Datensicherung von Speichermedien ist Pflicht

Alle wichtigen Bilder, Dokumente und Videos sind plötzlich verschwunden und keine Sicherungskopie vorhanden? Diese Vorstellung ist ein Alptraum. Datensicherungen werden leider allzu oft vernachlässigt. Mit kostenlosen Bordmitteln von Windows und Macintosh lassen sich Daten unkompliziert sichern.

AdobeStock_175778089.jpeg

Laptop mit externer Festplatte

Computernutzer machen eher selten eine Datensicherung ihrer Daten, das geht aus einer repräsentativen Umfrage von Ipsos hervor. Das Risiko die Daten zu verlieren, gerät dabei völlig in Vergessenheit. Nur jeder Fünfte (21 Prozent) fertigt in regelmäßigen Abständen eine Sicherheitskopie an.

Welche Ursachen können zum Datenverlust führen?

Es gibt mehrere Ursachen, wie Daten verloren gehen:

  • Datenverlust beim Arbeiten am PC
  • Daten werden versehentlich gelöscht
  • Daten werden irrtümlich überschrieben
  • Zerstörung der Daten durch Computerviren
  • Diebstahl des Laptops, Verlust des Speichermediums oder Hackerangriffe

Äußere Einflüsse auf den PC:

  • Erschütterungen des PCs beispielsweise beim Umzug
  • PC steht in der Nähe von elektromagnetischen Feldern

Folgende Lebensdauer wird für die einzelnen Speichermedien angenommen:

Speichermedium

Ursachen für Defekte/Risiken

Lebensdauer

Festplatte intern

Wärme im Betrieb

5-10 Jahre

Festplatte extern

Feuchtigkeit, Stöße, Magnetismus

10 Jahre

Festplatt SSD

Begrenzte Schreibzyklen

10 Jahre

DVD

Wärme, Licht Feuchtigkeit, Kratzer

30 Jahre

USB-Stick

Begrenzte Schreibzyklen

30 Jahre

CD-ROM

Wärme, Licht, Feuchtigkeit, Kratzer

30 Jahre

Blu-Ray

Wärme, Licht, Feuchtigkeit, Kratzer

50-100 Jahre

Cloud-Speicher

Zugriff durch Dritte, Pleite des Anbieters

Theoretisch unbegrenzt

Datensicherung mit Bordmitteln des Betriebssystems

Bei Windows:

Unter Windows stehen ab Version 7 sowohl für eine Datensicherung als auch für ein komplettes Systemabbild Bordmittel bereit. Hierüber lässt sich über den Menüpunkt „Systemsteuerung“ – „System und Sicherheit“ – „Sichern und Wiederherstellen“  eine Datensicherung einrichten. Idealerweise  nutzen sie die Datensicherung im  Zusammenspiel mit einem externen Datenspeicher. Hierfür bieten sich sowohl externe Festplatten, als auch USB-Sticks mit einer hohen Speicherkapazität an. Eine Anleitung stellt Microsoft zur Verfügung.

Ist der Funktionsumfang der Bordmittel nicht ausreichend, gibt es Alternativen – und darunter etwa die kostenlosen Programme „Cobian Backup“, „Aomei Backupper Standard“, „Personal Backup“ oder „Paragon Backup & Recovery Free“.

Bei Mac:

Beim Mac lässt sich eine Datensicherung mit dem Programm „Time Machine“ durchführen, das seit MacOS-Version 10.5 (Leopard) fester Bestandteil des Apple-Betriebssystems ist. Dazu schaltet man Time Machine ein und schließt eine externe Festplatte an. Verwendet werden können auch Netzwerkfestplatten, so kann die Datensicherung auch bequem per WLAN oder LAN durchgeführt werden. Eine genaue Anleitung zur Einrichtung von „Time Machine“ stellt Apple zur Verfügung.

Tipp:

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte immer mehr als ein Backup machen und diese an unterschiedlichen Orten lagern. Ein Ort befindet sich davon idealerweise außerhalb der eigenen vier Wände, zum Beispiel im Bankschließfach. So sind die Daten auch vor Bränden oder Wasserschäden geschützt. Auch besteht die Möglichkeit der Datensicherung in einer Cloud (siehe "Verwandte Themen").

(Stand: Januar 2019)