Sichere Urlaubszeit: Tipps zum Schutz vor Dieben und Betrügern

Diebe und Betrüger sind immer unterwegs, besonders in der Urlaubszeit. An beliebten Urlaubsorten finden sie ihre Opfer: Touristen, die in lockerer Urlaubsstimmung sind und sich unvorsichtig verhalten. Mit welchen Tricks arbeiten Langfinger und Trickdiebe? Wie schützt man sich vor Diebstahl? Die Tipps der Polizei sorgen für einen sicheren und schönen Urlaub.

ueberfuellter Strand Brenton W Cooper - Fotolia.com_.jpg

Menschenmassen am Strand

Langfinger und Trickbetrüger sind vor allem in der Urlaubszeit aktiv. Denn dann finden sie an beliebten Urlaubsorten viele potentielle Opfer, die sie bestehlen oder denen sie gefälschte Markenartikel verkaufen können. Die Polizei gibt Tipps, wie sich Urlauber schützen können, damit der Traumurlaub nicht zum Albtraum wird.

Am Urlaubsort angekommen, freut sich jeder auf entspannte Tage und Erholung vom stressigen Alltag. Doch beim Thema Sicherheit sollten Urlauber weiterhin aufmerksam bleiben. Denn sonst kann schnell der Geldbeutel gestohlen oder das Auto ausgeraubt werden. 

Sicherheitsvorkehrungen vor Urlaubsantritt

Vor Urlaubsantritt sind bereits die ersten Sicherheitsmaßnahmen zu treffen:

  • So sollten von den wichtigsten Reisedokumenten wie Pass, Tickets, Kreditkarten oder Impfausweis Kopien erstellt und an separater Stelle im Gepäck mitgeführt werden. Im Falle eines Verlustes sind dann die wichtigsten Daten vorhanden.
  • Auch die Daten von Handy und anderen digitalen Medien sind regelmäßig zu sichern, damit bei Verlust des Gerätes die Daten als Kopie vorliegen. Auch die gespeicherten Kontaktdaten wie Telefonnummer sind dann noch vorhanden.

So schützen sich Urlauber vor Diebstahl und Betrug

  • Zahlungsmittel, Ausweise und Dokumente sind bei der Fahrt direkt am Körper zu tragen. Nach der Ankunft am Urlaubsort werden sie am besten bei der Hotel- oder Campingplatzverwaltung zur sicheren Verwahrung abgegeben.
  • Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte Zahlungsmittel und Ausweispapiere in Brustbeuteln, in verschlossenen Innentaschen der Kleidung oder in unsichtbaren Gürteltaschen aufbewahren. Im Rucksack sind wichtige Gegenstände nicht zu deponieren, da dessen Fächer bzw. Außentaschen für Diebe leicht zugänglich sind.
  • Wertgegenstände oder Ausweispapiere nie unbeaufsichtigt lassen, auch nicht im Fahrzeug. Dies gilt auch für kurzzeitiges Verlassen des Autos bei Pausen oder beim Tanken.
  • Misstrauen ist angebracht, wenn sie gebeten werden, auf Landkarten den Weg zu erklären oder wenn Ihnen vermeintliche Schäden am Auto gezeigt werden. Mit diesen Tricks werden Fahrer und Mitfahrer aus dem Auto gelockt, so dass die Diebe leichter Wertsachen aus dem Auto stehlen können.
  • Keine Wertgegenstände im Bus zurücklassen, wenn Urlauber bei Busreisen- zum Beispiel während der Pause oder zu Besichtigungsaufenthalten - den Bus verlassen. Möglich ist dies nur, wenn der Busfahrer oder eine andere vertrauenswürdige Person auf die Sachen achtet.
  • An Bahnsteigen und Flughäfen das Gepäck nie unbeaufsichtigt lassen. Bereits bei einer kurzen Unachtsamkeit zum Beispiel während des Fahrkartenkaufs oder bei Telefonaten greifen Diebe blitzschnell zu.

Umgang mit Geld

  • Nur so viel Bargeld mitnehmen wie nötig ist. Beim Bezahlen darauf achten, dass niemand sehen kann, wie viel Geld oder Kreditkarten mitgeführt werden. 
  • Kein Geld an Geldautomaten abheben, die ungewöhnlich aussehen wie zum Beispiel durch angebrachte Leisten oder Verblendungen, lockere Teile oder Klebereste rund um den Kartenschlitz.
  • Die PIN für die Zahlungskarte nie im Geldbeutel notieren und erst recht nicht auf der Zahlungskarte selbst.
  • Ist die Zahlungskarte verloren gegangen oder gestohlen worden, sollte diese unverzüglich gesperrt werden. Schnell geht dies über den bundesweiten Sperr-Notruf (0049) 116 116.
  • Zur Sperrung von Bank- und Kreditkarten gibt es in Deutschland, aus den USA oder aus anderen Ländern für Master-Card, Visacard, American Express oder Diners Club teilweise unterschiedliche Telefonnummern.
  • Unter „Kartensperrung“   auf www.kartensicherheit.de sind die wichtigsten Telefonnummern aufgelistet.

Vorsicht vor gefälschter Ware

Auf offener Straße, am Strand oder auf dem Basar werden Waren von „fliegenden Händlern“ angeboten. Misstrauen ist angebracht, wenn Markenware wie Uhren, Schmuck oder Kleidung günstig angeboten wird. Häufig handelt es sich um Fälschungen. Auch angebotene Eintrittskarten können ungültig sein. Geld sollte auch nur bei Banken und nicht auf der Straße getauscht werden. Beim Geldtausch auf der Straße ist das Risiko groß, Falschgeld zu erhalten oder Geldbündel aus Zeitungspapier, die nur oben und unten echte Scheine haben.

Auch im Faltblatt "Langfinger machen niemals Urlaub! Diebstahl und Raub auf Reisen"   gibt die Polizei hilfreiche Tipps rund um den sicheren Urlaub. 

Stand: Oktober 2018