Ostereier auspusten - Vorsicht vor Salmonellen

Wie Eier ausgepustet und bemalt werden, weiß eigentlich jedes Kind. Dass es dabei schnell zu einer Salmonellen-Infektion kommen kann, wissen aber selbst viele Erwachsene nicht. Damit das Osterfest ohne Bauchschmerzen gefeiert werden kann, sollten einige Verhaltensregeln beachtet werden.

Eier ausblasen Digitalpress - Fotolia.com_.jpg

Kinder pusten Ostereier aus

Ostereier auspusten: Fragen und Antworten

  • Besteht beim Auspusten von rohen Eiern ein Gesundheitsrisiko?
    Ja, es kann zu einer Infektion mit Salmonellen kommen, weil die Keime sowohl auf der Schale, als auch (seltener) im Inneren des Eis vorkommen können. Werden solche Eier mit dem Mund ausgepustet, ist es möglich, dass Salmonellen aufgenommen werden und eine Salmonellose auslösen.
     
  • Was ist eine Salmonellose?
    Salmonellosen sind in erster Linie Durchfallerkrankungen, oft verbunden mit Erbrechen und Kopfschmerzen. Kinder unter fünf Jahren, ältere und kranke Menschen sind empfindlicher. Bei ihnen können Salmonellosen auch schwerer verlaufen, in Einzelfällen sogar tödlich.
     
  • Wie kann man beim Auspusten von Eiern eine Infektion mit Salmonellen vermeiden?
    Kinder sollten keine Eier auspusten! Weil Kinder leichter an einer Salmonellose erkranken, sollten sie möglichst gar nicht mit rohen Eiern in Kontakt kommen. Eine gefahrlose Alternative zum Bemalen sind hart gekochte Eier oder Eier aus Holz, Styropor und Kunststoff. 
     
  • Hygienemaßnahmen, um eine Infektion mit Salmonellen zu vermeiden
  1. Ausschließlich saubere und frische Eier auspusten. Dringend geraten wird, zuvor die Eier mit lauwarmem Wasser und Spülmittel gut abzuwaschen.
  2. Gegenstände, mit denen die Löcher in die Eier gebohrt werden, sollten sauber sein und sind nach der Verwendung gründlich zu reinigen.
  3. Um den direkten Kontakt mit dem Mund zu vermeiden, werden von Drogerien oder Bastelgeschäften so genannte Auspusthilfen angeboten. Diese sind an ihrer Blasebalg-ähnlichen Form zu erkennen.
  4. Sobald die Eier ausgepustet sind, sollten sie innen und außen mit Wasser und Spülmittel von Ei-Rückständen gereinigt werden.
  5. Falls beim Auspusten etwas Eigelb und Eiweiß "danebengegangen" ist, sollte die Arbeitsfläche umgehend gesäubert werden.
  6. Nach getaner Arbeit die Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife waschen!


Wissenswertes rund um's Osterei

  • Wie sollten hart gekochte Eier zubereitet und gelagert werden?
    Die Haltbarkeit von hart gekochten Eiern hängt vor allem von der Beschaffenheit der Schale, der Art der Zubereitung und der Lagerung ab. Die Eier sollten in kochendem Wasser vollständig durchgekocht werden. Auch das Eigelb sollte hart sein, was je nach Größe der Eier etwa 10 Minuten Kochzeit bedeutet.
     
  • Darf man hart gekochte Eier abschrecken?
    Besser nicht! Hart gekochte Eier verderben schneller, wenn die Schale beschädigt ist. Denn: Beim Abschrecken gelangen Wasser und darin eventuell enthaltene Keime durch kleine Risse oder die poröse Schale in das Innere des Eis. Dadurch verkürzt sich die Haltbarkeit auf wenige Tage. Je höher die Lagertemperatur ist, desto eher verderben die Eier, da sich Keime bei Wärme schneller vermehren. Daher sollten hart gekochte Eier im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von vier Wochen verbraucht werden.
     
  • Wie lange sind Ostereier aus industrieller Herstellung haltbar?
    Hart gekochte, gefärbte Ostereier aus industrieller Herstellung sind mit einem Schutzlack behandelt, der das Eindringen von Keimen verhindert. Daher sind diese Eier mehrere Wochen lang bei Raumtemperatur haltbar, solange die Schale nicht beschädigt ist. Zur Sicherheit sollten aber auch industriell gefärbte Eier nach dem Kauf im Kühlschrank aufbewahrt werden.
     
  • Welche Farben sind aus gesundheitlicher Sicht geeignet, um Eier anzumalen?
    Zum Eierfärben sind handelsübliche künstliche und natürliche Ostereier-Farben geeignet. An den E-Nummern lässt sich erkennen, dass sie als Lebensmittelfarben zugelassen sind. Eine Alternative ist das Färben mit pflanzlichen Lebensmitteln, beispielsweise mit Zwiebelschalen, Spinat oder Roter Beete.

Übrigens: Bei gefärbten Eiern aus dem Handel muss – anders als bei roher Ware – die Haltungsform nicht deklariert werden. Soweit nicht anders deklariert, muss von Käfighaltung ausgegangen werden. Kunden, die Wert auf artgerechte Tierhaltung legen, sollten Eier deshalb selbst färben. 

Stand: März 2018