Mehr Ausdauer für den Smartphone-Akku

Die Akkulaufzeit beim Smartphone ist ohnehin ein heißes Eisen - jetzt in Coronazeiten mit erhöhtem Nutzungsbedarf erst recht. Denn die Geräte sind oft gerade dann leer, wenn man sie am dringendsten braucht. Das muss nicht sein. Wir erklären, wieso der Akku sich so schnell entlädt und mit welchen Tipps die Ausdauer gesteigert werden kann.

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Smartphone wird aufgeladen (Akku)

Vorbei sind die Zeiten, als das Handy nach einer Woche immer noch zum Telefonieren genutzten werden konnte, bevor es dann wieder an die Steckdose musste. Neue Smartphones werden heutzutage fast täglich geladen. Das hängt überwiegend mit den leistungsstarken Prozessoren und den großen beleuchteten Bildschirmen zusammen. Doch was können Sie tun, wenn der Smartphone-Akku morgens noch bei 100 Prozent war – und am Nachmittag tendiert die Anzeige des Akkustands gegen null?

Warum entlädt sich der Akku so schnell?

Apps:

Wenn sich der Akku Ihres Geräts schneller entlädt als früher, prüfen Sie, ob es möglicherweise an Ihren Apps liegt. Sie können das Beenden problematischer Apps erzwingen oder diese deinstallieren.

Der detaillierte Akkuverbrauch von Android ist nicht schwer zu finden:

  • Öffnen Sie die "Einstellungen" (zu erkennen am Zahnradsymbol).
  • Scrollen Sie bis zu "System" herunter. Dort tippen Sie auf den Eintrag "Akku".
  • Tippen Sie auf den Button "Akkuverbrauch", um detaillierte Infos zu erhalten

Detaillierter Akkuverbrauch von Apple iOS:

  • Öffnen Sie die Einstellungen
  • Scrollen Sie bis zu „Batterie“ herunter und tippen auf diesen Eintrag
  • Im unteren Bildbereich wird Ihnen die prozentuale Batterienutzung pro App angezeigt.

Temperaturen:

In einem Akku laufen chemische Reaktionen ab, die temperaturabhängig sind. Es ist daher zu empfehlen, das Handy im Winter an einer möglichst warmen und trockenen Stelle in der Bekleidung zu tragen. Vermeiden Sie es dagegen im Sommer das Gerät in der prallen Sonne liegen zu lassen. Denn die Wärme sorgt dafür, dass sich der Akku schneller entlädt.

Lebensdauer:

Moderne Smartphone-Akkus mit Lithium-Ionen überstehen 700 bis 1.000 Ladezyklen, ehe die Leistung nachlässt. Ist Ihr Smartphone also älter als drei Jahre, kann der Akku nicht mehr seine volle Leistung bringen.

Tipps zum Akku sparen

Folgende Tipps können Ihnen helfen die Ausdauer des Handy Akkus zu verlängern.

  1. Bildschirmhelligkeit dimmen!
    Je heller der Bildschirm Ihres Handys leuchtet, desto mehr Strom verbraucht das Smartphone. Am besten stellen Sie ein, dass das Gerät immer von selbst die ideale Bildschirmhelligkeit wählt. Zusätzlich können Sie noch aktiveren, dass der Bildschirm sich automatisch bei Nichtbenutzung ausschaltet.

  2. Ortungsdienste ausschalten.
    Die Ortungsdienste werden nicht immer benötigt. Schalten Sie daher die Ortung nur noch temporär ein, beispielsweise für die Navigation.
  3.  WLAN und Bluetooth ausschalten.
    Schalten Sie WLAN und Bluetooth aus, wenn diese Funktionen nicht gebraucht werden. Ständiges Suchen nach Netzwerken oder Geräten verbraucht viel Akkuleistung.
  4. Keine Push-Nachrichten
    Eine Push-Nachricht ist eine Hintergrundaufgabe. Die App überprüft ständig nach Aktualisierungen, beispielsweise ob neue E-Mails eingetroffen sind oder jemand Ihren Facebook-Post kommentiert hat. Vermeiden Sie daher die Funktion der Push-Nachricht.
  5. Flugzeug-Modus einstellen
    Wenn Sie im Zug oder im Auto unterwegs sind und Ihr Smartphone gerade nicht benötigen, aktivieren Sie den Flugmodus. Funklöcher und Gebiete mit schlechter Netzabdeckung und das ständige Verbinden mit anderen Funkzellen wirken sich besonders negativ auf die Akku-Laufzeit aus. Das Gerät erhöht dann automatisch seine Sendeleistung, um den Empfang zu verbessern.
  6. Apps schließen
    Drücken Sie die Apps nicht einfach nur weg, denn sonst laufen sie ständig im Hintergrund weiter. Schließen Sie die Anwendungen korrekt.

Sollten die Maßnahmen nicht helfen, da Ihr Nutzungsverhalten mit dem Smarthone relativ hoch ist, empfehlen wir Ihnen den Einsatz von einer Powerbank (Akku zum Nachladen von Geräten). Diese gibt es in unterschiedlichen Größen und Kapazitäten im Einzelhandel und im Internet. (schl)

Stand: April 2020