Lebkuchen – nicht nur zur Weihnachtszeit eine begehrte Spezialität und Kalorienbombe

Lebkuchen und Weihnachten, zwei Begriffe, die zusammen gehören. Kindheitserinnerungen werden wach, wenn uns der Duft dieses Gebäcks in der Vorweihnachtszeit entgegen strömt. Nüchtern betrachtet ist Lebkuchen aber eine echte Kalorienbombe. Und seitens der Hersteller hat Lebkuchen mit Weihnachten kaum etwas zu tun.

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Lebkuchen
Lebkuchen

Lebkuchen sind bei Kindern und Erwachsenen beliebt. Immerhin nascht im Durchschnitt jeder Bundesbürger jährlich etwa 1 Kilogramm von diesem leckeren Gebäck.

Seit wann gibt es Lebkuchen, und wo kommt er her?

Den verwandten Honigkuchen haben schon die alten Ägypter um 350 v. Chr. gebacken und geschätzt. Den heutigen Lebkuchen kennt man etwa seit Ende des 13. Jahrhunderts. Seit dem 14. Jahrhundert wird Lebkuchen in Nürnberg hergestellt. Von dort stammt auch das älteste schriftliche Rezept für Lebkuchen aus dem 16. Jahrhundert.

Lebkuchensorten

Es existieren viele verschiedene Varianten dieses Gebäcks, zum Beispiel

  • Oblatenlebkuchen
  • Mandel-, Marzipan-, Makronen-Lebkuchen
  • Haselnuss-, Walnuss-, Nusslebkuchen
  • Weiße Lebkuchen

und einige andere mehr.

Für jede dieser Spezialitäten wurden besondere Qualitätsanforderungen festgelegt, die auf der Lebkuchen-Seite des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nachzulesen sind.

Sommerzeit ist „Lebkuchenzeit“

Das stimmt zumindest, was den Zeitpunkt der gewerblichen Herstellung betrifft. Bereits im August beginnt nämlich die industrielle Produktion von Lebkuchen. Im September sind die traditionsreichen Backwaren schon im Supermarktregal zu finden. Wer trotz manchmal noch hochsommerlichen Temperaturen Appetit auf diese Süßwaren bekommt, kann jedenfalls zugreifen.

In der Weihnachtszeit wird dann kaum noch Lebkuchen hergestellt – es sei denn in heimischen Backstuben. Der größte Teil der Industrieware ist zu der Zeit bereits im Handel. Allerdings findet rund ums Jahr eine gewisse Grundproduktion statt, um beispielsweise Touristen mit dieser Spezialität versorgen zu können.

Kalorienbombe

Ein empfehlenswertes Grundnahrungsmittel ist Lebkuchen angesichts seines hohen Kaloriengehaltes ganz sicher nicht. Dieser ist auf den hohen Zuckergehalt – resultierend vorwiegend aus den Zutaten Honig und anderen dickflüssigen Süßungsmitteln – zurückzuführen. Zu rund 41 Prozent besteht beispielsweise der traditionelle Nürnberger Lebkuchen aus Zucker.

Der Kohlenhydratgehalt liegt insgesamt bei knapp 62 Prozent. Hinzu kommen rund 14 Prozent Fett. Die restlichen Bestandteile sind Wasser, Eiweiß, Ballaststoffe, Gewürze sowie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Alles in allem enthalten 100 Gramm Lebkuchen etwa 400 Kilokalorien (kcal), das sind rund 100 kcal mehr als in 100 Gramm eines doppelten „Hamburgers“ enthalten sind. „In Maßen genießen“, lautet hier die klare Empfehlung für den Verzehr von Lebkuchen.

Stand: April 2019