Smartphone: Wie reinigen?

Man hat es immer dabei: Beim Einkaufen, beim Essen, bei einer Feier oder beim Spaziergang – das Smartphone. Sauber gemacht wird es seltener. So siedeln sich schnell unliebsame Keime auf dem Handy an. Wie reinige und pflege ich das Handy?

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Smartphone in Hand

Das Handy ist immer in Reichweite: Beim Frühstücken werden die Nachrichten gelesen, beim Warten an der Bushaltestelle oder beim Fahren mit dem Bus wird die Lieblingsmusik gehört. Tagsüber teilt immer wieder ein Signalton mit, dass eine SMS eingegangen ist, die man dann auch gleich lesen muss. Dazwischen muss noch ein Arzt- oder Friseurtermin telefonisch vereinbart werden.

Wie hoch ist die Keimbelastung von Handys?

Das Handy wird also ganz häufig in die Hand genommen, ohne sich vorher immer die Hände zu waschen. Dabei haben die Hände Kontakt mit dem Fahrkartenautomat, der Stopptaste im Bus, dem Türgriff des Bürogebäudes oder dem Münzgeld beim Einkaufen gehabt. Von den angefassten Gegenständen übertragen sich Bakterien auf die Hände, die beim nächsten Griff zum Smartphone auf dieses übertragen werden.

Eine Untersuchung ergab, dass etwa ein Viertel der Keime von den angefassten Gegenständen auf dem Smartphone wiederzufinden waren. Dabei waren es nicht nur harmlose Bakterien, sondern auch Keime, die Durchfall oder Wundinfektionen verursachen können (SWR, Juni 2015).

Für viele Handynutzer ist die Reinigung des Mobiltelefons unwichtig. Häufig wird es nur flüchtig gereinigt durch Abwischen an der Kleidung. Manche reinigen es auch nie.

Doch gerade in der Winterzeit, wenn viele Menschen erkältet sind, gelangen leicht Keime durch Schnupfen oder Husten auf das Handy. Beim nächsten Händedruck werden sie dann weitergegeben. Eine regelmäßige Reinigung des Handys kann dies verhindern.

Welches Tuch ist am besten?

Wer einen Fleck auf seinem Handy-Display entdeckt, nimmt oft einen Zipfel des angezogenen Pullovers oder T-Shirts, um den Fleck wegzureiben. Davon ist abzuraten, denn die Textilfasern sind meist zu grob, so dass durch das Reiben das Display zerkratzt werden kann. Nicht nur Kleidungsteile, auch Küchenpapier oder Taschentücher sind nicht geeignet.

Am besten wird für die Reinigung ein Mikrofasertuch verwendet, das mit seinen mikrofeinen Fasern die meisten Verschmutzungen entfernt. Alternativ kann die Reinigung mit speziellen Reinigungstüchern für Displays durchgeführt werden, die es im Fachhandel bzw. in Supermärkten zu kaufen gibt.

Welche Mittel eignen sich?

  • Keine scharfen Reinigungsmittel verwenden, denn dessen aggressive Substanzen können die beschichtete Oberfläche des Touchscreens beschädigen und somit deren Funktion beeinträchtigen. Glasreiniger oder Alkohol sind somit nicht geeignet.
  • Bei flüssigen Reinigern besteht zudem das Risiko, dass sie durch das Eindringen in das Gehäuse die empfindliche Elektronik beschädigen.
  • Empfehlenswert sind spezielle Hygienesprays mit einer keimabtötenden Wirkung.

Wie wird das Handy gereinigt?

Display
Mit dem Mikrofasertuch wird mit leicht kreisenden Bewegungen das Display geputzt, ohne dabei einen zu starken Druck auszuüben.

Geräteöffnungen
In Geräteöffnungen wie Buchsen, Lautsprecher oder Mikrofon sind grobe Fusseln oder Staubkörner zu finden. Diese lassen sich vorsichtig mit einem Zahnstocher oder Wattestäbchen entfernen. Das Wattestäbchen sollte vor dem Gebrauch von Flusen befreit werden, damit diese nicht auch noch in das Gerät gelangen.

Tipps zum Umgang mit Handys

Mit dem Handy sollte sorgsam umgegangen werden. Leider werden sie oft einfach achtlos in die Tasche gesteckt, so dass sie leicht durch den Tascheninhalt wie Kugelschreiber, benutzte Taschentücher oder Schlüssel zerkratzt und verschmutzt werden können. In Kratzern können sich dann leicht Keime ansammeln.

Ein guter Schutz für Smartphones sind spezielle Hüllen, die die Oberfläche vor Staub, Schmutz und Kratzern schützen. Das empfindliche Display lässt sich zusätzlich durch spezielle Schutzfolien schützen. Nach den Werbeaussagen sollen manche Schutzfolien auch die Verschmutzung verhindern.

Während des Essens sollte auf das Telefonieren verzichtet werden, denn dabei werden besonders viel Schmutz und Keime übertragen. Zudem begünstigen zurückbleibende Essensreste auf dem Handy das Wachstum von Bakterien.

Fazit

Gegen die Keimbelastung des Smartphones hilft nur ein regelmäßiges Reinigen, am besten mit einem Brillenputztuch aus Mikrofasern. Damit lassen sich 99,9 Prozent der Keime entfernen – und durch regelmäßiges Händewaschen wird die erneute Kontamination vermindert.