So werden Schrumpelgemüse, Welksalat und altes Brot wieder genießbar

Auch wenn die Vorsätze noch so gut sind – wem schrumpeln nicht doch mal die Kartoffeln im Vorratsschrank oder reifen die Bananen ins Dunkelbraun in der Obstschale? Doch in die Mülltonne müssen diese Lebensmittel deswegen nicht. Wir haben Tipps zum Auffrischen.

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Überreife Bananen

So wird trockenes Brot wieder genießbar

Brötchen, Toast und Brot oder Baguette müssen zeitnah verzehrt werden, andernfalls trocknen sie innerhalb weniger Tage aus und werden hart. Sollte sich dennoch mal übriggebliebenes, hartes Brot in der Küche finden, ist es aber noch kein Fall für die Tonne! Mit etwas Wasser, um die Kruste zu befeuchten, und einigen Minuten im Backofen, können ältere Brötchen und Brot wieder weich werden und als genießbare Unterlage für Käse, Wurst und Aufstrich dienen.

Aus altbackenem Brot lassen sich auch gut Croûtons herstellen für Suppen und Salate. Hierfür einfach das Brot kleinschneiden und in einer Marinade aus hitzebeständigem Pflanzenöl und Gewürzen wie Rosmarin, Thymian und Knoblauch schwenken. Danach die mit Marinade benetzten Brotstücke auf einem Backblech verteilen und bei 180 Grad Umluft etwa fünf Minuten kross backen.

Auch Paniermehl ist eine gute Resteverwertung für trockenes Brot. Wer keine Küchenmaschine zu Hause hat, um die Brötchen zu feinem Mehl zu raspeln, kann grob zerkleinertes Brot und Brötchen in einen Gefrierbeutel packen und diese mit einem Nudelholz oder einem Fleischklopfer zu Paniermehl verarbeiten. Das Brot muss dafür sehr trocken sein. Andernfalls kann man es im Backofen bei 50 Grad vortrocknen.

So bleibt Brot länger frisch: Brot sollte bei Zimmertemperatur und nicht im Kühlschrank gelagert werden. Außerdem sollte es statt in einer Plastiktüte besser in einem Brotkasten aufbewahrt werden. Um zusätzlich die Haltbarkeit zu verlängern, besteht die Möglichkeit es portionsweise einzufrieren.

Welke Salatblätter werden wieder knackig

Salatköpfe halten sich nicht lange im Kühlschrank. Bereits nach wenigen Tagen lassen sie die Blätter hängen. Mit einem kleinen Trick bekommt man die welken Blätter aber wieder knackig für einen frischen, schmackhaften Salat. Hierfür den Salat etwa 15 Minuten in kaltes Wasser mit einem Esslöffel Zucker oder Zitronensaft legen. Danach kann das Grün wie gewohnt zubereitet werden. Feldsalat benötigt eine halbe Stunde in warmem Wasser und muss anschließend kurz mit kaltem Wasser abgeschreckt werden. Ist der Salat schon schmierig und weist faulige Stellen auf, darf er nicht mehr gegessen werden und gehört in die Biotonne.

So bleibt Salat länger frisch: Salat hält sich im Kühlschrank länger, wenn er in ein feuchtes Geschirrtuch eingewickelt und im Gemüsefach aufbewahrt wird.

Schrumpelgemüse braucht Wasser

Verschrumpelte Kartoffeln, Möhren, Rote Bete oder Pastinaken sind kein Fall für die Mülltonne. Weisen sie keinen Schimmel auf, sind sie durchaus verzehrbar und noch voller Vitamine und Mineralstoffe. Ein kleiner Küchentrick kann das Gemüse wieder aufpeppen. Einfach das Gemüse über Nacht in eine Schüssel mit Wasser legen und diese im Kühlschrank aufbewahren. Die Oberfläche des Gemüses saugt sich wieder mit Flüssigkeit voll, sodass es am nächsten Morgen wieder prall und faltenfrei ist.

So bleiben Kartoffeln länger frisch: Damit sich Kartoffeln länger halten, sollten sie dunkel und möglichst kühl (idealerweise zwischen acht und zehn Grad Celsius) aufbewahrt werden. Meist ist daher der Keller der beste Lagerort. Außerdem sollten die Knollen mit Papier oder einem Geschirrtuch abgedeckt werden. Das sorgt dafür, dass wenig Feuchtigkeit aus dem Kartoffelinneren verdunstet.

Braune Bananen werden zur Nice-Cream

Überreife Bananen eignen sich hervorragend für eine Eiscreme-Variante – die Nice-Cream. Hierfür die Bananen schälen, in Scheiben schneiden und für sieben bis acht Stunden ins Gefrierfach legen. Danach die gefrorenen Bananenstücke im Mixer pürieren und etwas Mandel- oder Hafermilch hinzugeben. Da die gefrorenen Bananen nur noch sehr mild im Geschmack sind, können außerdem Beeren, Kakao oder Schokodrops in den Mixer gegeben werden, um weitere Nice-Cream-Kreationen herzustellen. Die Konsistenz erinnert an Softeis, Nice-Cream weist aber im Vergleich zu herkömmlichem Eis deutlich weniger Fett und Zucker auf.

So bleiben Bananen länger frisch: Bananen sollten nach Möglichkeit nicht mit anderem Obst in einer Schale gelagert werden. Bereits kleine Druckstellen lassen die Bananen braun werden. Daher sollte man die Früchte bei kühlen Temperaturen möglichst an einem Haken aufbewahren, sodass sie auch vor direktem Lichteinfall geschützt sind.

Was tun mit Käseresten?

Harte Käseränder oder übriggebliebene Rinde müssen nicht weggeworfen werden.  So eignen sich beispielsweise die würzigen Reste von Hartkäse für eine leckere Käsesuppe. Man kann auch so lange Käseränder sammeln und einfrieren, bis man genug für die Zubereitung der Suppe zusammen hat.

Rezept für Käsesuppe

  • 200 Gramm würzige Käseränder von Hartkäsesorten (Parmesan, Bergkäse oder Emmentaler)
  • 250 Gramm mehligkochende Kartoffeln
  • Eine Zwiebel
  • Eine Knoblauchzehe
  • 150 Milliliter Gemüsebrühe
  • 500 Milliliter Milch
  • Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat, gemahlener Kümmel

Kartoffeln, Zwiebel und Knoblauch schälen und würfeln. Butter in Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten. Kartoffeln und Gemüsebrühe hinzugeben und 10 Minuten köcheln lassen. Käse fein reiben. Anschließend Milch und Käse hinzugeben und für weitere 10 Minuten mitkochen. Anschließend das Ganze mit einem Pürierstab cremig pürieren. Mit den Gewürzen abschmecken.

Generell können Käseränder bei vielen Gerichten als geschmacksgebende Komponente einfach mitgekocht werden, etwa bei Pasta oder im Risotto. (Sie)

Stand: Februar 2022