Stromsparen im Sommer

Viele meinen, dass man nur im Winter Energie sparen kann. Doch dies geht aber das ganze Jahr über – und manches besonders gut im Sommer. Strom lässt sich sparen mit Wasserkocher statt Herd, Laptop statt PC, Lüften statt Klimaanlage. Wir haben die Sommer-Stromspartipps.

Steckdosenschalter © wetwater - Fotolia.jpg

Steckdosenleiste

Beim Thema Energiesparen denken viele an den Energieverbrauch beim Heizen im Wintern oder an den Gebrauch von Energiesparlampen. Es gibt aber noch viele weitere Möglichkeiten, wie man ganzjährig im Alltag Energie sparen kann.

Strom sparen während des Urlaubs

Sommerzeit bedeutet für viele auch Urlaubszeit. Wer mehrere Wochen abwesend ist, hinterlässt im Haus einige Energie verbrauchende Geräte, die Kosten verursachen.

Dies muss nicht sein, wenn folgende Tipps beachtet werden:

  • Elektrogeräte vom Netz nehmen, denn Stand-by-Funktionen müssen nicht laufen.
  • Heizung ausschalten, denn während des Urlaubs muss kein Warmwasser produziert werden.


Aus Sicherheitsgründen ist es sinnvoll, vor der Abreise nicht benötigte Stromkreise vom Netz zu trennen, indem die entsprechenden Sicherungen im Sicherungskasten auf „aus“ geschaltet werden, sowie die Absperrhähne für Gas und Wasser zu schließen.
 

Sonnenschutz statt Klimaanlage

Wenn es draußen heiß ist, mag man es im Haus kühl. Damit sich die Räume nicht aufheizen, sollte die Wärme erst gar nicht ins Haus gelangen.

  • Deshalb ist ausreichendes Lüften in den kühlen Morgen- und Abendstunden wichtig.
  • Tagsüber dagegen sollte die Fenster nicht geöffnet werden - auch nicht gekippt.
  • Geschlossene Fensterläden und heruntergelassene Rollläden verhindern das Eindringen von unnötiger Wärme ins Haus.
     

Werden diese Maßnahmen konsequent umgesetzt, sind Klimageräte mit ihrem hohen Energieverbrauch meist nicht nötig.

Hilfreich kann auch ein Ventilator im Raum sein. Auch wenn es zu keiner tatsächlichen Abkühlung im Raum kommt, so wird durch die Luftzirkulation die gefühlte Temperatur gesenkt. Ein Ventilator braucht zwar auch Strom, aber weniger als eine Klimaanlage.

Laptop statt PC

Laptops sind praktisch, da sie überall verwendbar und platzsparend zu lagern sind. Im Normalbetrieb ist ihr Stromverbrauch geringer als ein vergleichbarer PC. Wichtig ist beim Benutzen des Laptops, dass er auf einem ebenen Untergrund steht, damit die Lüftung richtig funktionieren kann und das Gerät nicht zu heiß wird.

Wird das eingeschaltete Gerät eine Weile nicht benutzt, kann durch das Aktivieren des Energiesparmodus Strom gespart werden.

Kühlschrank bewusst nutzen

  • Kühlschrank nur kurz öffnen
    Bei sommerlichen Temperaturen laufen Kühlschrank und Gefriertruhe auf Hochtouren. Im Kühlschrank ist eine Kühltemperatur von sieben Grad Celsius in der Regel ausreichend, für Gefriertruhen und –schränke wird minus 18 Grad empfohlen. Je weiter Kühl- und Gefrierschrank herunterkühlen müssen, desto mehr Energie wird verbraucht.

    Zur Entnahme von kühlen Getränken oder Lebensmitten wird der Kühlschrank häufiger geöffnet. Doch bei jedem Öffnen geht Energie unnötig verloren. Wer Ordnung hält im Kühlschrank, kann schneller das gesuchte Lebensmittel entnehmen als bei einer unübersichtlichen Aufbewahrung.

