Vorsicht bei Airbnb und Co. vor Betrug

Eine Reiseunterkunft beim Privatanbieter ist oft günstiger als ein Hotel und entsprechende Vermittlungsportale liegen im Trend. Doch Vorsicht vor vermeintlichen Schnäppchenpreisen für die Urlaubsunterkunft. Wie funktioniert die Masche und was sollte man beachten?

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Smartphone mit Airbnb

Online-Vermittlungsportale für Unterkünfte

Anstatt sich in Hostels oder Hotels einzuquartieren, buchen viele Reisende ihre Unterkünfte mittlerweile über Airbnb, wimdu oder 9flats. Dabei handelt es sich um Online-Vermittlungsportale für private Unterkünfte. Reisende bekommen auf den Portalen günstige Zimmer, Wohnungen und Häuser von privaten Vermietern angeboten. Die Kommunikation mit dem Vermieter und Bezahlung läuft  dabei über das jeweilige Portal. Zusätzlich können Bewertungen für die angebotene Unterkunft aufgerufen werden. Die Portale finanzieren sich über Provisionen - sowohl der Vermieter als auch der Gast zahlen Gebühren. Beispiel: Bei Airbnb wird den Vermietern eine Service-Gebühr von drei Prozent der Miete abgezogen. Für Gäste liegt diese Gebühr in der Regel zwischen sechs und zwölf Prozent.

Vorsicht bei vermeintlichen Schnäppchenpreisen!

Bei der hohen Nachfrage werden natürlich auch Kriminelle angelockt. So werden vermeintlich günstige Unterkünfte mit gefälschten Bewertungen von Betrügern angeboten. Der Verbraucher wird zudem bei der Buchung dazu aufgefordert außerhalb der Plattform per E-Mail mit dem Vermieter zu kommunizieren, um die Provision des Portals zu umgehen. Wer daraufhin bucht, erhält zwar eine Bestätigung mit dem vereinbarten Schnäppchenpreis, allerdings ist als Zahlungsmittel nur eine Überweisung ins Ausland möglich. Diese kann nach erfolgter Zahlung nicht rückgängig gemacht werden, warnt Tatjana Halm, Rechtsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Kommunikation und Bezahlung immer über das Portal abwickeln

Die Experten der Verbraucherzentrale Bayern raten, gar nicht erst auf solche Angebote zu antworten. Die Bezahlung und Kommunikation mit dem Vermieter sollte ausschließlich über das Portal und ein entsprechendes Kontaktformular laufen. „Will der Vermieter das Geld auf ein ausländisches Konto oder per Überweisung über Zahlungsdienste wie Western Union erhalten, deutet dies auf betrügerische Machenschaften hin“, sagt Tatjana Halm.

Wie erkennt man Betrugsangebote?

Damit man nicht auf ein Betrugsangebot reinfällt, sollte man das Profil des Vermieters anschauen. Seriöse Anbieter sind meistens verifiziert. Das bedeutet, dass ihre Identität von Airbnb überprüft wurde. Dazu kann ein eingescannter Ausweis als Nachweis dienen. Der Vermieter bekommt dafür das "Verifizierte Identifikation"-Abzeichen im seinem Profil.

Achten Sie zudem auf ordentliche Fotos. Bei verwackelten Handybildern sollte man vorsichtig sein. Airbnb bietet einen kostenlosen Fotoservice für Vermieter an. Dabei werden professionelle Aufnahmen von der Unterkunft gemacht. Die Bilder von Airbnb-Fotografen sind anschließend mit einem "Verified Photo"-Wasserzeichen gekennzeichnet.

(Stand: April 2019)