Internet-Abzocke: Teure Abonnements für Routenplaner

Routenplaner im Internet erfreuen sich nicht nur zur Hauptreisezeit großer Beliebtheit. Doch Vorsicht: Von unseriösen Abzockern werden Verbraucher in eine teure Abo-Falle gelockt. Wer hineintappt, erhält keine Rechnung mit Zahlungsziel, sondern eine Mahnung über 500 Euro. Die Verbraucherzentrale rät Betroffenen, die geforderten Beträge nicht zu zahlen.

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Computertastatur

Verbraucherzentrale Hessen (VZH) warnt vor ungerechtfertigten Mahnungen

Aufgrund von Beschwerden über die Routenplaner-Seiten maps-routenplaner-pro.com und maps-24-routenplaner.com warnt die VZH vor teuren Abo-Fallen. Die Masche ist folgende: Beim Aufruf einer der Seiten wird man aufgefordert, sich mit seiner E-Mail-Adresse anzumelden. Meist unterhalb der Eingabemaske befindet sich ein Button mit der Aufschrift „Registrieren“. Wer den Button anklickt, schließt nach Ansicht der Seitenbetreiber einen Vertrag über ein kostenpflichtiges Abonnement, für das 500 Euro für zwei Jahre im Voraus zu bezahlen seien. Zusätzlich ködern die Seiten Nutzer mit einem Gewinnspiel. Gibt man  seine E-Mail-Adresse ein, löst dies ebenfalls ein Abo aus.

Beim Registrierungsvorgang werden jedoch keine Hinweise wie „kostenpflichtig bestellen“ oder ähnliches angezeigt. Nutzer erhalten auch keine Rechnung mit Zahlungsziel, sondern eine Mahnung über den geforderten Betrag. Da nach Angaben der VZH der Seitenbetreiber damit gegen geltendes Recht verstoße, komme auch kein wirksamer Vertrag zustande. Verbraucher seien somit nicht zur Zahlung verpflichtet, denn nur wer einen Vertrag geschlossen habe müsse zahlen.

Nutzen Sie die genannten Seiten möglichst nicht

Die VZH rät Verbrauchern dringend von der Nutzung der Seiten maps-routenplaner-pro.com und maps-24-routenplaner.com zur Routenplanung ab. Wer trotzdem in die Falle tappt und eine Mahnung erhält, sollte den geforderten Betrag keinesfalls zahlen, so die VZH. Möglicherweise erhalten Verbraucher in der Folge auch E-Mails, in denen eine Inkassofirma damit droht, die Strafverfolgungsbehörden einzuschalten und/oder Gegenstände des Verbrauchers mit einem Kleintransporter oder einer Spedition abtransportieren zu lassen. „Lassen Sie sich davon keinesfalls einschüchtern“, rät die VZH.

Fazit

  • Die Seitenbetreiber verstoßen mit dieser Abzock-Masche gegen geltendes Recht.
  • Falls Sie in die Abo-Falle getappt sind: Ignorieren Sie Mahnungen und Drohungen und zahlen Sie die geforderten Beträge nicht.

Stand: August 2017

Quelle: Verbraucherzentrale Hessen (Pressemitteilung vom 08.08.2017)