Die (un)sichersten Reiseziele 2017

Wohin soll die Reise gehen? Terroranschläge, politische Unruhen und Entführungen verunsichern – besonders kurz vor der Urlaubssaison. Der Riskmap Report zeigt Sicherheitsrisiken für Länder weltweit auf und erleichtert die Reiseplanung.

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Plastikflugzeug auf Reisepass

Was ist der Riskmap Report?

Der Riskmap Report ist eine Kombination aus einer Analyse des vergangenen Jahres 2016 und einer Prognose für das bestehende Jahr 2017 bezüglich des Sicherheitsrisikos für Reisende weltweit. Neben Untersuchungen zur aktuellen politischen Lage, Faktoren wie Terrorgefahr, Überfälle, Betrugsvergehen schließt der Report auch Entführungen mit ein. Das Ergebnis wird anschließend in die fünf Risikostufen unerheblich, gering, mittel, hoch und extrem unterteilt und mittels einer interaktiven Weltkarte, der Travel Risk Map, dargestellt. Darüber hinaus kann zwischen zwei weiteren Karten ausgewählt werden: Die Medical Risk Map zeigt die weltweite medizinische Versorgung auf, das Sicherheitsrisiko bezüglich der Straßenverhältnisse bildet die Road Safety Risk Map ab.

Europa gehört zu den sicheren Reisezielen

Laut Riskmap Report birgt das Reisen in Europa die geringsten Gefahren. Auf der Travel Risk Map erhielten die skandinavischen Länder sowie Luxemburg, Slowenien und die Schweiz die Bewertung „unerheblich“ – diese Länder gelten demnach als am sichersten. Doch auch alle weiteren westeuropäischen Staaten wurden mit einem geringen Sicherheitsrisiko eingestuft.

Lediglich einzelne Staaten in Osteuropa wurden mit einem höheren Sicherheitsrisiko bewertet. So gilt für Reisen im Kosovo, im Großteil der Ukraine, im Osten Moldaviens und in der östlichen Türkei ein mittleres Reiserisiko.

Die Grenzgebiete von Armenien, der Westen von Aserbaidschan, Teile von Georgien und der Grenzbereich der Türkei zu Syrien und dem Irak stellen hingegen eine hohe Gefahrenzone für Reisende dar. Als extrem unsichere Reiseziele werden von den Herausgebern des Riskmap Reports International SOS und Control Risks die östlichen Grenzgebiete der Ukraine eingestuft. Gründe für das Sicherheitsrisiko sind politische Unruhen und teilweise bewaffnete Auseinandersetzungen.

Sichere Reiseziele außerhalb Europas

Weltweit gesehen ist das Reiserisiko dem Bericht zufolge in den folgenden Ländern als niedrig eingestuft:

  • Australien
  • Neuseeland
  • Nordamerika
  • Teile Südamerikas: Argentinien, Chile, Uruguay
  • China
  • Japan
  • Afrika: Sambia, Botswana, Namibia, Ghana, Senegal, Malawi, Marokko
  • Großteil des Irans
  • Arabische Emirate
  • Oman
  • Usbekistan
  • Teile Südostasiens: Vietnam, Thailand, Großteil Malaysia

Die gefährlichsten Länder

Einem extrem hohen Risiko setzen sich Reisende in den Staaten Afghanistan, Irak, Syrien, Teile Pakistans, Jemen, Libyen, Somalia, Mali, Zentralafrikanische Republik, Teile des Sudans, Südsudan und der Demokratischen Republik Kongo aus. Vor Reisen in diese Länder sowie für einige weitere warnt auch das Auswärtige Amt und spricht Reisewarnungen oder Teilreisewarnung aus.

Auch beliebte Urlaubsländer gelten als zum Teil unsicher: Gebiete in Mexiko, Kolumbien, Kenia und Ägypten. Hier herrscht ein hohes Reiserisiko oder aber Risiken aufgrund von politischen Instabilitäten und der Gefahr möglicher Terroranschläge.
Südafrika und Brasilien werden in den Punkten Sicherheit und politisches Risiko als mittel eingestuft.
In Thailand herrscht zwar ein geringes Sicherheitsrisiko für Reisende, dafür aber in Teilen ein hohes politisches.

Länder mit höchstem Gesundheitsrisiko

Auch eine mangelnde medizinische Versorgung oder Epidemien können für Reisende zu einem Sicherheitsrisiko werden. Dabei bestehen die größten gesundheitlichen Risiken bei Ländern in Afrika sowie Irak, Afghanistan, Syrien und Nordkorea.

Risiko: Straßenverkehr

Die schlechtesten Straßenverhältnisse mit dem größten Risiko für Reisende gibt es nach dem Riskmap Report ebenfalls in den meisten afrikanischen Staaten, in Thailand, Vietnam, Saudi-Arabien, Oman, Iran und Kasachstan sowie der Dominikanischen Republik. Immer noch hoch ist das Risiko bezüglich der Straßenverhältnisse in China, Russland, der Mongolei, Malaysia, Myanmar, Marokko, Brasilien, Bolivien, Ecuador, Paraguay, Guatemala, Yemen und Irak.

Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes

Unabhängig des Reisezieles und der Dauer des Aufenthalts im Ausland empfiehlt das Auswärtige Amt deutschen Staatsangehörigen sich in eine sogenannte Krisenvorsorgeliste einzutragen. Dies findet im Rahmen einer freiwilligen Maßnahme statt. Auf diese Weise kann, im Falle von Krisen- und Ausnahmesituationen, schneller Kontakt zu deutschen Staatsbürgern aufgenommen werden.

Hier geht es zur interaktiven Riskmap mit allen Informationen zu den Ländern.

Stand: Mai 2017