Mähroboter – den Rasen einfach mähen lassen

Wenn das Gras wächst, kann das Rasenmähen lästig werden. Ein Mähroboter könnte zum Gartenhelfer werden. Worauf ist bei der Anschaffung zu achten?

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Nahaufnahme eines Mähroboters der auf Gras steht

Viele Menschen sehen in der Gartenarbeit eine willkommene körperliche Abwechslung zum Büroalltag oder langen Pendelwegen. Doch am Rasenmähen scheiden sich die Geister. Für manche ist das wiederkehrende Abfahren der Rasenfläche eine Tätigkeit, die gerne delegiert werden soll. Roboter bieten sich daher an.

Beschaffenheit der Rasenfläche

Wer sich für einen Mähroboter interessiert, sollte zuerst prüfen, ob sich die betreffende Fläche überhaupt für einen Roboter eignet. Drei Faktoren spielen dabei eine besondere Rolle:

  • Größe der Rasenfläche
  • Neigung des Geländes
  • Zuschnitt der Fläche(n)

Schon beim Kauf sollten die Herstellerangaben genau geprüft werden, für welche Flächengröße der Anbieter das Gerät ausgelegt hat. Ist der Akku für die vorgesehene Fläche zu klein dimensioniert, wird der Roboter Probleme bekommen das Gras abschließend zu mähen. Auch ein zu großer Neigungswinkel der Rasenfläche kann den Roboter in Schwierigkeiten bringen. Zum einen kann die Motorisierung an der Steigung scheitern oder die eingebauten Sensoren signalisieren dem Gerät, dass es vor einem Hindernis steht. Mähroboter orientieren sich in der Regel per Grenzdraht oder Flächensensor in ihrer Umgebung. Werden die Teilstücke der Rasenfläche zu klein oder zu verwinkelt, kann es dazu kommen, dass der Roboter sich festfährt. Auch sollten mögliche Verbindungswege zwischen zwei Teilflächen ausreichend breit und eben sein, damit der Roboter sie befahren kann. Neben diesen maßgeblichen Punkten sollte vor dem Kauf aber auch bedacht werden, wo das Gerät in den Mähpausen geparkt werden soll. Im Idealfall ist der Platz überdacht und der Mäher kann sowohl vor praller Sonne als auch Nässe geschützt werden.

Zeitersparnis wird überschätzt

Ein Kaufgrund für einen Mähroboter ist häufig der Wunsch, sich die Zeit für das Rasenmähen zu sparen. Doch sollte nicht übersehen werden, dass auch Roboter Pflege, Wartung und vor allem Überwachung brauchen. Ist der Rasen nach einem Regen zu feucht und der Roboter beginnt trotzdem seine programmierte Mäharbeit, dann kann es schnell dazu kommen, dass das Gerät danach aufwendig gereinigt werden muss, da es mit nassen Grasresten verklebt ist. Auch kann es immer wieder zu Störungen kommen, die den Rasenschnitt vorzeitig beenden. Dann muss durch den Anwender das Gerät überprüft und wieder in Gang gesetzt werden. Auf jeden Fall sollte vor Anschaffung abgeklärt werden, ob in allen Fällen einer Störung das Mähwerk automatisch abschaltet beziehungsweise die manuelle Notabschaltung verlässlich funktioniert. Einfach den Stecker ziehen, wie bei einem kabelgebundenen Mäher, um mit Sicherheit einen Spontanstart auszuschließen, ist bei einem Roboter nicht möglich.

Häufig wird unterschätzt , dass die Geräte länger brauchen eine bestimmte Fläche zu mähen, als wenn dies durch einen herkömmlichen Mäher geschieht. Daher fahren die Geräte zum Teil mehrfach die Woche die Rasenfläche ab. Dies kann bei gleichzeitiger Rasennutzung durch die Gartenfamilie oder für die direkte Nachbarschaft störend sein.

Mit Sicherheit unterwegs

Viel Aufwand wird von den Herstellern betrieben, um mögliche Gefahrenquellen durch den Betrieb des Gerätes auszuschließen. Doch sollten sich Anwender nicht blind auf eine hundertprozentige Sicherheit verlassen. In einem Warentest von April 2022 wertete die Stiftung Warentest Roboter, die gute Mähergebnisse gezeigt hatten ab, weil die Geräte einen Prüf-Kinderarm aus Buchenholz anschnitten, der ein Untergreifen des Gerätes durch ein Kind simulieren sollte. Laut Magazin sei dies zwar kein alltägliches Szenario, doch zeige es, dass mögliche Unfälle nicht vollends ausgeschlossen werden könnten.

Auch tierische Gartenmitbewohner wie Frösche, Eidechsen oder Igel sind mit dem Einsatz eines Mähroboters einer Gefahrenquelle ausgesetzt. Vor einem Einsatz des Gerätes ist daher zu bedenken, in welcher Umgebung und zu welcher Zeit der Roboter zum Einsatz kommt und ob sich mögliche Unbeteiligte im Umfeld des Gerätes aufhalten können.

Steuerung per App

Wer seinen Mähroboter gerne gezielt steuern möchte, sollte darauf achten, dass eine App-Steuerung den Zugriff auf das Gerät komfortabel zulässt: So können Gartenfreunde etwa die Einsatzzeiten des Gerätes gezielt bestimmen. Dies ermöglicht die vorzeitieg Einstellung der Mähzeiten, sodass beispielweise im Herbst, wenn in früh einsetzender Dämmerung ein Igel unterwegs ist, der Mäher in seiner Mini-Garage stehen bleibt. (eck)

Stand: Mai 2022