So bleibt der Glücksklee frisch!

Zum Jahreswechsel wird gerne ein Töpfchen Glücksklee verschenkt, welches Glück für das neue Jahr bringen soll. Doch meist landet der Glücksklee bereits Ende Januar im Müll, da er vertrocknet und verwelkt ist. Das muss nicht sein, denn die Glücksklee-Pflege ist ganz einfach. Wer ein paar Dinge beachtet, kann mehrere Jahre das Glück im Blumenbeet oder Balkonkasten bewundern.

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Glücksklee

Vier Blätter für viel Glück im neuen Jahr

Das Brauchtum besagt, dass man sich nicht auf die Suche nach einem vierblättrigen Kleeblatt begeben soll, sondern der Glücksklee gefunden und verschenkt werden muss. Nur wer sich an diese Bedingungen hält, dem soll im kommenden Jahr das Glück wiederfahren.

Aber nicht nur das. Denn ein vierblättriges Kleeblatt soll der Überlieferung nach vor schlechtem Zauber und Hexen schützen. Wer den Glücksklee unter sein Kopfkissen legt, träumt in der Nacht von seiner großen Liebe. Außerdem soll er helfen, das wahre Wesen einer Person direkt zu erkennen und sich nicht von Hochstaplern und Blendern täuschen zu lassen.

Brauch und Aberglaube hin oder her: Nicht zuletzt sieht das Töpfchen, verziert mit Schornsteinfeger und Glücksschwein, auf der Fensterbank toll aus und bereitet dem Beschenkten bei der richtigen Pflege lange Freunde.

Glücksbringer aus Mexiko

Die hier bei uns verkauften Glücksklees  hat natürlich niemand zufällig gefunden. Es handelt sich um Vierblättrigen Sauerklee (Oxalis tetraphylla), der ursprünglich aus Mexiko stammt und extra angezüchtet wird. Diese Kleesorte hat immer vier Blätter. Der Klee auf unseren heimischen Wiesen (Weißklee) hat in der Regel lediglich drei Blätter und nur mit etwas Glück findet man vereinzelt ein vierblättriges Kleeblatt.

Hell und kühl – so mag es der Sauerklee

Wer dieses Jahr ein Töpfchen Glück geschenkt bekommt, sollte die Pflanze an einen hellen, kühlen Ort stellen. Am besten eignen sich Temperaturen zwischen zehn und 15 Grad. Hier kann der Klee schön wachsen. Trockene Heizungsluft führt zu langen und weichen Stielen. Das sieht nicht nur unschön aus, meist halten sich die Pflanzen auch nicht lang. Am besten eignen sich Treppenhaus, Schlafzimmer oder Nordfenster als geeignete Standorte im Haus. Der Glücksklee sollte wenig gegossen werden.

Beim Glücks- oder Sauerklee handelt es sich um eine mehrjährige Pflanze. Wer die folgenden Jahre noch etwas Glück gebrauchen kann, der topft den Klee nach den letzten größeren Frostperioden im März um, setzt ihn ins Beet oder in den Balkonkasten. Auch für den Umzug ins Freie gilt: Am besten ein halbschattiges, windgeschütztes Plätzchen suchen. Die Zwiebeln sollten etwa fünf Zentimeter tief in die Erde gesetzt und leicht angegossen werden. Den ersten Monat am neuen Standort kann etwas Flüssigdünger zum Gießwasser hinzu gegeben werden. Bereits nach einigen Wochen vergrößert sich der Klee, neue Blätter und gelben oder rosafarbene Blüten kommen zum Vorschein.

Vom Beschenkten zum Beschenker

Wer das Jahr über seinen Glücksklee im Garten oder auf dem Balkon gut pflegt, kann im folgenden Jahr zu Silvester Freunde mit der Glück bringenden Pflanze aus eigener Zucht beschenken. Wer ein Töpfchen kaufen möchte, sollte darauf achten, dass die Pflanze nicht bereits im Verkauf labberige oder lange Stiele aufweist. Meist ist das ein Zeichen, dass der Glücksklee es bereits schon zu warm oder zu kalt hatte. Auch sollten Sie keine Töpfchen kaufen, die draußen in der Kälte angeboten werden.

Stand: Dezember 2018