Kaffeesatz – zum Wegwerfen viel zu schade!

Die Reste aus Kaffee-Kapseln, -Pads und -Filtern sind zu schade für die Mülltonne. Denn Kaffeesatz ist ein wertvoller Rohstoff. Dieser kann vielfältig in Haus und Garten eingesetzt werden, beispielsweise als Schädlingsbekämpfungs- oder Putzmittel oder um die Hände von Gerüchen zu befreien.

Kaffeesatz © Andrea - Fotolia.com_.jpg

Kaffeesatz

Werfen Sie Kaffeesatz nicht weg

Vielfach landet der gebrauchte Inhalt von Kaffee-Kapseln, -Pads und –Filtern achtlos in der Mülltonne. Dabei ist Kaffeesatz vielseitig zu verwenden. Kaffeepulver enthält etwa 1.000 Inhaltsstoffe. Nicht alle davon sind bisher analysiert worden. Bekannt ist, dass neben dem Koffein Kohlenhydrate, Fette, Proteine sowie viele weitere Substanzen wie zahlreiche Aroma- und Mineralstoffe enthalten sind.

Dünger

Auch nach dem Brühvorgang sind noch viele Nähr- und Inhaltsstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium im Kaffeesatz vorhanden, weshalb er beispielsweise einen ausgezeichneten Dünger für säureliebende Pflanzen abgibt. Dazu mischt man ihn am besten getrocknet – damit er nicht schimmelt - unter die Blumen- beziehungsweise Gartenerde, oder man streut ihn direkt auf die Beete. Rosen, Geranien, Hortensien und Rhododendron sprechen auf den Dünger aus der Kaffeemaschine sehr gut an und gedeihen prächtig.

Nützlinge und Schädlinge

Man kann den Kaffeesatz auch zum Kompost geben, wo er dann zusammen mit anderen Gartenabfällen verrottet. Dort lockt er Nützlinge wie Regenwürmer an, was den Kompostierungsprozess und damit die Humusproduktion beschleunigt.

Andererseits können die Aromen im Kaffeesatz unerwünschte „Gäste“ im Garten vertreiben, weshalb man ihn gerne verstreut, um Ameisen, Maulwürfe, Wühlmäuse und Schnecken fernzuhalten.

In den Sommermonaten hilft Kaffeesatz gegen lästige Wespen am Tisch. Dazu muss man ihn jedoch vorbehandeln, das heißt, zunächst gut trocknen und dann in einer feuerfesten Schale anzünden. Der dabei entstehende Geruch vertreibt oft die Plagegeister.

Kosmetik

Da nicht sämtliches Koffein beim Brühen in die Flüssigkeit übergeht, bleibt ein Teil davon im Kaffeesatz zurück. Koffein soll bei äußerlicher Anwendung gegen Cellulite wirken, weshalb man Kaffeesatz auch als Peeling auf den betroffenen Hautstellen – am besten beim Duschen - anwenden kann. Der Effekt soll auf der Stimulation des Fettstoffwechsels und des Bindegewebes beruhen. Zu viel sollte man sich von dem Kaffee-Peeling aber nicht versprechen, denn ohne regelmäßige sportliche Betätigung und gesunde Ernährung lässt sich Cellulite nicht besiegen. Nicht zuletzt soll beim Haarewaschen einmassierter Kaffeesatz zu fülligerem und voluminöser wirkendem Haar führen.

Geruchskiller

In der Küche – beispielsweise nach dem Zwiebelschneiden oder nach dem Hantieren mit Fisch und Meeresfrüchten - hilft das Einreiben der Hände mit feuchtem Kaffeesatz, um unliebsame Gerüche zu vertreiben. Auch Kaffeesatz-Pulver im Mülleimer oder in einer Schale im Kühlschrank hat desodorierende Wirkung.

Putzmittel

Kaffeesatz eignet sich zur Reinigung von Grillrosten, Herdplatten (Achtung: nicht von Glaskeramik- oder Cerankochfeldern!) oder auch Kochtöpfen und Blumenvasen. Er entfernt als natürliches Scheuermittel ganz ohne Chemie die Gegenstände von Eingebranntem und anderem hartnäckigem Schmutz. Dazu bringt man ihn auf einen feuchten Schwamm auf oder rührt ihn mit Salz in heißem Wasser an und spült damit unter Schütteln die Gefäße aus.

Stand: Juli 2019