Sprit sparen – Geld sparen – Umwelt schonen

Aktuell steigen die Spritpreise in schwindelerregende Höhen. Wenn sich daher momentan eins lohnt, ist es Spritsparen. Wir haben ein paar Tipps gesammelt, die Geldbeutel und Umwelt wirklich entlasten.

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Hand am Tankhahn

Die Geschwindigkeit und der Gang wirken sich auf den Spritverbrauch aus

Je schneller man fährt, desto kostspieliger wird es für die Geldbörse. Ein frühes Schalten in den 4., 5. oder 6. Gang spart hingegen merklich an Kraftstoff. Daher sollte man zügig beschleunigen und möglichst früh – etwa bei 1500 oder 2000 Umdrehungen – schalten und die Geschwindigkeit bei niedriger Drehzahl beibehalten.

Vorausschauend fahren beugt auch Unfälle vor

Auch beim Bremsen wird ordentlich Sprit verbraucht. Daher ist es sinnvoll, wenn möglich die Motorbremswirkung auszunutzen und vom Gas zu gehen und den Wagen bei eingelegtem Gang ausrollen zu lassen.

Reifendruck checken!

Ist der Luftdruck auf den Reifen zu niedrig, ist das nicht nur schädlich für die Reifen, sondern verbraucht auch unnötig Sprit. Bereits ein Reifendruck, der nur um 0,5 bar zu niedrig ist, kann den Verbrauch des PKWs um bis zu 0,5 Prozent erhöhen.

Klimaanlage und Standheizung nur, wenn unbedingt nötig an

Klimaanlage und Standheizung im Innenraum verbrauchen ebenfalls viel Kraftstoff, daher sollte die Nutzung wohl überlegt sein. So führt eine Klimaanlage abhängig von Fahrzeugmodell, Technik und Einsatzbedingungen, zu einem Mehrverbrauch von circa 0,3 bis 1,5 Liter Sprit pro 100 Kilometer, eine Standheizung zu 0,2 bis 0,5 Liter pro Stunde.

An heißen Sommertagen reicht oft auch ein offenes Fenster oder die normale Lüftung. Auch Heckscheibenheizungen sind wahre Spritfresser. Nach der Nutzung sollte das Ausschalten nicht vergessen werden!

Motor abschalten an Bahnübergängen, in Vollsperrungen und während anderer Wartezeiten

Läuft der Motor einmal, verbraucht er natürlich auch dann Kraftstoff, wenn das Auto gar nicht fährt (circa 0,5 bis 1 Liter pro Stunde). Daher sollte bei längerem Stand und bei Wartezeiten der Motor ausgeschaltet werden. Bei Bahnübergängen oder in Parkgaragen ist dies sogar gesetzlich vorgeschrieben. Neuere Autos haben praktischerweise bereits eine Start-Stopp-Automatik, die den Motor automatisch abschaltet, sobald das Fahrzeug steht. Bei älteren Autos muss noch der Schlüssel gedreht werden. Mögliche Belastungen hierdurch für Anlasser oder die Batterie sind besonders dann, wenn der Motor bereits warm ist, laut ADAC zu vernachlässigen.

Unnötiges Gepäck aus dem Fahrzeug verbannen

Sportkleidung und Getränkekisten im Kofferraum oder Fahrradträger oder Boxen auf dem Dach erhöhen den Kraftstoffverbrauch durch zusätzliches Gewicht enorm. Schließlich ist ein höherer Energieeinsatz erforderlich, um das Fahrzeug samt Inhalt in Bewegung zu setzen und auf höhere Geschwindigkeit zu beschleunigen. Selbst Zusatzspiegel, die für das Rangieren mit Wohnwagen unerlässlich sind, sind Spritfresser, wenn man sie nicht braucht.

Daher gilt: Alles aus dem Auto raus und vom Auto ab, was nicht zwingend nötig ist!

Kurzstrecken meiden und lieber öfter mal umsteigen…

…zum Beispiel aufs Fahrrad oder E-Bike! Dies lohnt sich besonders auf kürzeren Strecken und ist zudem ein äußerst klimaschonendes Fortbewegungsmittel. Wer aufs Radeln setzt, tut sich selbst auch noch etwas Gutes. So kräftigt regelmäßiges Fahrrad fahren Muskulatur und Knochen, senkt Blutdruck und Blutzuckerspiegel und stärkt das Herz-Kreislauf- und Immunsystem.

Auch zu Fuß können viele Alltagswege erledigt werden; hier bedarf es häufig nur ein bisschen Motivation. Das Aufraffen lohnt sich aber! Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt täglich 10.000 Schritte zu gehen, um fit und gesund zu bleiben.

Kurzstrecken mit dem Auto zurückzulegen, ist nicht ratsam. Ist der Motor noch kalt, verbraucht er mehr Kraftstoff. In der Regel benötigen Autos eine gewisse Fahrzeit, bis sie auf einer optimalen Betriebstemperatur laufen.

Den Motor im Winter stehend warm laufen zu lassen, ist übrigens auch keine gute Idee und überdies auch verboten. Gut so – schließlich wird unnötig die Umwelt belastet, es kann zu Motorenschäden kommen und kostet Extra-Sprit.

Schlau Tanken spart zusätzlich Geld

Untersuchungen des ADAC zeigen, dass Tanken besonders morgens ins Geld geht, abends hingegen günstiger wird. Besonders zwischen 18 und 19 Uhr oder zwischen 20 und 22 Uhr fallen an den Tanksäulen die Preise – nicht selten sogar fünf bis sieben Cent pro Liter Kraftstoff.

Auch die Wahl der Tankstelle hat Einfluss auf die fälligen Spritkosten. Spritpreis-Apps auf dem Smartphone können dabei helfen, die aktuell günstigste Tankstelle in der Umgebung für den jeweiligen Kraftstoff zu finden. Doch nicht jede App ist kostenlos. „Chip“ hat die besten Gratis-Apps zum günstigen Tanken herausgesucht und bewertet.

Geld sparen lässt sich auch durch die Wahl der Tankstelle. Wer günstig tanken möchte, steuert mit seinem Auto meist eine freie Tankstelle an. Qualitätseinbußen sind hier nicht zu erwarten, da die Anforderungen an die Benzinqualität gesetzlich geregelt und in den Kraftstoffnormen festgeschrieben sind. Zwar werden dem Benzin von Markentankstellen markeneigene Zusatzstoffe, auch Additive genannt, zugegeben, die sich auf die Motorleistung und den Benzinverbrauch auswirken sollen, aber auch hier haben Untersuchungen des ADAC ergeben, dass es keine Unterschiede bezüglich des Verbrauchs und damit der Reichweite zwischen dem Benzin von Markentankstellen und dem von freien Tankstellen gibt.

Stand: Dezember 2021