum auf Auto - Pixabay.com_.jpg

Weihnachtsbaum auf einem Auto

Trockenheit spielt geringe Rolle

Trockene Sommer eines laufenden oder vergangenen Jahres wirken sich nicht maßgeblich auf den Ertrag einer aktuellen Ernte im Spätherbst aus. Denn die Zeit, bis ein Weihnachtsbaum reif für die Ernte ist, beträgt etwa sieben Jahre. Die Wurzelbildung bei diesen schon älteren Bäumen ist soweit fortgeschritten, dass sie auch trockenere Phasen gut überstehen können. Vor allem die hierzulande beliebte Nordmanntanne ist vergleichsweise trockenheitsunempfindlich. Allerdings können die Neuanpflanzungen in trockenen Jahren von größeren Ausfällen betroffen sein, wobei auch hier Fichten empfindlicher sind als Tannen.

Verkauf beginnt im November

Der Verkauf von Weihnachtsbäumen beginnt im November. Der Handel hält frühzeitig Fichten und Tannen in vielen Variationen und Größen bereit, die sowohl aus Hessen als auch aus anderen Bundesländern sowie dem Ausland stammen. Auch wenn das Weihnachtsfest noch nicht unmittelbar bevorsteht, greifen viele Verbraucher schon einige Wochen vorher zu. Wer sichergehen will, dass diese Bäume bis Heiligabend ihre Nadeln behalten, sollte vor allem auf die Qualität achten.

Woran erkennt man die Frische?

Ein Baum ist dann frisch, wenn die Schnittfläche am Stamm noch weiß ist. Ein weiteres Qualitätskriterium ist, dass nicht mehr als drei Nadeln in der Hand bleiben, wenn man einen Zweig durch die geschlossene Hand zieht. Über zehn Nadeln deuten darauf hin, dass der Baum spürbar an Frische verloren hat.

Übrigens ist es ein Trugschluss, dass kurz vor Weihnachten gekaufte Bäume besonders frisch und somit länger haltbar sind. Denn die meisten Fichten und Tannen, die in den großen Erzeugerbetrieben im Ausland heranwachsen, werden schon im Oktober geschlagen. Bei diesen Bäumen heißt es, besonders genau hinzuschauen.

Regional und ökologisch

Wer beim Christbaumkauf auch auf Umweltaspekte achten will, entscheidet sich für einen Bio-Weihnachtsbaum, bevorzugt aus regionaler Produktion. Dann kann man sicher sein, dass der Baum nicht wie bei großen Plantagen üblich mit Pestiziden behandelt wurde. Zudem haben regional produzierte Weihnachtsbäume kurze Transportwege zum Verbraucher, was klimafreundlich ist.

Echter Baum oder Kunststoff?

Zunehmend werden Plastik-Weihnachtsbäume gekauft. Der Grund, sich dafür zu entscheiden mag darin liegen, dass Plastik eben nicht verwelken und nadeln kann. Zudem ist der Plastikbaum wiederverwendbar. Aber früher oder später muss auch er entsorgt werden, und der dabei entstehende Plastikmüll belastet die Umwelt. Ein echter Baum, der sich als Naturprodukt nach dem Fest problemlos kompostieren lässt, ist daher schon aus ökologischen Gründen zu bevorzugen. Abgesehen davon verströmt ein echter Baum seinen natürlichen Duft, der zu Weihnachten ebenso gehört wie Geschenke oder das Lied „Oh Tannenbaum“.

Weihnachtsbaum selbst schlagen

Wer seinen Baum selbst schlagen möchte, kann dies bei regionalen Förstereien, Tannenbaumerzeugern und Baumschulen tun. Das hat nicht nur den Vorteil absoluter Frische sondern auch einen besonderen Erlebniswert. Denn mancherorts wird von den Betrieben auch Glühwein, Kakao oder eine Bratwurst angeboten, so dass man sich wunderbar auf die Weihnachtszeit einstimmen kann. Inzwischen bieten auch verschiedene Veranstalter das Christbaumschlagen als Erlebnis zum Verschenken an.

Regionale Angebote zum Weihnachtsbaum selber schlagen lassen sich leicht im Internet finden. Für Hessen sind Betriebe auf der Internetseite www.naturbaumaushessen.de (Rubrik Christbaumfinder) aufgelistet. (ack)

Stand: Dezember 2019