Zehn Jahre Hessisches Landeslabor - eine Geschichte voller Erfolge

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Landesbetriebes Hessischen Landeslabors würdigte Priska Hinz, die hessische Verbraucherschutzministerin, die Leistung dieser Untersuchungsbehörde. Gemäß dem Motto "vom Acker bis zum Teller" werden Lebensmittel bewertet, Böden, Düngemittel und Saatgut analysiert sowie Nutz- und Wildtiere untersucht. Zudem wird an der Tierärztlichen Grenzkontrollstelle am Frankfurter Flughafen die Einfuhr von lebenden Tieren und Lebensmitteln überwacht.

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10 Jahre LHL

Vernetzung mit der Grenzkontrollstelle am Frankfurter Flughafen einzigartig in Europa

Der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) feierte 22.04.2015 in Gießen sein 10-jähriges Bestehen. Priska Hinz, die hessische Verbraucherschutzministerin dankte dem Direktor des LHL, Herrn Professor Hubertus Brunn sowie allen seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für eine schwierige und manchmal auch steinige Aufbauleistung. „Das heutige Ergebnis des ‚LHL‘ kann sich wahrhaftig sehen lassen“, lobte die Ministerin. „In Zeiten in denen das Angebot an Produkten und Lebensmitteln stetig zunimmt ist es wichtig, dass sich die Verbraucherinnen und Verbraucher auf die Sicherheit und Verträglichkeit verlassen können. Genau an dieser Stelle leistet der LHL wertvolle Dienste um diese Sicherheit zu gewährleisten“.

Synergien und Kooperationen

Im Sinne des sparsamen Umgangs mit Steuergeldern erfolgte 2005 die Zusammenlegung nahezu aller unter dem Dach des Umweltministeriums befindlichen Labore. Ergebnis dieser Konzentrierung von Aufgaben war die Schaffung des Landesbetriebes Hessisches Landeslabor. „Aufgabenkonzentrierung und das Nutzen von Synergien dürfte ein Dauerthema bleiben“, sagte Direktor Brunn. Mit dem Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie, dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen und insbesondere auch mit der Justus-Liebig-Universität in Gießen gibt es eine ausgezeichnete und partnerschaftliche Zusammenarbeit“, so Brunn. Wichtige Kooperationen pflege der LHL auch mit den 26 kommunalen Vollzugsbehörden der amtlichen Lebensmittel- und Veterinärüberwachung, den Regierungspräsidien und mit dem Hessischen Umweltministerium, dem der LHL unmittelbar nachgeordnet sei.

Das Landeslabor als „Feuerwehr“

Plötzlich auftretende Ereignisse wie die Vogelgrippe, der Gammelfleisch-Skandal, der EHEC-Ausbruch oder der Chemieunfall in Oestrich-Winkel fordern das Landeslabor stets aufs Neue. „Solche Situationen, die neben der täglichen Routine immer wieder auftreten, unterstreichen die ‚Feuerwehrfunktion‘, die der LHL seit seinem Bestehen hat“, so Brunn.

Beim LHL entsteht auch das Verbraucherfenster

Der LHL beherbergt auch die Redaktion des hessischen Infoportals www.verbraucherfenster.de. Rund 1.000 aktuelle Ratgeberartikel sind dort zu finden. Der Großteil der Beiträge kommt von der Internet-Redaktion am LHL-Standort Gießen. Noch in diesem Jahr soll das Portal durch eine Software-Umstellung moderner und die Nutzung spürbar komfortabler werden.

Tierärztliche Grenzkontrollstelle Hessen (TGSH) am Flughafen Frankfurt

„Die Grenzkontrollstelle am Flughafen Frankfurt als Nadelöhr für den Eintritt in die Europäische Union ist eine wichtige Einrichtung des LHL. Dort werden Lebensmittel, Kosmetika, Bedarfsgegenstände wie Babyschuhe aus Leder, Tabakerzeugnisse, lebende Tiere in großer Zahl sowie von Tieren stammende Erzeugnisse auf Verkehrsfähigkeit in der EU einerseits und auf Freiheit von Tierseuchenerregern andererseits überprüft“, hob die Ministerin hervor. „Gerade dadurch, dass die Grenzkontrollstelle Teil des Landesbetriebes Hessisches Landeslabor ist, entsteht eine hervorragende Vernetzung von Kontrolle, Probennahme und den notwendigen Laboruntersuchungen. Der gesamte Sachverstand bündelt sich im LHL“, sagte Hinz. Diese Konstruktion, so die Ministerin, sei einzigartig in Europa und habe sich als überaus erfolgreich erwiesen.