Kennen Sie schon das Projekt Refill Deutschland?

Wer unterwegs Durst bekommt, muss in vielen deutschen Städten nicht mehr auf eine teure Plastikflasche am Kiosk oder im Supermarkt zurückgreifen, sondern kann in bis zu 1500 Cafés, Bars, Restaurants oder Geschäften kostenlos seine mitgebrachte Trinkflasche auffüllen – und ganz nebenbei die Umwelt schonen. Geniale Idee, oder?

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Glas wird mit Trinkwasser aus dem Wasserhahn aufgefüllt

Deutschland ist absoluter Spitzenreiter bei der Müllproduktion in der EU. So verbrauchen die Deutschen im Jahr 220 Kilo Verpackungsmüll pro Kopf – das ist eine gewaltige Summe. Einen nicht geringen Teil dieses Verpackungsmülls machen dabei Einweg-Plastikflaschen aus. Laut der Deutschen Umwelthilfe e.V. werden pro Tag 43 Millionen Stück verbraucht. Dabei sind die Plastikflaschen wahre Ressourcenfresser, da für die Herstellung große Mengen an Rohöl und Energie benötigt werden – ganz zu schweigen von den Mengen an Müll, die alleine durch die Plastikwasserflaschen anfallen. Zeit umzudenken! – so lautet auch die Devise des Projektes Refill Deutschland.

Simples Konzept mit großer Wirkung

Das Projekt Refill Deutschland will gar nicht kompliziert sein: Lokalitäten, welche einen Aufkleber mit „Refill-Station“ an Fenster oder Tür aufweisen, füllen kostenlos Leitungswasser in mitgebrachte Trinkflaschen ab. Der Gedanke dabei ist, Müll- und Plastik zu vermeiden und Leitungswasser als Trinkwasseroption zu etablieren. Denn dies hat bekanntlich in Deutschland eine hervorragende Qualität und wird von den regionalen Wasserbetreibern streng und ständig kontrolliert. Zu guter Letzt spart, wer sich an der Aktion beteiligt, sogar noch gutes Geld.

Wo eine Refill-Station in der Nähe ist, kann man auf der Website von Refill Deutschland auf einer Deutschlandkarte zum Beispiel mit dem Smartphone genau einsehen.

Ein weiteres wichtiges Anliegen des Projektes Refill Deutschland ist es, alle Menschen anzusprechen – unabhängig von Einkommen und Status. Denn „Wasser auffüllen geht auch im Marmeladenglas“.

Hinter dem Projekt steht übrigens ein unternehmens- und parteiunabhängiges Projekt, welches von Privatpersonen im Ehrenamt initiiert wurde.

Von Bristol über Hamburg nach ganz Deutschland

Vorbild für Refill Deutschland war das Refill Bristol aus Großbritannien. Dort läuft das Projekt bereits seit 2015 sehr erfolgreich. Im März 2017 startete dann das Projekt auch hierzulande in Hamburg, von wo aus es nun zu einer stetig wachsenden deutschlandweiten Bewegung geworden ist. Viele ehrenamtliche Helfer organisieren und unterstützen dabei in ihren Städten das Projekt.

Dabei sein ist alles – so geht´s!

Sie können ganz einfach bei dem Projekt mitmachen, indem Sie eine Wasserflasche oder irgendein anderes Gefäß mit sich führen und dieses, statt eine neue Plastikflasche mit Wasser zu kaufen, an den jeweiligen Stationen auffüllen.

Eine weitere Möglichkeit Refill Deutschland zu unterstützen, besteht darin, das Projekt in Städten zu etablieren. Hierfür können Sie  Restaurants oder –geschäften in Ihrer Heimatstadt Refill Deutschland vorstellen und vorschlagen.

Wenn Sie sogar selbst Ladenbesitzer sind und Sie das Projekt interessiert, können Sie sich einen Aufkleber auf der Refill Deutschland Website herunterladen und im Eingangsbereich Ihres Geschäftes gut sichtbar anbringen. Auf der Website können Sie außerdem Ihr Restaurant oder Geschäft registrieren, sodass man Sie als Refill-Station auf der Website von Refill Deutschland direkt finden kann.

Fazit: Nicht nur bei der momentanen Hitzewelle eine geniale Idee!

Stand: Juli 2019

Logo Refill Station
Logo für Refill Station: Hier gibt es kostenfrei Trinkwasser zum Abfüllen