Bademoden und Unterwäsche vor dem ersten Tragen waschen

Bademode und Unterwäsche sollte vor dem ersten Tragen gewaschen werden. Der Grund: In diesen Kleidern können Spuren von Perfluorierten Chemikalien enthalten sein. Das Hessische Landeslabor hat Kleidungsstücke auf diese giftigen Chemikalien untersucht. Ergebnis: Keine Gefahr für hessische Verbraucher.

Frau in Unterwaesche Maciej Mamro - Fotolia.com_.jpg

Blonde Frau in Unterwäsche

Das Hessische Landeslabor hat Bademode und Unterwäsche auf Perfluorierte Chemikalien untersucht. Ergebnis: Keine Gefahr für den Verbraucher. Wieso sie Unterwäsche und Bademoden trotzdem vor dem ersten Tragen waschen sollten, erfahren Sie im VerbraucherFenster.

Sind PFC in Kleidungsstücken für Verbraucherinnen und Verbraucher gefährlich?

Perfluorierte Chemikalien (PFC) werden in vielen industriellen Verfahren – so auch in der Textilproduktion – eingesetzt. Obwohl der wissenschaftliche Beweis aussteht, dass diese Substanzen für den Menschen gesundheitsschädlich sind, werden aufgrund von Tierversuchen einige PFC verdächtigt, krebserregend zu sein und sich nachteilig auf die Fruchtbarkeit und das Immunsystem auszuwirken. 

Tests im Landeslabor 

Das Hessische Landeslabor (LHL) hat Bademoden sowie Unterwäsche untersucht, um zu prüfen, ob Verbraucherinnen und Verbraucher durch diese Stoffe belastet werden können.

Ergebnis der Untersuchungen

In sämtlichen der 18 untersuchten Textilien war PFC in Spuren enthalten, aber in keiner Probe konnte für die Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) eine Überschreitung des Grenzwertes von 1 Mikrogramm/Quadratmeter Stoff nachgewiesen werden.

PFOS ist die einzige Substanz aus der Gruppe der PFC, die in der Chemikalien-Verbotsverordnung aufgeführt ist. Für alle anderen PFC existiert bisher kein gesetzlicher Grenzwert.

Verbraucherempfehlung

Es ist anzunehmen, dass beim Waschen zumindest ein Teil der PFC einschließlich des PFOS entfernt werden, da es sich um wasserlösliche Substanzen handelt.

Auch wenn nicht nachgewiesen ist, dass PFC über die Haut vom Körper aufgenommen werden, empfiehlt das Landeslabor den Verbrauchern, vorsorglich Bademoden und Unterwäsche vor dem ersten Tragen nach Herstellerangaben zu waschen.

Informationen vom Umweltbundesamt

Laut Informationen des Umweltbundesamtes sind "einige PFC so stabil, dass sie in der Umwelt nicht abgebaut werden. Sie sind weltweit in Flüssen und Meeren verbreitet. Und wir alle haben sie durch Nahrung, Luft und Trinkwasser im Blut. Die bekanntesten PFC sind schädlich für die Fortpflanzung von Lebewesen. Für Menschen gibt es kein Gesundheitsproblem. Da PFC bei der Textilherstellung und beim Waschen in Gewässer gelangen können, werden sie von tierischen Organismen aufgenommen und können diese schädigen."

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