Reste vom Feste: Was tun mit überzähligen Ostereiern, Schokohasen und Co.?

An Ostern ist die Lust auf leckere Schokohasen oder bunte Ostereier groß. Doch nach dem Fest ist der Appetit auf schmunzelnde Osterhasen oder hartgekochte Eier verschwunden. Was also damit tun? Diese Tipps helfen Ihnen, aus den Ostersachen neue leckere Gerichte zu zaubern.

Schokoladenostereier maribu2000 - Fotolia.com_.jpg

Schokoladeneier, Schokoladenhahn und Zuckereier

Es gibt gute Möglichkeiten zur sinnvollen Verwertung dieser Osterüberbleibsel.
Heike Hauenschild vom DHB-Netzwerk Haushalt hat gute Ideen und macht Appetit auf nachösterlichen Genuss: Aus Schokohasen werden Kakaodrinks, Ostereier wandern in Eiersalat oder Hackbraten

Verwendung von Schokohasen & Co.

  • Die Schokolade der überzähligen Hasen oder Eier kann zum Beispiel klein gehackt sehr gut in einem Rührkuchen verwendet werden. Die Schokostückchen, zum Beispiel im Topfkuchen, ergeben dann eine Stracciatella-Optik. Besonders reizvoll und schmackhaft ist diese, wenn die Schokostücke aus verschiedenen Schokoladen stammen, wie Vollmilch- oder Zartbitter oder weißer Schokolade gemischt.
     
  • Schokostückchen von Osterhasen und Konsorten können auch in heißer Milch aufgelöst werden und als Trinkschokolade zu neuem Genuss führen.
     
  • Man kann die Osterschokolade aber auch zur Herstellung von Schokoladenpudding mit intensivem Schokoladengeschmack verwenden. So wird´s gemacht: Die auf der Puddingpackung angegebene Milchmenge wird aufgekocht, der Hase darin unter Rühren bei nicht kochender Temperatur geschmolzen und auf die sonst übliche Zugabe von Zucker zum Puddingpulver wird verzichtet. 
     
  • Auch für eine Kuchenglasur taugen die Schokostücke, wenn sie langsam und nicht zu heiß, aber gut gerührt mit Kokosfett verschmolzen werden.

Hartgekochte Eier neu versteckt

  • Mit in Scheiben geschnittenen Eier lassen sich hervorragend Sandwiches belegen und Salate garnieren. 
     
  • Schnell sind auch "Russische Eier" gezaubert. Dabei werden die geschälten Eier in der Mitte geteilt, das harte Eigelb wird entnommen und mit Senf, Paprikapulver, Salz und Kapern zerdrückt. Diese Masse wird in kleinen Portionen auf die "leeren" Eihälften dekoriert.
     
  • Ein weiterer Tipp: Verarbeiten Sie die Ostereier in einem klassischen Eiersalat mit einer Marinade aus Ketchup, Sahne und Mayonnaise (besser Salatmayonnaise oder Salatcreme mit einem Fettgehalt unter 50%).
     
  • Bis zu zehn Tage halten die ungeschälten Eier auch in einer Salzwasser-Lake, eingelegt als Soleier.
    Dazu werden die Eier leicht angeknackst in ein großes Glas geschichtet. Dann wird eine starke Salzlösung hergestellt aus Zucker, Salz, Kümmel, Pfeffer, Piment, Zwiebelschalen, Lorbeer und 1 Liter Wasser. Alles aufkochen und so lange rühren, bis sich das Salz aufgelöst hat und eine "Sole" entstanden ist. Die Salzlösung etwas abkühlen lassen und noch warm über die Eier gießen, so dass alles vollständig bedeckt ist. Die Eier mindestens 24 Stunden, noch besser 2-3 Tage im Kühlschrank in dieser Sole ziehen lassen. Durch die kleinen Risse in der Schale zieht Salz und das Aroma der Gewürze in das Ei. Die braune Farbe der Zwiebelschalen zeichnet sich wie ein Marmor-Muster auf den Eiern ab. Zum Essen werden die Soleier gepellt und halbiert. Man kann das Eigelb vorsichtig herauslösen. Je etwas Essig und Öl in die entstandene Mulde geben, pfeffern und das Eigelb vorsichtig mit der runden Seite nach oben wieder drauf setzen. Je nach Geschmack kann noch etwas Senf auf die Soleier.
     
  • Hartgekochte Eier lassen sich auch gut in einem Hackbraten verstecken. Dazu Auflaufform mit einer Lage gewürztem Hackfleisch füllen, gekochte Eier draufsetzen und mit einer zweiten Lage Hackfleisch bedecken. Im Ofen garen und später in Scheiben geschnitten mit Kartoffeln und/oder grünem Gemüse anrichten.

Kleine Zuckereier - süßer Genuss verflüssigt

  • Zuckereier verderben nicht und können sogar bis zum nächsten Osterfest aufgehoben werden. Wenn man die Eier zerkleinert, kann man sie aber auch  statt Zucker beim Backen verwenden oder in heißen Getränken, z. B. heißer Milch aufzulösen und so  genießen.


Quelle:  Heike Hauenschild vom DHB-Netzwerk Haushalt

Stand: April 2017