PC Monitor – worauf kommt es an?

Langes Arbeiten mit Laptop, Tablet oder Smartphone kann für die Augen zur Qual werden. Wer mehrere Stunden am Tag den PC nutzt, kommt um einen guten Bildschirm nicht herum. Fürs Homeoffice ist zunächst der Arbeitgeber zuständig, für die private Anschaffung haben wir Tipps zum Kauf.

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Zwei PC-Monitore

Arbeitsschutzbestimmungen für den Bildschirmarbeitsplatz, in Verbindung mit Komfort und Ergonomie, gelten natürlich auch für den Heimarbeitsplatz. Die Realität zu Hause sieht allerdings leider oft ganz anders aus: Viele Menschen sitzen am Küchentisch und starren auf den kleinen Bildschirm des Notebooks. Das kann nicht nur für die Augen zur Qual werden, sondern auch sonstige Verspannungen (Nacken, Schulter) hervorrufen. Denn Laptops haben oftmals nicht die richtige Größe und keine Einstellmöglichkeiten für die Höhe. Zudem ist die Darstellungsqualität vieler externer Monitore besser als die eines Laptop-Bildschirms.

Die wichtigsten Eigenschaften

  • Größe
    Moderne Monitore sollten mindestens eine Bildschirmdiagonale von 24 Zoll haben. Bei dieser Größe lassen sich auch zwei Programmfenster nebeneinander platzieren, zum Beispiel der Webbrowser und ein Word-Dokument. Auch beim Arbeiten mit kleinteiligen Tabellen in Excel ist ein 24 Zoll Bildschirm von Vorteil. Der Preis für Einsteigermodelle liegt zwischen 100 und 150 Euro.
     
  • Höhe
    Der Bildschirm sollte höhenverstellbar sein. Hilfsweise kann mit Hilfe von einem Buch oder einer anderen Unterlage die richtige Höhe erreicht werden. Das Gerät sollte so aufgestellt werden, dass man den Kopf leicht senken muss. Die oberste Bildzeile sollte unterhalb der Augenhöhe liegen. Durch diese Anordnung wird die Nacken- und Schultermuskulatur entlastet. Der Abstand zwischen den Augen und dem Bildschirm sollte mindestens 50 cm betragen.
     
  • Auflösung
    Die Auflösung des Bildschirms bestimmt die Schärfe und erhöht dadurch die Lesbarkeit enorm. Häufig schrecken Käufer vor hochaufgelösten Monitoren zurück, weil die Sorge besteht, dass die höhere Auslösung gleichzeig bedeutet, dass auch die Schriften und Menüs kleiner werden. Dieses Problem haben die Softwarehersteller von Betriebssystemen und Programmen aber behoben und bieten inzwischen Skalierungsfunktionen an. So kann man eine scharfe Darstellung genießen ohne dabei auf die gewohnte Schriftgröße zu verzichten.
     
  • Kontrast/Reaktionszeit
    Der Kontrast sollte 1000:1 betragen. Das bedeutet, dass der Monitor einen weißen Bildpunkt 1000mal heller darstellen kann als einen schwarzen Bildpunkt. Je höher, desto besser. Die Reaktionszeit gibt an, wie schnell ein Pixel den Zustand ändern kann. Die Reaktionszeit sollte daher bei 1 bis maximal 12 Millisekunden liegen.
     
  • Anschlüsse
    Beim Kauf sollte man auch auf die Anschlüsse des Monitors achten. Wir raten daher, zuvor die Anschlüsse am PC oder Notebook zu prüfen. Bei hohen Auflösungen sind diese Anschlüsse zu empfehlen: HDMI, DisplayPort, Mini DisplayPort oder USB-C.


 

Steuerlich absetzbar

Nutzt man den Monitor im Homeoffice, kann man diesen steuerlich geltend machen. Kostet er nicht mehr als 800 Euro, lässt er sich unter den Werbungskosten in einem Stück absetzen, ist er teurer, muss man die Kosten über mehrere Jahre verteilt abschreiben. (schl)

Stand: August 2020