One-Sheet-Pan: Essen auf dem Blech

Wer möchte nicht ein schmackhaftes Essen in kurzer Zeit zubereiten, ohne dass die Küche in ein Chaos verwandelt wird? Mit der Zubereitungsmethode One-Sheet-Pan gelingt dies, da hierfür nur ein Backblech benötigt wird.

Ofengemüse auf Backblech- RitaE - pixabay.com_.jpg

Ofengemüse auf Backblech

Da „sheet pan“ die englische Bezeichnung für Backbleck ist, sind mit One-Sheet-Pan Ofengerichte gemeint, die gut auf ein Backblech passen und eine komplette Mahlzeit darstellen. Da die Zutaten sich vielfältig kombinieren lassen, können immer wieder neue Köstlichkeiten im Ofen zubereitet werden.

Schnelles Kochen mit wenig Aufwand

Bei einem üblichen Mittagessen mit Schnitzel, Pommes und Möhrengemüse oder Nudeln mit Hackfleischsoße braucht man mehrere Kochutensilien wie Töpfe, Pfannen oder Fritteuse. Bis wieder alles saubergemacht ist, was mit erheblichem Zeitaufwand verbunden ist, sieht manche Küche unordentlich aus. Anders ist es beim Kochen nach der One-Sheet-Pan-Methode. Hier werden außer einem Backblech oder einer Fettpfanne kaum sonstige Küchenhelfer benötigt, so dass langes Abspülen und Aufräumen nicht anfällt. Das so hergestellte Essen schmeckt besonders lecker, weil die Aromen der verschiedenen Zutaten sich gut miteinander verbinden können, da sie alle auf dem Backblech liegen und gemeinsam im Backofen schmoren können.

Ein weiterer Pluspunkt des Zubereitens der Backblech-Mahlzeiten ist die schnellere Zubereitung als beim herkömmlichen Kochen. Viele Rezepturen für One-Sheet-Pan-Gerichte sind in etwa einer halben Stunde fertig. Die Rezeptur ist so gestaltet, dass ein Vorkochen oder Anbraten einzelner Zutaten nicht notwendig ist. Nach dem Anrichten der verschiedenen Zutaten auf dem Blech können diese im Backofen vor sich hingaren. Auch für Kochanfänger eignet sich diese Zubereitungsform gut, da keine komplizierten Küchentechniken durchgeführt werden müssen.

Zutaten vielfältig kombinierbar

Für Blechgerichte eignen sich nicht nur Gemüse und Kartoffeln, sondern auch Fisch und Fleisch. Auch mit Feta oder Grillkäse, am Stück oder gewürfelt, schmeckt das Essen würzig. Rezepte finden sich auf kulinarisch ausgerichteten Internetseiten ebenso wie in Kochzeitschriften. Dass sich auf einem Blech vollständige Mahlzeiten zubereiten lassen, belegen Rezepte wie Hähnchenfilet mit Ofengemüse, Seelachs im Gemüsepäckchen oder Süßkartoffeln mit buntem Gemüse, Mais und Bohnen. Somit können je nach Appetit vegane, vegetarische oder fleischhaltige Mahlzeiten zubereitet werden.

Neben Kartoffeln sind Hülsenfrüchte satt machende Zutaten. Gerne werden hier Kichererbsen, Kidneybohnen oder weiße Bohnen aus der Dose zum Gemüse gegeben, da beim Konservengemüse Einweichen oder Vorkochen entfällt.

Damit das Essen auch optisch ansprechend aussieht, werden meist mehrere Gemüsearten gemischt. So können Lauch, Paprika und Staudensellerie auf das Blech kommen, gut schmeckt auch eine Kombination aus Zucchini, Aubergine, Kirschtomaten und Zwiebeln.

Da eine strenge Rezepttreue nicht nötig ist, kann eine Zutat, die nicht vorrätig ist oder nicht gemocht wird, leicht durch eine andere ausgetauscht werden.

Marinade, Kräuter und Nüsse bringen Geschmack und Biss ins Essen

Damit Gemüse und Fleisch beim Garen im Backofen nicht austrocknen, wird es vorher mit einer Marinade vermischt oder bestrichen. Die Marinade wird aus Öl, Salz und Pfeffer sowie anderen Gewürzen hergestellt. Als Öl nimmt man am besten ein raffiniertes Öl aus Sonnenblumen, Raps oder Oliven, da es ausreichend erhitzt werden kann.

Durch die Zugabe von Kräutern kommen nicht nur Vitamine ins Essen, sondern auch neue Geschmacksvariationen. Nach Belieben können Kräuter der Provence, Schnittlauch, Petersilie und andere auf das Essen gestreut werden. Sind die Kräuter frisch, gibt man sie am besten erst nach dem Backen zu.

