Mit dem Auto in den Skiurlaub

Wer mit dem Auto in Skigebiete reist, muss seinen fahrbaren Untersatz richtig vorbereiten. Außerdem gilt es beim Packen und Beladen des Wagens einige Regeln zu beachten.

Schneeglätte © Kara - Fotolia.de_.jpg

Mit dem Auto in den Winterurlaub

Fahrzeug für den Schnee vorbereiten

Selbstverständlich muss ein Fahrzeug, mit dem man in die Skigebiete fahren will, mit Winterreifen ausgestattet sein. Die Reifen sollten ungeachtet der gesetzlichen Mindestprofiltiefe von 1,6 mm noch mindestens 4 mm Restprofil haben und nicht älter als sechs Jahre sein. Wer vor der Fahrt neue Reifen aufziehen will, sollte darauf achten, dass die Reifen mit dem ab 2018 vorgeschriebenen „Alpine-Symbol“ (dreieckiges Bergpiktogramm mit Schneeflocke) gekennzeichnet sind. Besitzt man alte Reifen mit dem „M+S“ Kennzeichen, dürfen diese allerdings noch bis 30.9.2024 genutzt werden.

Wer sein Auto mit mehreren Personen und Gepäck schwer belädt (maximal erlaubte Zuladung beachten und Auto nicht überladen), muss den Luftdruck der Reifen entsprechend anpassen.  Die korrekten Werte findet man meist an der Innenseite der Fahrertür oder in der Betriebsanleitung.

Fährt man ins Gebirge, sollte man auf jeden Fall passende Schneeketten dabei haben. Das gilt auch für Allradfahrzeuge. Der Gebrauch von Schneeketten kann notwendig und/oder vorgeschrieben sein. Üben Sie das Anlegen vor der Abreise: Wer bei minus zehn Grad im Schneetreiben und womöglich bei Dunkelheit zum ersten Mal versucht Schneeketten anzulegen wird damit womöglich größere Schwierigkeiten bekommen. Schneeketten kann man beispielsweise beim ADAC ausleihen. Werden sie gebraucht, muss man sie allerdings kaufen.

Andere Länder, andere Gesetze: Machen Sie sich rechtzeitig mit den im Ausland geltenden Verkehrsregeln vertraut.

Sehen und gesehen werden

Füllen Sie vor der Reise die Scheibenwaschanlage mit Frostschutzmittel auf, das bis minus 30 Grad Schutz bietet. Prüfen Sie die Beleuchtungsanlage auf einwandfreie Funktion und reinigen Sie sie, wenn nötig. Befährt man auf der Reise stark verschmutzte Straßen, kann eine Reinigung der Beleuchtung auch zwischendurch notwendig werden. Und nehmen Sie insbesondere  bei Reisen ins Ausland einen Satz Ersatzlampen mit. Das Mitführen eines solchen Sets kann dort vorgeschrieben sein, bei Nichtbeachten droht ein Bußgeld.

Verdreckte und von innen beschlagene Scheiben behindern die Sicht. Daher sollten Autoscheiben gründlich von innen und außen gereinigt werden. Sind die Scheibenwischergummis verschlissen und erzeugen beim Wischen Schlieren, müssen sie ausgewechselt werden.

Kühler, Batterie und Türdichtungen

In der Werkstatt lässt man sicherheitshalber den Frostschutz der Kühlerflüssigkeit sowie den Ladezustand der Autobatterie prüfen. Altersschwache Batterien sollten vorsorglich ausgetauscht werden.  Das Festfrieren von Türdichtungen verhindert man, indem die Gummis mit Glycerin- oder Silikon-haltigen Mitteln aus dem Zubehörhandel eingerieben werden. Auch Hirschtalg ist ein geeignetes Mittel.

Anhänger und Dachboxen

Skier und andere Wintersportgeräte sollten möglichst nicht im Fahrzeuginneren transportiert werden. Bei einem möglichen Unfall verwandeln sich diese Gegenstände unter Umständen in tödliche Geschosse. Daher bietet sich der Transport  auf dem Dach oder in einem Anhänger an. Beachten Sie vor dem Anbringen von Dachträgern und Dachboxen die zulässigen Dachlasten Ihres Fahrzeugs und überladen Sie die Dachträger und –boxen  nicht. Wer einen Anhänger benutzen möchte, muss die maximal zulässigen Werte für gebremste oder ungebremste Anhänger beachten. Auch für den Anhänger gilt das zuvor Beschriebene zu Fahrsicherheit und Wintertauglichkeit.

Tipp: Machen Sie vor dem Start in die Ferien eine Testfahrt mit Dachbox und/oder Anhänger und gewöhnen Sie sich an das veränderte Fahr- und Bremsverhalten Ihres Autos.

Eiskratzer & Co.

Denken Sie an Handschuhe: Diese sollten stets griffbereit sein. Ein „Standard-Winterset“, bestehend aus Eiskratzer, Enteisungsspray und Handbesen, sollte man immer im Winter dabei haben. Auch eine für wenige Euro erhältliche Abdeckmatte für die Frontscheibe ist ein sinnvolles Zubehör, ebenso ein Starthilfekabel für den Fall, dass die Batterie den Dienst versagt. Falls das Auto einmal im tiefen Schnee stecken bleiben sollte, kann eine kleine klappbare Schaufel helfen, um den Wagen wieder zu befreien. Auch eine Taschenlampe kann nützlich sein.

Dass man mit vollem Tank losfährt und rechtzeitig nachtankt, sollte selbstverständlich sein. Denn man sollte immer darauf gefasst sein, auf der Fahrt in einen länger dauernden Stau zu geraten. Für den Fall, dass der Sprit im Stau irgendwann zuneige geht und man den Motor notgedrungen abstellen muss ist es ratsam, je nach Anzahl der Mitreisenden warme Decken griffbereit zu haben.

Stand: Dezember 2017