Textilien mit UV-Schutz – halten die Produkte, was die Hersteller versprechen?

Im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung wurden im Hessischen Landeslabor Textilien mit ausgelobtem UV-Schutz stichprobenartig überprüft. Hierbei handelte es sich um 13 Proben Badebekleidung und sechs Mützen für Kleinkinder. Während die geprüfte Badebekleidung keinen Grund zur Beanstandung ergab, wurden von einer Mütze für Kleinkinder die angegebenen Spezifikationen nicht erfüllt.

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Mütze

Zusätzlicher Sonnenschutz

Die im Handel angebotenen Textilien mit UV-Schutz bieten einen zusätzlichen Sonnenschutz neben kosmetischen Sonnenschutzmitteln zum Auftragen auf die Haut.  „Grundsätzlich gilt: je höher der deklarierte UV-Schutzfaktor (UPF) ist, desto besser ist die Haut vor UVA- und UVB-Strahlung geschützt“, sagte Günther Frohmuth, Leiter der Abteilung Lebensmittel des Hessischen Landeslabors. „Leider bestehen unterschiedliche Standards für die Prüfung des UV-Schutzes. Dieser Hintergrund bleibt dem unkundigen Verbraucher verborgen“, erklärte Frohmuth. „Bei einer der untersuchten Textilien-Proben fehlte die Angabe des Prüfverfahrens. Bei allen anderen Proben mit deklariertem Standard wurde der jeweils angegebene UPF erreicht. Bis auf eine Mütze, bei der ein als unüblich niedrig einzustufender deklarierter UPF von 15 im Bereich des Nackenschutzes unterschritten wurde, entsprachen sämtliche Proben dem jeweils gekennzeichneten UPF von mindestens 40“, so Frohmuth.

Empfehlenswert für Kleinkinder und empfindliche Personen

„Verbraucher sollten beim Kauf von Textilien mit UV-Schutz sowohl auf einen hohen Schutzfaktor als auch auf die Angabe des Prüfverfahrens achten. Das Tragen von UV-Schutzkleidung sollte ferner nicht zu einer Sorglosigkeit der Erziehungsberechtigten gegenüber ihrem Nachwuchs beim Aufenthalt in der Sonne führen“, warnte Frohmuth. Denn: „Besonders bei Kleinkindern und Menschen mit empfindlichem Hauttyp ist Vorsicht bei starker Sonneneinstrahlung insbesondere in den Sommermonaten geboten“.