Power für Smartphones und Tablets

Die Akkulaufzeit bei mobilen Endgeräten ist ein heißes Eisen, denn die Geräte sind oft gerade dann leer, wenn man sie am dringendsten braucht. Das muss nicht sein. Wir erklären, wieso der Akku sich so schnell entlädt und mit welchen Tipps die Ausdauer gesteigert werden kann.

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Powerbank lieft auf einem Tisch

Vorbei sind die Zeiten, als das Handy nach einer Woche immer noch zum Telefonieren genutzt werden konnte, bevor es dann wieder an die Steckdose musste. Immer mobil sein lautet heute die Devise. Doch neue Smartphones und Tablets müssen heutzutage fast täglich geladen werden. Das hängt überwiegend mit den leistungsstarken Prozessoren und den großen beleuchteten Bildschirmen zusammen. Doch was kann man tun, wenn der Akku morgens noch bei 100 Prozent war  und am Nachmittag tendiert die Anzeige des Akkustands gegen null?

Mobil an Energie kommen

Ob beim Campen, im Zug oder beim Wandern – was tun, wenn der Akku schlappmacht? Dann packen viele eine Powerbank mit ins Gepäck. Auf folgende Merkmale sollte man beim Kauf achten:

  • Eine moderne Powerbank ist mit einem USB-C Anschluss ausgestattet. Dieser ermöglicht auch ein schnelleres Laden der Geräte. Je nach Einsatz sollte man zusätzlich darauf achten, wie viele Anschlüsse vorhanden sind.
  • Die Kapazität der Powerbank ist entscheidend wie oft ein Smartphone, Tablet oder Laptop geladen werden kann. Je höher die Kapazität, desto schwerer wird die Powerbank. Für Smartphones ist eine Kapazität von 10.000 Milliamperestunden (mAh) optimal, das reicht für zwei bis drei Ladezyklen, je nach Typ. Für Tablets und Laptops sollten höhere Kapazitäten gewählt werden.
  • Die Powerbank sollte die Schnelllade-Standards „Quick-Charge“ und „USB Power Delivery“ erfüllen.

Es gibt auch Powerbanks mit Solarzellen auf dem Gehäuse. Sie sollen immer und überall einsatzbereit sein. Dank Sonnenenergie sind sie komplett unabhängig von externen Energiequellen, zumindest, solange die Sonne scheint. Allerdings dauert eine vollständige Ladung über Sonnenergie mehrere Tage.

Warum entlädt sich der Akku so schnell?

Apps

Wenn sich der Akku Ihres Geräts schneller entlädt als früher, prüfen Sie, ob es möglicherweise an Ihren Apps liegt. Sie können das Beenden problematischer Apps erzwingen oder diese deinstallieren.

Der detaillierte Akkuverbrauch von Android ist nicht schwer zu finden:

  • Öffnen Sie die Einstellungen (zu erkennen am Zahnradsymbol).
  • Scrollen Sie bis zu "System" herunter. Dort tippen Sie auf den Eintrag "Akku".
  • Tippen Sie auf den Button "Akkuverbrauch", um detaillierte Infos zu erhalten.

Detaillierter Akkuverbrauch von Apple iOS:

  • Öffnen Sie die Einstellungen.
  • Scrollen Sie bis zu „Batterie“ herunter und tippen auf diesen Eintrag.
  • Im unteren Bildbereich wird die prozentuale Batterienutzung pro App angezeigt.

Temperaturen

In einem Akku laufen chemische Reaktionen ab, die temperaturabhängig sind. Es ist daher zu empfehlen, das Handy im Winter an einer möglichst warmen und trockenen Stelle in der Bekleidung zu tragen. Vermeiden Sie es im Sommer das Gerät in der prallen Sonne liegen zu lassen. Denn die Wärme sorgt dafür, dass sich der Akku schneller entlädt.

Lebensdauer

Moderne Akkus mit Lithium-Ionen überstehen 700 bis 1.000 Ladezyklen, ehe die Leistung nachlässt. Ist das Smartphone also älter als drei Jahre, kann der Akku nicht mehr seine volle Leistung bringen.

Tipps zur Akkuschonung

  1. Bildschirmhelligkeit dimmen!
    Je heller der Bildschirm Ihres Handys leuchtet, desto mehr Strom verbraucht das Smartphone. Am besten stellen Sie ein, dass das Gerät immer von selbst die ideale Bildschirmhelligkeit wählt. Zusätzlich können Sie noch aktiveren, dass der Bildschirm sich automatisch bei Nichtbenutzung ausschaltet.
  2. Ortungsdienste ausschalten.
    Die Ortungsdienste werden nicht immer benötigt. Schalten Sie daher die Ortung nur noch temporär ein, beispielsweise für die Navigation.
  3.  WLAN und Bluetooth ausschalten.
    Schalten Sie WLAN und Bluetooth aus, wenn diese Funktionen nicht gebraucht werden. Ständiges Suchen nach Netzwerken oder Geräten verbraucht viel Akkuleistung.
  4. Keine Push-Nachrichten
    Eine Push-Nachricht ist eine Hintergrundaufgabe. Die App überprüft ständig nach Aktualisierungen, beispielsweise ob neue E-Mails eingetroffen sind oder jemand Ihren Facebook-Post kommentiert hat. Vermeiden Sie daher die Funktion der Push-Nachricht.
  5. Flugzeug-Modus einstellen
    Wenn Sie im Zug oder im Auto unterwegs sind und Ihr Smartphone gerade nicht benötigen, aktivieren Sie den Flugmodus. Funklöcher und Gebiete mit schlechter Netzabdeckung und das ständige Verbinden mit anderen Funkzellen wirken sich besonders negativ auf die Akku-Laufzeit aus. Das Gerät erhöht dann automatisch seine Sendeleistung, um den Empfang zu verbessern.
  6. Apps schließen
    Drücken Sie die Apps nicht einfach nur weg, denn sonst laufen sie ständig im Hintergrund weiter. Schließen Sie die Anwendungen korrekt. (schl)

Stand: Februar 2022