Klima retten mit dem Smartphone: Der Klimakompass

Mit der kostenlosen App „Klimakompass“ können Verbraucher ihren CO2-Fußabdruck berechnen und bekommen Anreize diesen Stück für Stück zu verringern.

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Person scannt Barcode von Duschgel mit dem Smartphone ein

Klimaschutz geht jeden an

Hauptverursacher des Klimawandels ist Kohlendioxid (CO2), welches überall dort freigesetzt wird, wo kohlenstoffhaltige Energieträger verbrannt werden. Dabei handelt es sich vor allem um fossile Brennstoffe wie Kohle, Gas oder Öl, die für die Erzeugung von Strom oder Wärme verfeuert werden. Dies treibt die Erderwärmung weiter an und bringt massive Klimaveränderungen mit sich. Folgen dieses Klimawandels sind Überflutungen, Dürre, Hitzewellen oder Waldbrände, welche bereits in vielen Regionen der Erde zum Alltag gehören. Steigt die durchschnittliche Temperatur der Erde um zwei Grad und mehr, können die weltweiten Folgen sogar unumkehrbar werden.

Jeder einzelne von uns kann etwas zum Klimaschutz beitragen, denn bereits kleine Gewohnheitsveränderungen im Alltag können den CO2-Ausstoß verringern.

Klimakompass rechnet den täglichen Verbrauch an CO2 vor

Damit es für Verbraucher einfacher ist, den Überblick darüber zu behalten, was überhaupt wie viel CO2 verbraucht und wo man CO2 einsparen kann, hat das Unternehmen WorldWatchers eine kostenlose App fürs Smartphone entwickelt, die genau diese Fragen beatworten soll.

So hat die App einen umfangreichen Klimarechner, mit dem der persönliche CO2- Fußabdruck errechnet werden kann. Die Berechnungen orientieren sich am Konzept „Ökologischer Rucksack“ des anerkannten Wuppertal Instituts. Faktoren wie Lebensumstände und Konsumgewohnheiten aus den Bereichen Wohnen, Ernährung, Freizeit, Shopping, Digitales, Mobilität und Urlaub werden hierfür abgefragt. Für jeden dieser Bereiche zeigt die App in einer Zwischenbilanz die Höhe des CO2-Verbrauchs an. Die Abfrage der verschiedenen Bereiche lässt sich vom Verbraucher leicht und schnell beantworten. Die ausgeworfenen Daten geben Anhaltspunkte, wo sich im Alltag noch CO2 einsparen lässt.

Unterschiedliche Challenges spornen zum CO2-Einsparen an

Um einen Anreiz zu schaffen, auch weiterhin etwas für den Klimaschutz zu tun, bietet der Klimakompass viele kleine Challenges an. So gibt es etwa die Herausforderung für drei Tage plastikfrei zu leben, den Tiefkühler abzutauen, in den nächsten zwei Wochen maximal vier Stunden Filme oder Serien zu streamen oder diese Woche für den Weg zur Arbeit auf das Fahrrad umzusteigen. Wurden die jeweiligen Challenges erfolgreich abgeschlossen, erhält man Klimapunkte, die bei einer bestimmten Anzahl weitere Level mit neuen Challenges freischalten.

Barcode-Scanner gibt Aufschluss über den CO2-Austausch von Produkten

Die App verfügt auch über eine Scanner-Funktion, mit der Barcodes von Produkten eingescannt werden können und gibt dann den CO2-Ausstoß der jeweiligen Produktgruppe wieder.Es wird angezeigt, wie viel CO2 bei der Produktion von zum Beispiel Käse, Schokolade oder Duschgel freigesetzt wird. Zwar handelt es sich dabei nur um einen groben Vergleichswert - schließlich kann die App bisher noch nicht den CO2-Verbrauch bei der Produktion der tatsächlich eingescannten Ware angeben - dennoch ist diese Information erstmal besser als nichts.

 Anhand der eingescannte Barcodes gibt ein Tagesbudget in Prozent an, wie viel CO2 durch den Konsum der jeweiligen Produktgruppe freigesetzt wird und hilft zu verstehen, ob dies viel oder wenig ist. Zur Ermittlung des Tagesbudgets hat das Unternehmen Worldwide Forschungsergebnisse des Umweltbundesamtes herangezogen und die notwendige schrittweise Reduktion der Pro-Kopf-Treibhausgase, um die Pariser Klimaziele einhalten zu können, mit einberechnet.

Fazit

Die App Klimakompass ist ein schöner Wegbegleiter, um den Treibhausgasen den Kampf anzusagen. Die Challenges spornen zusätzlich zu kleinen Verhaltensänderungen an und geben neue Impulse, wie der persönliche CO2-Fußabdruck noch weiter verringert werden kann. Der Barcode-Scanner gibt noch einen tieferen Einblick in die Produktwelt und den jeweiligen CO2-Ausstoß durch die Produktion verschiedener Warengruppen. Hier ist ein Aha-Effekt vorprogrammiert.

Schön wäre es, wenn es möglich wäre, auch eine Aussage über das tatsächlich eingescannte Produkt zu bekommen und nicht bloß zur Produktgruppe. Hier gibt es also noch Verbesserungsbedarf! (Sie)

Stand: September 2020