Entschädigungen bei Flugärger - jetzt noch einfacher und bequemer an sein Geld kommen

Die „Flugärger-App“ unterstützt Verbraucher dabei ihre Rechte einzufordern. Die Anwendung ermöglicht es, Ansprüche nach der EU-Fluggastrechte-Verordnung bequem und kostenlos zu berechnen und bei der Airline geltend zu machen. Mit der App können Reisende mit ein paar Klicks die Ticketkosten bequem und rechtskonform von der Fluggesellschaft zurückfordern und weitere Ansprüche geltend machen.

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Flugärger-App auf Smartphone

Die Sommerferien stehen vor der Tür, die Reisezeit beginnt und nach zwei Jahren Pandemie haben viele Verbraucher wieder Lust in die beliebten Urlaubsregionen zu fliegen. Doch wird die schönste Zeit im Jahr aktuell überschattet von Verspätungen und langen Warteschlangen an Check-in-Schaltern, vor der Gepäckabfertigung und den Sicherheitskontrollen am Flughafen.  Viele Flugbuchungen wurden sogar bereits vor Wochen von den Airlines gestrichen. Grund ist ein akuter Personalmangel beim Flug- und Bodenpersonal. Eine App der Verbraucherzentrale NRW kann zum Beispiel dabei helfen aufzuzeigen, welche Ansprüche Flugreisende in Folge dessen bei einem verpassten Anschlussflug durch Verspätung haben und Entschädigungen geltend machen.

Erleichterung für Verbraucher

Mit der Flugärger-App können Verbraucher die persönlichen Fluggastrechte bereits dann prüfen, wenn ein in der Zukunft liegender Flug - zum Beispiel bedingt durch Corona-Einschränkungen - von der Airline annulliert wird oder nicht angetreten werden soll.

Laut der EU-Fluggastrechte-Verordnung haben Flugreisende Ansprüche, falls etwas bei einer Flugreise schiefgeht, wenn es also Verspätungen über drei Stunden oder zu kurzfristigen Annullierungen kommt. Entscheidend ist, ob eine Fluggesellschaft für das Spät- oder Nicht-Abheben ihrer Maschinen verantwortlich ist. Und genau darüber weiß die App Bescheid, denn dahinter liegt eine Datenbank, die mehrere zehntausend Flüge weltweit erfasst.

  • Mit der App lassen sich die Ausgleichszahlungen berechnen. Je nach Länge der Flugstrecke erhalten Flugreisende bei einer Verspätung über drei Stunden und bei Annullierung des Flugs zwischen 250 Euro und 600 Euro. Der Ticketpreis spielt dabei keine Rolle.
  • Außerdem lassen sich mit der App die Betreuungskosten geltend machen. So können Flugreisende bei Verspätungen die Verpflegungskosten, sowie Übernachtungskosten angeben.
  • Der Flugpreis kann bei über fünf Stunden Verspätung ebenfalls mit Hilfe der App geltend gemacht werden.

Nachdem Sie die Flugdaten und die Forderungen in die App eingetragen haben, erzeugt diese mit Hilfe von Legal-Tech und Flugdatenbanken eine E-Mail mit den möglichen Forderungen auf Basis der EU-Fluggastrecht-Verordnung. Die E-Mail wird direkt an die zuständige Airline adressiert und in Ihrem Mailprogramm geöffnet. Lediglich das Absenden muss noch bestätigt werden.
Wer zum Beispiel wegen einer Corona-Reisewarnung überlegt, sein Ticket selbst zu stornieren, bekommt mit der aktualisierten Flugärger-App zudem wichtige Infos an die Hand: Ist es klug, den Flug sofort selbst zu stornieren? Und was muss ich beachten, um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben?

Zugang zur Schlichtungsstelle erleichtert

Sollte die Airline die Ansprüche ablehnen, besteht die Möglichkeit sich an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (söp) zu wenden. Die App lotst die Nutzerinnen und Nutzer direkt zur zuständigen Schlichtungsstelle. Je nach Stelle werden jetzt zahlreiche Angaben aus der App automatisch in das Antragsformular übernommen Zur besseren Übersicht beinhaltet die App außerdem einen Fristenwecker und eine Historie. So lassen sich auch mehrere Anfragen übersichtlich verwalten.

Wartzeiten an der Sicherheitskontrolle

Aufgepasst! Wenn es sich vor den Sicherheitskontrollen staut und Verbraucher aufgrund der langen Wartezeiten hier ihren Flug verpassen, können die Forderungen nicht bei den Airlines geltend gemacht werden. Der Grund ist, dass die Sicherheitskontrollen von der Bundespolizei durchgeführt werden. Nicht selten lagert diese die Sicherheitskontrollen sogar an private Firmen aus. Dies können die Fluggesellschaften jedoch nicht beeinflussen. Für mögliche Ansprüche ist dann der Staat verantwortlich. Allerdings muss man dann nachweisen können, dass man sich rechtzeitig an der Sicherheitskontrolle eingefunden hat.

Download Links:

Flugärger - iOS

Flugärger - Android

(eck&schl,sie)

Stand: Juni 2022