Geschirrspüler, Kühlschrank, Waschmaschine – Welche Geräte brauchen wenig Strom und Wasser?

Strom ist teuer. Doch auf elektrische Helfer beim Waschen, Trocknen, Spülen oder Kühlen würde niemand verzichten. Umso wichtiger ist es, sparsame Geräte einzusetzen. Doch welche Geräte verbrauchen wenig Strom und Wasser? In einer kostenlos nutzbaren Online-Datenbank findet jeder Verbraucher das für ihn passende Gerät mit Angaben des Kaufpreises und der Strom- und Wasserkosten.

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Frau befüllt Waschmaschine

Es gibt kaum einen Haushalt ohne Kühlschrank, wobei die Ansprüche sehr unterschiedlich sind. So wird im Single-Haushalt ein kleiner Unterbaukühlschrank benötigt, während die mehrköpfige Familie ein Mehrzonenkühlgerät für den Wochenvorrat braucht. Auch bei anderen Elektrogeräten im Haushalt ist der Bedarf unterschiedlich und das Angebot groß.

Mit einem sparsamen Haushaltsgerät wird der Strom- und Wasserverbrauch gesenkt, wodurch die Betriebskosten reduziert und zugleich die Umwelt geschont wird. Auch wenn der Kaufpreis eines sparsamen Gerätes teurer sein mag, lohnt sich dessen Anschaffung. Die Mehrkosten beim Kauf werden durch die eingesparten Betriebskosten während der Lebensdauer des Gerätes mehr als ausgeglichen.

Großes Angebot an Elektrogeräten mit unterschiedlichem Energieverbrauch

Das Angebot an elektrischen Haushaltsgeräten im Bereich Kühlen, Gefrieren, Waschen und Trocknen ist sehr groß und damit für den Verbraucher unübersichtlich.

 Darunter sind viele Modelle, die besonders sparsam sind, aber auch solche mit einem höheren Strom- und Wasserverbrauch.

Billiger Kaufpreis wird auf Dauer teuer

Der Energieverbrauch unterscheidet sich bei vielen Geräten oft nur gering, wovon der Nutzer sich aber nicht täuschen lassen sollte:

  • Eine verbrauchsarme Kühl-Gefrier-Kombination mit 300 bis 400 Litern Fassungsvermögen spart gegenüber dem energieschlechtesten Modell in 15 Jahren insgesamt rund 1.000 Euro an Stromkosten ein, so dass sich der teurere Anschaffungspreis auf jeden Fall lohnt.
     
  • Verbraucht eine Waschmaschine pro Waschgang 20 Liter mehr Wasser, so sind dies über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren knapp 400 Euro Mehrkosten.

Online-Datenbank: Mit ein paar Klicks das sparsame Gerät finden

Die Suche nach einem neuen Geschirrspüler, Kühlschrank oder Trockner ist bei der Vielfalt des Angebots nicht einfach. Unterstützung bietet hier die Online-Datenbank www.spargeraete.de. Bei diesem kostenlosen Service erhält man nach Angabe von Kriterien eine Übersicht über die im Handel verfügbaren Geräte mit Daten zum Kaufpreis und den Strom- und Wasserkosten in 15 Jahren. Beispielhaft soll dies bei der Suche nach einem Kühlgerät erläutert werden. Zunächst ist zu entscheiden, ob ein Kühlschrank, eine Kühl-Gefrier-Kombination oder ein Gefriergerät benötigt wird. Anschließend ist auszuwählen, ob ein Stand- oder ein Einbaugerät gewünscht wird. Weitere anzugebende Entscheidungskriterien sind noch mit oder ohne Gefrierfach, Hersteller, Nettonutzinhalt, Energieeffizienzklasse, Kaufpreis, Größe, Türanschlag, Geräuschentwicklung usw. Auf diese Weise findet man schnell ein Gerät, das den individuellen Bedürfnissen des Nutzers entspricht.

Broschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2019/20“

Um dem Verbraucher eine schriftliche Orientierung beim Kauf an die Hand zu geben, wird basierend auf der Online-Datenbank einmal jährlich die Broschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte“ erstellt, in der dann Waschmaschinen, Trockner, Kühl- und Gefriergeräte mit einem geringen Strom- und Wasserverbrauch gelistet sind. Die Geräte sind nach Bauart (zum Beispiel Standmodell oder Einbaugerät) und Nutzvolumen geordnet.

Übersichtliche Tabellen geben Auskunft über Hersteller, Abmessungen sowie die zu erwartenden Betriebskosten für Strom und Wasser in 15 Jahren.

Die Broschüre "Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2019/20"

  • ist in den Beratungsstellen und Energiestützpunkten der Verbraucherzentrale Hessen kostenlos erhältlich.
  • gibt es zum Herunterladen beim Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.

Energie-Effizienz und „Euro-Label“ – hilfreich?

Aufgrund unterschiedlicher Größe, Bauart und Leistung ist ein Vergleich von Geräten hinsichtlich ihrer Energie-Effizienz nicht einfach. Hier soll für Verbraucher die Kennzeichnung mit dem Euro-Label hilfreich sein. Mit seiner Farb- und Buchstaben-Abstufung für Energieeffizienz ist leicht ersichtlich, ob es sich um ein Gerät mit einem geringen, mittleren oder hohen Wasser- und Stromverbrauch handelt.

Für den Verbraucher ist es wichtig zu wissen, dass das Euro-Label zwar die Energieeffizienzklassen D, C, B, A, A+, A++ und A+++ umfasst, tatsächlich aber bei manchen Geräten wie Waschmaschine, Spülmaschine sowie Kühl- und Gefriergerät nur noch Neugeräte mit A+, A++ und A+++ zugelassen sind. Dies bedeutet, dass nur noch Geräte mit A+++ besonders effizient sind. Geräte mit A+ sind bereits zu meiden.

(fra)

Stand: Oktober 2020
 

Tipps zum Sparen von Strom und Wasser

Kühlschrank
* Auf die Energieeffizienzklasse achten.
* Altes Gerät mit hohem Verbrauch austauschen.
* Gerät an kühlem Ort aufstellen, also nicht neben Backofen oder Spülmaschine.
* Kühltemperatur richtig einstellen.
* Gefrierfach regelmäßig abtauen.

Spülmaschine
* Spülmaschine voll befüllt laufen lassen.
* Vorspülen bei normal verschmutztem Geschirr ist meist unnötig.
* 40- und 50-Grad-Programme reichen für sauberes Geschirr meist aus.
* Energiesparprogramm verbraucht weniger Strom und Wasser, dauert aber etwas länger.

Waschmaschine
* Waschmaschinengröße an Wäscheanfall anpassen.
* Je nach Energieeffizienz kann der Ersatz des alten Gerätes durch ein neues sinnvoll sein.
* Richtige Temperaturwahl: Nicht heißer waschen als nötig.
* Möglichst mit Eco-Waschgang bzw. Sparprogramm statt Normalprogramm waschen, da dies weniger Strom und Wasser verbraucht. Es dauert jedoch etwas länger.

Trockner
* Prüfen, ob Trocknen der Wäsche auf Balkon oder in der Waschküche möglich ist.
* Mit hoher Drehzahl geschleuderte Wäsche ist schon vorgetrocknet und benötigt folglich weniger Energie beim Trocknen.
* Ein Kondensationstrockner mit Wärmepumpe hat einen geringeren Stromverbrauch als ein Ablufttrockner oder ein Kondensationstrockner ohne Wärmepumpe.
* Flusensieb regelmäßig reinigen, da ein verstopftes Sieb den Stromverbrauch erhöht.