Internet-Kriminalität - So schützen Sie sich

Perfider Datenklau, Produktfälschungen, grundlose Mahnungen, vermeintliche Lottogewinne: So schützen Sie sich vor Internet-Kriminalität. Damit Sie wissen, worauf Sie achten müssen, empfiehlt das VerbraucherFenster eine kostenlose aktuelle Dokumentation zum Download, die die gängigsten Spielarten von Cybercrime zusammengestellt hat - mit Rat und Hilfe.

Tastatur Weltkarte Orlando Florin Rosu - Fotolia.com_.jpg

Durchscheinende Weltkarte über einer Tastatur

Einzeltäter und kriminelle Organisationen betreiben im Internet anonym und weltweit lukrative Geschäfte auf Kosten leichtgläubiger und unvorsichtiger Nutzer. Fallen Sie nicht auf Freunde in Geldnot, russische Liebesgrüße und Angebote von gefälschten Luxusgütern herein. Unterstützen Sie keine Transferaktionen von hohen Geldbeträgen ins Ausland und sind Sie misstrauisch bei Rip-Deals auf Immobilienplattformen. Halten Sie sich beim Onlinebanking über das Smartphone zurück und erkennen Sie Polizeitrojaner.

Wie Sie die alltäglichen Gefahren von Cybercrime vermeiden, finden Sie -mit Rat und Hilfe- in der aktuellen Dokumentation "So schützen Sie sich vor Internet-Kriminalität", einer Initiative der Europäischen Kommission.

Kein Vorteil ohne Risiko

Cybercrime – also Internetkriminalität – ist eine boomende Branche, die auf ganz anderen Wegen in unsere Privatsphäre eindringt. Internetnutzer haben nahezu weltweit Zugriff auf ihre Daten und sind vernetzt mit Freunden und Geschäftspartnern rund um den Globus. Allerdings hat dieser Fortschritt auch seinen Preis. Wir hinterlassen Spuren im Internet, ohne es zu bemerken, und sind anfällig für „Angriffe“ von außen. Firewalls und Virenscanner wiegen uns in Sicherheit, bieten aber nicht in allen Fällen ausreichenden Schutz.

Firewall, Virenscanner, regelmäßige Updates

Für die Arbeit im Netz gibt es vorbeugend "Sicherheitstüren" und "Alarmanlagen" in Form von Firewall und Virenscanner in Kombination mit regelmäßigen Software-Updates. Aber es gibt keine hundertprozentige Sicherheit. Bekanntschaft mit Spam-Mails, Phishing oder Trojanern hat schon fast jeder Internetuser gemacht. Nicht selten auch mit finanziellen Folgen.

Doch was kann man tun, um nicht bei nächster Gelegenheit selbst in die Falle zu tappen?

Cybercrime: Betrugsversuche im Überblick

Damit Sie wissen, worauf Sie achten müssen und mit welchen oft unglaublichen Dingen Sie konfrontiert werden können, hat die Europäische Kommission zusammen mit dem Verein für Konsumenteninformation Österreich die gängigsten Spielarten von Cybercrime in einer Dokumentation zusammengestellt.

In dem 8-seitigen PDF-Dokument werden die gängigsten Methoden und Tricks von Internetbetrügern geschildert. Die Beispiele sind aktuell und auch von grundsätzlicher Bedeutung. Denn aus der Beratungstätigkeit ist bekannt, dass viele neue Fallen bereits bekannten alten Mustern folgen. Wer die gängigsten Tricks schon kennt und aufmerksam bleibt, kann sich schützen und geht Betrügern nicht so schnell auf den Leim.

Zum Download:  "So schützen Sie sich vor Internet-Kriminalität" 

Spam und Scam

Beispiel: Gefälschte Luxusgüter / Freunde in Geldnot / Einsame russische Frauen / Rip-Deals mit Inseraten

Phishing

Beispiel: Typosquatting und Download gefälschter Virenschutzprogramme, die selbst Viren sind / Abzock-Seiten, z. B. Routenplaner / Polizeitrojaner - Unter dem Deckmantel einer Behörde, der real nicht existierenden „Internet-Polizei“,  werden Sie eines Vergehens beschuldigt und dazu aufgefordert, durch Überweisung eines Geldbetrags die Computersperre rückgängig zu machen.

Sicherheitslücken bei Smartphones

Beispiel: Apps als Spione / Onlinebanking am Smartphone ein heikles Thema / kostenloses öffentliches WLAN in Flughäfen, Kaffeehäusern - Netze, die nicht abgesichert sind 

Tipps für den Online-Kauf 

Beispiel:  Bestellt und nicht geliefert / Online-Händler müssen "Fernabsatzrichtlinie" einhalten / Überweisungen ins Nirgendwo

Rat & Hilfe

10 Grundregeln gegen Internetbetrug

  • Wählen Sie Passwörter sorgfältig aus, wechseln Sie diese gelegentlich und geben Sie Passwörter nicht weiter!
  • Für Zahlungen im Internet nur sichere Verbindungen (https://...) verwenden, kein öffentliches WLAN benutzen.
  • Seien Sie grundsätzlich sparsam bei der Weitergabe von persönlichen Daten, besonders bei Kontodaten.
  • Alle Kontoauszüge regelmäßig kontrollieren!
  • "Sie haben gewonnen …" sollte Sie grundsätzlich skeptisch machen. Besonders, wenn Sie an keinem Gewinnspiel teilgenommen haben.
  • Keine Überweisungen an Unbekannte ohne Gegenleistung, etwa eine "Bearbeitungsgebühr", um einen "Gewinn" zu erhalten.
  • Mails von unbekannten Absendern am besten ignorieren und auch bei neugierig machendem Betreff löschen.
  • Zip-Dateien und Links in Mails von unbekannten Absendern nicht öffnen, sie können Viren und Trojaner enthalten.
  • Grobe Rechtschreib- und Grammatikfehler und abenteuerliche Geschichten in E-Mails sind ein Hinweis auf dubiose Geschäftsanbahnung.
  • Gesunden Menschenverstand walten lassen: "Zu schön, um wahr zu sein" – was unglaublich gut klingt, ist meist auch im Internet mit einem Haken verbunden.

Weitere Informationen

Europa-Hotline:  0810 - 810 225  (max. € 0.0676/Min) (Mo bis Fr von 9 bis 15 Uhr)

Quelle: Europäisches Verbraucherzentrum Österreich / 29.05.2013

Hilfreiche Adressen

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI):

Bundeskriminalamt (BKA):

Bundesministerium des Innern:

Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes:

Europäisches Cybercrime-Zentrum:

Europäische Kommission: