Fakenews: So gehen Sie Falschmeldungen nicht auf den Leim

Die digitalen Kommunikationskanäle, wie WhatsApp, Facebook und Co. ermöglichen die rasante Verbreitung von falschen Informationen. Wie erkennt man solche Meldungen und wie geht man damit um? Hier steht, wie es geht.

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Frau am Laptop

Kettenbriefe mit komischem Inhalt gibt es schon ewig. Doch seit Internet und Messenger-Dienste gibt, haben die „Bauernfänger“ den Turbo gezündet. Fast jeder hat vermutlich schon einmal einen Kettenbrief in WhatsApp erhalten. Eine klassische Falschmeldung wird auch als „Hoax“ (engl. Scherz, Jux, Schwindel) bezeichnet. Die Inhalte werden dabei dramatisierend verpackt und spielen auf die Leichtgläubigkeit und Ängste mancher Menschen an. So sind aktuell immer noch Meldungen zum Coronavirus im Umlauf, die die Bevölkerung verunsichern. Durch die Aufforderung, die Nachricht dringend an alle Freunde, Bekannte und Verwandte weiterzuleiten, verbreitet diese sich schnell an Hunderte oder Tausende Empfänger.

Wie erkennt man einen Hoax?

Ein Hoax versucht immer vor angeblichen Risiken oder Verbrechen zu warnen. Doch aus welcher Quelle stammt die Meldung? Nur eine seriöse Quelle ist vertrauenswürdig, eine Suche im Internet bringt hier schnell Aufklärung zum Thema.

Alarmsignale:

  • Nachricht soll an möglichst viele Menschen weitergeleitet werden
  • Androhung von Konsequenzen
  • Falsche Quellenangaben von Firmen die nicht existieren
  • Keine Angabe, wer den Text geschrieben hat
  • Zeitangaben ohne Datum, wie „letzte Woche“ oder „gestern“

Wie gefährlich ist ein Hoax?

Die Falschmeldungen an sich sind harmlos. Aber: Die darin enthaltenen Ratschläge und Handlungsempfehlungen sollte man immer ignorieren. Bei einigen Warnungen über angebliche Computerviren wird man beispielsweise dazu aufgefordert, bestimmte Systemdateien zu löschen, die angeblich zur Sicherheit des Computers dienen sollen. Allerdings soll damit genau das Gegenteil erreicht werden: Dadurch soll eine Sicherheitslücke erzeuget werden und das System wird unbrauchbar. Oftmals befindet sich an der Nachricht noch ein weiterführender Link für genauere Informationen, hinter dem sich dann Schadsoftware verbirgt. Hier gilt es natürlich den Link auf keinen Fall zu öffnen!

Was ist zu tun beim Erhalt eines Hoax?

Erhalten Sie eine verdächtige Nachricht und sind sich nicht sicher, ob es sich um eine Falschmeldung handelt, dann können Sie den Hoax-Info-Service der Technischen Universität Berlin nutzen. Dort werden alle Falschmeldungen der vergangenen Jahre gelistet. Suchen Sie nach Schlagwörtern aus der verdächtigen Nachricht.

Leiten Sie die Nachricht auf keinen Fall weiter. Wenn der Absender Ihnen persönlich bekannt ist, hat er Ihnen in bester Absicht die Nachricht zukommen lassen. Informieren Sie ihn daher auch, dass es sich um eine Falschmeldung handelt und er die Nachricht nicht weiterverbreiten soll. Nur so kann die Verbreitung von Kettenbriefen eingedämmt werden. (schl)

Stand: September 2022