Zeitumstellung: Höheres Risiko für Wildunfälle in der Morgendämmerung!

Mit der Umstellung auf die Sommerzeit am letzten Märzwochenende erhöht sich das Risiko für Wildunfälle, denn dann rollt der Berufsverkehr gerade während der Dämmerung auf den Straßen – und in dieser Zeit ist auch das Wild unterwegs. Wie können Sie Wildunfälle vermeiden? Bezahlt Ihre Versicherung einen Wildunfall?

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Wildwechsel
Wildwechsel

Am 26. März werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Damit fällt der Berufsverkehr in die Dämmerung, in der das Wild besonders aktiv ist. Das Wild wird oft von den Streusalzresten am Straßenrand angelockt, da die Tiere im Frühling für Wachstum und Vermehrung verstärkt Mineralien aufnehmen müssen. Oft wechseln unerfahrene Jungtiere bei ihrer Suche nach einem neuen Revier über die Straßen, ohne auf den fließenden Verkehr zu achten. Daher heißt es für Autofahrer, in den nächsten Tagen und Wochen besonders aufmerksam zu sein und ausreichend Abstand zum Vordermann einzuhalten.

Was tun, wenn ein Wildtier auf die Straße läuft?

Ist das Tier noch weit genug entfernt: Runter vom Gas, abblenden und hupen. Falls es zu spät und ein Zusammenprall unvermeidbar ist: Voll bremsen, aber keinesfalls ausweichen! Es besteht ansonsten die Gefahr, bei einem Ausweichmanöver einen schweren Unfall mit dem Gegenverkehr oder einen Zusammenstoß mit einem Hindernis am Straßenrand zu verursachen. Die Folgen eines solchen Crashs können dramatisch sein und weit über die Folgen hinausgehen, die beim Zusammenprall mit dem Wildtier entstehen.

Übrigens: Einem Tier können weitere folgen! Daher vorsichtig weiterfahren, wenn ein Tier die Fahrbahn überquert hat.

Wie verhalte ich mich, falls es zu einem Unfall gekommen ist?

Hier gelten folgende Regeln:

  • Unfallstelle absichern, Polizei rufen und wenn Personen verletzt sind, Erste Hilfe leisten.
  • Verletzte Tiere nicht berühren (Verletzungs- und Infektionsgefahr)
  • Tote Tiere dürfen keinesfalls mitgenommen werden. Das ist strafbar!

Ist ein Wildschaden an meinem Auto versichert?

Es kommt darauf an, wie das Auto versichert ist. Die Kfz-Haftpflicht übernimmt den Schaden am eigenen Wagen nicht, sondern nur die Teilkaskoversicherung bis zur Höhe des Fahrzeugwertes. Dies betrifft auch alle mit einem Unfall in Zusammenhang stehenden Aufwendungen, zum Beispiel die Abschleppkosten. Voraussetzung für die Kostenerstattung ist der glaubhafte Nachweis eines Wildschadens. Ausgeschlossen ist die Kostenübernahme bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz. Falls die Teilkaskoversicherung den Schaden beispielsweise wegen fehlender Nachweise nicht übernehmen will, kann – sofern dieser Versicherungsschutz besteht - die Vollkaskoversicherung einspringen. Damit verbunden wäre dann in aller Regel eine Zurückstufung der Schadenfreiheitsklasse.

Stand: März 2017