Wer sein Ofengericht besonders knackig mag, gibt noch Nüsse oder Kerne hinzu. Egal ob Walnüsse, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Mandeln oder Pinienkern, sie sorgen für den richtigen Biss im Essen.

Garzeiten im Blick haben

Zutaten, die eine ähnlich lange Garzeit haben, können gemeinsam auf das Blech gelegt werden. Sind die Garzeiten jedoch unterschiedlich, ist dies beim Reinschieben in den Ofen zu berücksichtigen. So hat härteres Gemüse wie Möhren eine längere Garzeit als Zucchini oder Avodaco. Natürlich spielt dabei auch die Größe eine Rolle, denn ganze Kartoffeln haben eine längere Garzeit als Scheiben oder Schnitze. Dies bedeutet, dass die Zutaten mit der längeren Garzeit zuerst in den Ofen gegeben werden. In dieser Zeit können dann die Zutaten mit der kürzeren Garzeit vorbereitet und später zugefügt werden. Sollen sie gemeinsam in den Ofen geschoben werden, müssen härtere Gemüsesorten wie Kohl und Kürbis kleiner geschnitten werden als zartere Sorten wie Paprika und Zucchini.

Damit die Zutaten gut garen, aber nicht anbrennen können, liegt die richtige Temperatur für Ofengerichte zwischen 175 und 200 Grad Celsius.

Bleche nicht zu voll beladen

Für ein optimales Garen sollten die Zutaten möglichst nebeneinander auf dem Blech liegen und nicht übereinander. Sonst rösten sie nicht, sondern schmoren eher im eigenen Saft. Das Essen schmeckt dann zwar schon noch gut, wird jedoch weniger knusprig. Da durch das Nebeneinanderlegen die Menge begrenzt ist, reicht die auf einem Blech zubereitete Mahlzeit eher für zwei bis drei Personen. Falls mehr Esser am Tisch sitzen, ist ein zweites Backblech zu belegen und der Ofen auf Umluft zu stellen. Fleisch und Fisch können auch auf den Ofenrost gelegt werden, der nur wenig Abstand zum darunter befindlichen Blech haben muss.

Saisonale Lebensmittel verwenden

Da für ein gutes Gelingen von One-Sheet-Pan-Gerichten kein starres Festhalten am Rezept nötig ist, können Zutaten je nach Jahreszeit durch saisonale und regionale Zutaten ersetzt werden. So kann der Nachhaltigkeitsaspekt durch die kürzeren Transportwege und die Unterstützung der regionalen Produzenten leicht umgesetzt werden.

Beispiele für Austausch von Zutaten:

Statt Kidneybohnen: Andere Hülsenfrüchte wie weiße Bohnen, schwarze Bohnen oder Kichererbsen

Statt Kartoffeln: Süßkartoffeln, Kürbissorten wie Hokkaido und Butternut

Gemüse: Mais, Paprika und Zucchini haben bis Oktober Saison. Im Herbst und Winter kann stattdessen Gemüse wie Möhren, Lauch, Pastinaken oder Rote Bete verwendet werden.

Was es an Obst und Gemüse in welchen Monaten zu kaufen gibt, kann dem Saisonkalender entnommen werden.

Ideale Resteverwertung

Mit dem Zubereiten von Backblech-Mahlzeiten können prima Reste verwertet werden, denn viele One-Sheet-Rezepte lassen sich ergänzen oder variieren. Wurde zum Beispiel für die Kürbissuppe nicht der ganze Kürbis gebraucht, kann der Rest in Stücke geschnitten den Gemüseanteil auf dem Blech bereichern. Sind noch Reste von Süßkartoffeln da, können diese anstelle von normalen Kartoffeln verwendet werden. (fra)


Stand: November 2021

Tipps


Dip zum Ofengericht
Zum Ofengericht passt gut ein cremiger Dip wie Kräuterquark, Avocadocreme oder Hummus.

Backblech mit Backpapier auslegen
Werden die Zutaten direkt auf das Backbleck gelegt, so ist dieses vorher mit Öl einzufetten. Dennoch kann es vorkommen, dass Kartoffeln auch mal anbacken. Beim Reinigen des Backbleches muss dann kräftig geschrubbt werden. Dies lässt sich einfach vermeiden, indem das Backblech mit einem Bogen Backpapier auslegt wird und darauf die Zutaten verteilt werden. Wer dennoch die Kartoffeln lieber direkt auf das Blech legen möchte, da sie dadurch etwas knuspriger werden, sollte das Blech direkt nach dem Essen einweichen.