Pausenfrühstück: Nahrhafter Kick für Kopf und Körper

Mit einem Pausenbrot voller Vitalstoffe wird das Gehirn fit und der Stoffwechsel angekurbelt. Wie sieht eine gesunde Pausenmahlzeit aus, die Kinder auch gern essen? Wie bleibt alles frisch?

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belegtes Brot

Das gesündeste Pausenbrot bringt nichts, wenn das Kind es nicht mag. Damit die Zwischenmahlzeit auch gegessen wird, muss sie nicht nur gut schmecken, sondern auch nach Stunden noch frisch und appetitlich aussehen.

Richtiges Frühstück fördert die Konzentration

Lernen ist anstrengend. Deshalb sollten Kinder zu Hause frühstücken und so gestärkt in den Unterricht starten. Doch in der großen Pause braucht ihr Körper Nachschub, um weiter fit und leistungsfähig zu sein. Denn mit einem knurrenden Magen sinken Konzentration und Aufnahmefähigkeit. Der Snack sollte deshalb ausreichend Nähr- und Vitalstoffe wie Eiweiß, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe enthalten, um die Energiespeicher aufzufüllen und das Kind gut durch den Vormittag zu bringen.

So kommt Abwechslung ins Pausenfrühstück

Kinder haben dann Lust auf ihr Pausenbrot, wenn es immer wieder mal anders schmeckt. Daher spielt Abwechslung in der Brotdose eine wichtige Rolle. Dank der großen Auswahl an Brot, Brötchen und am Belag ist dies auch gar nicht schwierig.

  • Brot und Brötchen in vielen Variationen
    Es gibt viele verschiedene Brottypen wie Roggenbrot, Mehrkornbrot oder Vollkornbrot. Variationen bringen auch Brotsorten mit Körnern wie Leinsamen, Sesam, Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne. Dies gilt natürlich auch für Brötchen.
    Zu bevorzugen sind Backwaren, die mit Vollkornmehl oder einem Mehl mit einer höheren Typenzahl gebacken wurden, da sie länger saftig bleiben. Zudem sind sie auch gesünder wegen des höheren Vitamin- und Mineralstoffgehaltes. Die enthaltenen Ballaststoffe sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel nur langsam abfällt und das Kind sich besser konzentrieren kann. Zudem fühlt es sich länger gesättigt.

    Hellere Backwaren mit einem höheren Weizenmehlanteil wie Kaiserbrötchen oder Brezeln sollten besser nicht mitgegeben werden, da sie schneller austrocknen als dunkle Backwaren und weniger wertvolle Nährstoffe enthalten.
  • Abwechslung beim Belag
    Der Brotbelag darf nicht eintönig sein. Damit ein Kind gerne ins Brot beißt, sollte das Brot oder Brötchen mal mit Käse oder Aufschnitt belegt, mal mit cremigen Aufstrichen zubereitet werden. Wird das belegte Brot dann noch aufgepeppt mit Kräutern, Salatblättern oder bunten Gemüsestreifen, schmeckt es lange frisch.
     
  • Auf den Fettgehalt achten
    * Fettarme Wurst- und  Fleischwaren wie Bierschinken, Kochschinken, Kasseler und Putenbrustaufschnitt sind zu bevorzugen. Auf Salami und Mettwurst besser verzichten.
    * Als Käse sind Hart- oder Schnittkäse (zum Beispiel Camembert, Edamer, Gouda, Tilsiter, Mozzarella) mit einem Fettgehalt von maximal 50 Prozent Fett in der Trockenmasse empfehlenswert. Käse ist besonders gut, enthält er neben dem Kalzium für die Knochen auch wertvolles Eiweiß fürs Wachstum.
    * Vegetarische Brotaufstriche, zum Beispiel mit Kräutern, Paprika oder Tomate.

Vitamine im Pausenfrühstück

Zu jedem Pausenfrühstück gehören Obst und Gemüse, da sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind, am besten klein geschnitten. Kinder essen mehr Obst und Gemüse, wenn es ihnen mundgerecht serviert wird.

  • Gemüse wie Möhren, Kohlrabi, Gurken, Paprika oder Zucchini lassen sich leicht in kleine Stücke schneiden. Auch Radieschen oder Cocktailtomaten sind ideal zum Mitgeben.
     
