Rauchwarnmelder sind Pflicht – für Mieter und Eigentümer

Zwei Drittel der Haus- und Wohnungsbrände entstehen nachts, wenn die Bewohner schlafen. Dabei sterben die Opfer oft nicht durch die Flammen, sondern an den Folgen einer Rauchvergiftung. Rauchwarnmelder können Ihr Leben retten - deshalb schützen Sie sich und Ihre Familie. Das Land Hessen hat die Installation von Rauchwarnmeldern seit dem 01.01.2015 in allen Wohnungen zur Pflicht gemacht.

Rauchmelder Bertold Werkmann - Fotolia.com_.jpg

Rauchmelder an der Decke und Qualm

Brandmelder können zwar den Ausbruch oder die Ausbreitung eines Brandes nicht verhindern, kommt es aber zu einem Wohnungsbrand, machen die Geräte rechtzeitig auf die drohende Gefahr aufmerksam. Sie sichern so den nötigen Vorsprung, um in Sicherheit gelangen zu können sowie die Feuerwehr über den Notruf 112 zu alarmieren. 

Rauchwarnmelder retten Leben

Seit Januar 2015 müssen nicht nur in Neubauten, sondern auch in älteren Häusern und Wohnungen in Hessen Rauchwarnmelder angebracht sein – und zwar in allen Schlafräumen, Kinderzimmern sowie Fluren und Durchgangszimmern, die diese Räume mit dem Wohnungsausgang verbinden.

Rauchmelder verhindern keine Brände, aber sie erkennen Brandrauch und warnen Sie rechtzeitig mit einem lautstarken Signal. Zwei Drittel der Brände entstehen bekanntermaßen nachts. Aber gerade im Schlaf nehmen die Bewohner den Rauch nur eingeschränkt wahr. Wäre nicht der laute Alarmton des Rauchwarnmelders, würden viele den Rauch nicht bemerken. Dabei reichen wenige Atemzüge, um in der von Rauchgasen vergifteten Luft handlungsunfähig zu werden. 

Warum ist Brandrauch so gefährlich?

Nicht die Flammen, sondern giftige Rauchgase sind die häufigste Todesursache bei Bränden. Diese gefährlichen Gase bilden sich in der bei Beginn des Brandes und breiten sich in der Wohnung so schnell aus, dass Sie innerhalb von Sekunden die Orientierung und das Bewusstsein verlieren können. Zur Flucht aus Ihrer Wohnung bleiben Ihnen im Brandfall nur wenige Minuten. In Deutschland kommen jährlich etwa 600 Menschen durch Brände ums Leben. Hiervon entstehen die meisten in den eigenen vier Wänden. Weitere 6.000 Kinder und Erwachsene werden durch Brände verletzt. Deshalb sind Rauchmelder für eine frühzeitige Branderkennung so wichtig.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

Batteriebetriebene Rauchmelder erhalten Sie kostengünstig im Fachhandel und in Baumärkten. Achten Sie aber darauf, dass die Rauchwarnmelder über die CE-Kennzeichnung mit einem Hinweis auf die DIN EN 14604 verfügen. In größeren Wohneinheiten ist es zweckmäßig, die in den einzelnen Räumen montierten Brandmelder durch eine Funk- oder Drahtverbindung zusammenzuschalten. In diesem Fall werden bei der Auslösung eines einzelnen Rauchwarnmelders auch die akustischen Signale aller anderen Rauchwarnmelder automatisch aktiviert.

Wie werden Rauchwarnmelder montiert?

Die batteriebetriebenen Geräte können problemlos selbst nachträglich in der Wohnung montiert werden und erfordern keinen großen Installationsaufwand. Sie lassen sich leicht durch Kleben oder Schrauben in der Wohnung anbringen. Da der Brandrauch nach oben steigt, muss der Rauchwarnmelder auf jeden Fall an der Decke, möglichst in der Raummitte, angebracht werden. Der Mindestabstand der Melder zu Wänden und Raumteilern sollte 50 cm nicht unterschreiten.


Nicht vergessen ...

  • Im Brandfall alarmieren Sie bitte sofort Ihre Feuerwehr unter:  Notrufnummer 112
  • Für Auskünfte stehen Ihnen die örtlichen Feuerwehren und Brandschutzdienststellen zur Verfügung.

Stand: September 2019