Lohnt sich eine frühe Urlaubsbuchung?

Zu Anfang eines Jahres planen viele Verbraucher bereits ihren Urlaub für die Sommerferien. Da kommen so genannte Frühbucherrabatte der Reiseveranstalter gerade recht. Doch lohnt sich eine so frühe Buchung wirklich? Oder sind Last-Minute-Angebote die bessere Alternative?

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Strand in den Tropen

„Der frühe Vogel fängt den Wurm…“

Der frühe Bucher macht oft das beste Schnäppchen. Viele Pauschalreiseveranstalter bieten Kunden, die sich bereits Anfang des Jahres auf ein Reiseziel festlegen können und wollen, besonders günstige Konditionen an. Weiterer Vorteil: Beim Angebot können Reisewillige noch aus dem Vollen schöpfen. Dies gilt jedoch nicht nur für Pauschalreisen. Individualreisenden bieten zumindest einige Hotels Frühbucherrabatte an, und auch hier ist die Auswahl zu Jahresbeginn am größten.

Anders verhält es sich bei den Airlines: Hier profitieren häufig nur Pauschalreisende von einer sehr frühen Ticketbuchung. Alle anderen gehen bezüglich möglicher Rabatte oft leer aus, zumindest wenn es sich um Auslandsflüge handelt. Da bei der Buchung in der Regel auch der Ticketpreis fällig wird, lohnt sich eine sehr frühe Flugbuchung nicht unbedingt. Bei Inlandsflügen kann sich hingegen eine Buchung etwa zwei Monate vor dem Abflugtermin lohnen. Dann sind die Preise oft am niedrigsten.

Wer im Internet nach dem optimalen Zeitpunkt für eine Flugbuchung sucht, wird bei verschiedenen Hilfstools wie „Google Flights“, „Skyscanner“, „Kayak“, „Momondo“ und anderen fündig. Nicht zu vergessen: Man kann selbstverständlich auch bei den Airlines direkt suchen und buchen. Grundsätzlich gilt: Mit der Ticketbuchung sollte man auch nicht zu lange warten, denn etwa zwei Wochen vor dem Reisetermin steigen alle Ticketpreise deutlich.

Und was ist mit „Last Minute“?

Wer warten kann, will oder muss, konnte zumindest früher mit Last-Minute-Angeboten gut sparen. Vor allem natürlich dann, wenn man bezüglich der Wahl des Reiseziels flexibel ist. Heutzutage gibt es nur wenige echte Schnäppchen, die man „auf den letzten Drücker“ ergattern kann. Das liegt zum einen daran, dass viele Pauschalanbieter inzwischen die Nachfrage der Verbraucher für viele Ziele insbesondere zu den Hauptferienzeiten recht genau kennen und damit die Kontingente entsprechend planen und einkaufen.

Nicht selten werden aber auch reguläre Angebote als „Last Minute“-Schnäppchen angepriesen.  Allerdings: Nur Angebote, die man 14 oder weniger Tage vor dem Beginn der Reise buchen kann und die preislich unterhalb des regulären Tarifs angeboten werden, dürfen als „Last Minute“ bezeichnet werden. Ansonsten handelt es sich um Etikettenschwindel. Verbraucher sollten daher die Angebote sorgfältig prüfen und vergleichen.

 Stand: Februar 2018