Update-Pflicht für Smartphone und Co.

Ab dem 1. Januar 2022 müssen Hersteller digitaler Produkte eine Update-Pflicht gewährleisten. Das sieht ein neues Gesetz vor. Verbraucherinnen und Verbrauchern sollen dadurch beim Kauf digitaler Waren wie etwa Smartphones oder Tablets besser geschützt werden.

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Tastatur mit "Update-Taste"

Im digitalen Zeitalter ist die Sicherheit von Geräten und Anwendungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland enorm wichtig. Ab dem 1. Januar 2022 gibt es neue Regeln für die Hersteller von digitalen Produkten. Durch das Gesetz werden sie zu regelmäßigen Updates von Smartphones, Tablets, Smartwatches oder vernetzte Haushaltsgeräte verpflichtet. Die Regelungen gelten auch für reine Digitalprodukte wie Apps, E-Books oder Streamingdienste. Das Gesetz ist Teil eines Pakets, mit dem die Bundesregierung zwei EU-Verordnungen umsetzt.

Wie lange muss ein Hersteller Updates bereitstellen?

Für welche Dauer die Update-Pflicht gilt, ist allerdings nicht ausdrücklich festgeschrieben. Im Gesetz ist nur von einem Zeitraum die Rede, den der Kunde "aufgrund der Art und des Zwecks" des erworbenen Geräts erwarten könne.

Zudem gibt es viele weitere ungeklärte Fragen, zum Beispiel wie häufig Aktualisierungen erfolgen müssen und wer die Update-Pflicht überwachen soll. Vor dem Hintergrund, dass jedes Jahr Tausende neuer digitale Geräte auf den Markt kommen, wird das eine Aufgabe, die schwer zu bewältigen sein wird.

Verbraucherschutz wird gestärkt

Verbraucherschützer begrüßen das Gesetz dennoch. Denn zuvor regelte das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) fast ausschließlich den Umgang mit analogen Dingen. Ab sofort stellt das BGB aber die Rechtssicherheit für Verbraucher sicher, die digitale Produkte erwerben. Gleichzeitig sind auch die Pflichten der Anbieter von digitalen Produkten klar definiert. (schl)

Stand: Juli 2020