Gartenarbeiten im Herbst

Gartenarbeiten im Herbst schließen das alte Gartenjahr ab, legen aber auch gleichzeitig die Grundlage für das kommende Gartenjahr. Dabei gibt es viele Möglichkeiten nachhaltig und ökologisch vorzugehen.

fall-2759887_1920.jpg

Gartenschere auf Tisch mit verwelkten Sonnenblumen im Hintergrund

Die letzten Gartenfrüchte ernten

Auch zum Ende der Gartensaison gibt es noch einiges zu ernten. Einige Gemüsesorten erreichen jetzt ihren Erntezeitpunkt, viele Kohlsorten brauchen jedoch die ersten Frostnächte um ihren optimalen Reifegrad zu erreichen. Mangold, Feldsalat, Spinat oder Radieschen lassen sich sogar noch aussäen und können einige Wochen lang frischen Erntenachschub für die Küche liefern.

Entfernt werden sollte aus den Beeten oder unter dem Obstgehölz verfaultes Gemüse und Fallobst. So kann eine mögliche Ausbreitung von Pilz- und Schimmelsporen verhindert werden.

Rasenpflege als Grundlage fürs kommende Jahr

Stark vermooste Grünflächen können das Rasenwachstum beeinträchtigen. Wer seinem Rasen den Start im kommenden Jahr erleichtern will, kann im Herbst die Grasfläche vertikutieren. Auch lässt sich so ein möglicher Schimmelbefall in der feuchten Jahreszeit eher verhindern. Es sollte jedoch genügend Zeit eingeplant werden, damit der Rasen sich vor dem Winter vom Vertikutieren erholt. Je nach Witterung kann der Rasen bis in den November gemäht werden, so wird die Fläche luftig gehalten und es kommt genug Licht ans Gras. Wichtig ist, dass der Rasen mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt wird, wenn die herbstlichen Regenfälle ausbleiben. Wer seinen Rasen mit Kaliumdünger versorgen möchte, sollte darauf achten, dass nicht zu viel Dünger ausgebracht wird und die Streukörner gleichmäßig verteilt auf dem Boden ankommen.

Wohin mit dem Laub?

Wie mit dem Herbstlaub umgehen? Liegen lassen, entfernen oder anderweitig nutzen? Richtig ist, dass Laub wertvolle Nährstoffbestandteile enthält, die dem Garten wieder zu Gute kommen können. Für Igel und andere Garten-Mitbewohner erleichtert ein Laubhaufen vermischt mit Reisig in einer ruhigen Gartenecke die Überwinterung. Auch können Beete mit Laub gemulcht werden und erhalten so einen Frostschutz. Die enthaltenen Nährstoffe gelangen in den Kreislauf für die kommende Wachstumsperiode. Aufpassen sollten Gartenbesitzer mit Walnussbäumen oder Eichen auf ihrem Grundstück. Das stark gerbsäurehaltige Laub kann mehr schädlich als nützlich sein. Daher sollte das Laub nur gezielt und wohldosiert im Kompost verarbeitet oder im Garten eingesetzt werden.

Winterquartiere zur Verfügung stellen

Wer seine Garten-Nützlinge mit Überwinterungsmöglichkeiten und Nahrungsquellen unterstützen möchte, sollte seine Gartenpflanzen und verblühten Blumen nicht radikal zurückschneiden. Insekten suchen sich im Garten häufig Pflanzenreste als Überwinterungsort aus. Übriggebliebene Kerne oder Samenreste dienen als wertvolle Ergänzung im Speiseplan von Vögeln und Insekten. Wer in seinem Garten ausreichend Patz hat, kann mit einer verwilderten Ecke inklusive Totholz und Geäst ein richtiges Insektenhotel für die Überwinterung anbieten. (eck)

Stand: Oktober 2021

Gartengeräte reinigen und pflegen

Den Garten im Herbst nach und nach winterfest machen heißt auch, sich mit dem eigenen Handwerkszeug zu beschäftigen. So sollten Gartengeräte gründlich gesäubert und gewartet werden. Dabei gilt es, neben Erde, Pflanzenresten und Schmutz auch aufkommenden Rost zu beseitigen. Gartenscheren bedürfen unter Umständen einer Nachschärfung. Etwas aufwendiger ist es, wenn Holzstiele an Gartengeräten beschädigt sind und ausgetauscht werden sollen. Aber auch das ist mit ein wenig handwerklichem Geschick kein Problem. Nicht zu vergessen ist, dass auch die größeren motorengetriebenen Gartenmaschinen wie Mäher oder Häcksler gewartet werden sollten. Aber Achtung: Hierbei immer darauf achten, dass die Geräte vollständig vom Stromnetz getrennt sind oder ein versehentlicher Start ausgeschlossen ist.

Mehr zum Thema Gartengeräte warten und pflegen findet sich hier.