    Es wird weniger Energie verbraucht, wenn der Kühlschrank mehrmals hintereinander geöffnet wird als wenn über kürzere Zeit die Tür offen bleibt, da so weniger Kälte entweicht.
     
  • Abtauen statt Eisschicht
    Rechtzeitiges Abtauen der Geräte verringert den Stromverbrauch, denn bereits eine fünf Millimeter dicke Eisschicht kann den Stromverbrauch um 30 Prozent erhöhen. Die Bildung einer Eisschicht wird verhindert, wenn Lebensmittel verschlossen gelagert werden, denn bei einer unverpackt en Aufbewahrung geben sie Feuchtigkeit ab.

Wäsche trocknen: Leine statt Trockner

Wäschetrockner haben einen hohen Energieverbrauch. Wenn also die Sonne scheint und kein Regen in den nächsten Stunden zu erwarten ist, kann durch das Aufhängen der Wäsche auf Wäscheleine oder Wäscheständer im Garten oder dem Balkon viel Strom und damit Geld gespart werden. Ist die Wäsche gut geschleudert, trocknet sie schneller. Ein weiterer Pluspunkt ist der frische Geruch der Wäsche durch das Lufttrocknen.

Volle Waschmaschine bei niedrigerer Temperatur

Ein Großteil des Energieverbrauchs beim Waschen mit der Waschmaschine wird für das Aufheizen des Wassers auf die gewünschte Temperatur benötigt. Für das Waschen bei 30 Grad Celsius wird nur ein Drittel des Stroms gebraucht als für das Waschen bei 60 Grad Celsius.

Optimal ist es auch, wenn die Waschmaschine nur voll gefüllt läuft, da bei halb gefüllter Maschine meist die volle Waschmitteldosis verwendet wird und der volle Wasserverbrauch anfällt.

Heutzutage ist die Wäsche meist nicht stark verschmutzt, so dass auf die Vorwäsche verzichtet werden kann. Zudem sind die heutigen Waschmaschinen so leistungsfähig, dass allein mit dem Hauptprogramm die Wäsche sauber wird.

Ist die Wäsche nur leicht verschmutzt, reicht auch das Kurzwaschprogramm, das manche Waschmaschinen anbietet.

Kochen mit richtigem Topf und Deckel

Auch beim Kochen gibt es viele Möglichkeiten, Strom zu sparen:

  • Richtige Topf- und Deckelgröße
    Passt der Deckel zum Topf und der Topf zur Herdplatte, wird weniger Strom verbraucht als beim Kochen ohne Deckel oder bei einem zu kleinen Topf.
     
  • Rechtzeitig zurückschalten
    Durch das rechtzeitige Zurückschalten des Reglers kann das Gericht mit der Restwärme fertig gegart werden.
     
  • Wasserkocher statt Herd
    Wer für Tee, löslichen Kaffee oder auch zum Nudeln kochen heißes Wasser benötigt, macht dieses am energiesparendsten mit dem Wasserkocher heiß und nicht mit einem Topf auf dem Elektroherd. Dabei nur so viel Wasser in den Wasserkochern füllen – Mindestfüllmenge natürlich beachten – wie tatsächlich gebraucht wird. Gut zu wissen ist auch, dass günstige Produkte bis zu einer Minute weiterlaufen können, obwohl das Wasser bereits kocht. Dies kostet unnötige Energie. Abhilfe schafft hier das Ausschalten des Wasserkochers, sobald das Wasser anfängt zu kochen.
     
  • Erwärmen mit der Mikrowelle
    Wer nur ein Gericht warm machen möchte, nimmt dazu am besten die Mikrowelle. Dies geht nicht nur schneller als das Erwärmen auf dem Herd, sondern verbraucht auch noch weniger Strom.

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten, im Alltag Strom zu sparen. Jede für sich sorgt für eine kleine Senkung des Stromverbrauchs, die sich aber in der Summe bemerkbar macht. Davon profiviert nicht nur die Umwelt, sondern schont auch den eigenen Geldbeutel.

Stand: August 2017