  • Obst, das zum Mitgeben geeignet ist, gibt es in großer Vielfalt. Beeren wie Erdbeeren, Himbeeren oder Heidelbeeren müssen nur gewaschen werden, bevor sie in die Brotbox gelegt werden. Auch kernlose Weintrauben sind bei Kindern beliebt. Äpfel, Birnen, Aprikosen oder auch Nektarinen werden in Spalten geschnitten. Am besten wird zu saisonalem Obst gegriffen, da man dann sicher sein kann, dass es nicht beziehungsweise weniger mit Schadstoffen belastet ist.

So bleibt das Essen frisch und lecker

Ein trockenes Brot, ein aufgeweichtes Brötchen oder matschiges Obst isst niemand gern. Auch werden Erdbeeren verschmäht, die nach Essig schmecken. Dies passiert dann, wenn bei mangelnder Trennung Essiggurken mit den Früchten Kontakt haben.

Für die Schule sind Brotboxen ideal, die mehrere Fächer für Brot, Obst und Gemüse haben. Am besten ist es, wenn die Fächer bei geschlossener Box komplett luftdicht sind, um eine unerwünschte Geruchsübertragung zu vermeiden. Natürlich sollte die Brotdose auch gut zu öffnen und zu schließen sowie zu reinigen sein. Für einen Erstklässler mit nur einer Pause kann die Dose kleiner sein als für Schüler mit zwei Vormittagspausen und Nachmittagsunterricht.

Immer wieder etwas Neues ausprobieren – das Auge isst mit

Statt ein Brot zu belegen, können auch Brotspieße mitgegeben werden, bei denen verschiedene Brotstücke abwechselnd mit Käse, Wurst- und Gurkenscheiben, Paprikastreifen oder Cocktailtomaten aufgespießt werden.

Eine ausgefallene Dekoration macht auch mehr Lust auf den Pausensnack. Wird das belegte Brot mit einem lustigen Gesicht aus zwei Radieschenscheiben (Augen) und einem gelben Paprikastreifen (Mund) garniert, wird es gleich doppelt so gern gegessen. Gerade jüngere Schulkinder freuen sich über eine lustige Dekoration.

Jeden Tag Äpfel und Möhren sind langweilig. Das muss auch gar nicht sein. Schließlich gibt es ein großes Obst- und Gemüseangebot, das je nach Jahreszeit variiert werden kann. So sind Trauben im Herbst, Mandarinen im Winter oder Erdbeeren in den Sommermonaten eine gute Alternative. Auch Nüsse und Trockenobst eignen sich für eine abwechslungsreiche Pausenverpflegung.

So sind Kinder immer wieder freudig überrascht, wenn sie etwas Neues in ihrer Brotdose finden.

Ausreichend Trinken

Damit die Konzentration nicht nachlässt, brauchen Kinder genügend Flüssigkeit. Deshalb gibt man am besten Wasser mit in die Schule, auch ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sind zu empfehlen. Am besten eignen sich dafür bruchsichere Flaschen, die in der Spülmaschine gereinigt werden können. Natürlich müssen sie auch leicht zu schließen und dicht sein, damit Hefte und Bücher nicht durch auslaufende Flüssigkeiten beschädigt werden. Auch wenn manches Kind Cola- und Limogetränke liebt, solche Erfrischungsgetränke sind zum Durstlöschen aufgrund des Zucker- oder Koffeingehaltes nicht geeignet und haben somit nichts im Schulranzen verloren. Dies gilt auch für Fruchtsaftgetränke und Nektare.

Und was ist mit Süßigkeiten?

Süßigkeiten sollten möglichst nicht als Pausenfrühstück verzehrt werden. Sie enthalten viele Kalorien durch Zucker und/oder Fett und nur wenig Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Falls Ihrem Kind in einer besonderen Situation doch etwas Süßes gut tut, sind Müsliriegel eine gute Empfehlung statt Schokolade. Und wenn sich am Tag einer schweren Klassenarbeit gelegentlich zwei Gummibärchen in die Brotdose „verirren“, so ist die Freude beim Kind darüber bestimmt größer zu bewerten als die wenigen Zuckerkalorien. (fra)

Stand: August 2019