Erdbeeren – die süße Obstverführung ohne Reue

Endlich kann man sich die roten süßen Früchtchen aus heimischem Anbau wieder schmecken lassen. Frisch und voller Geschmack gibt es nun wieder ein großes Angebot im Handel. Mit vielen Vitaminen und nur wenig Kalorien bedeuten sie Genuss pur. Wer mag, kann die leckeren Früchte auch selber pflücken und dabei nebenher naschen.

Erdbeeren_Schale - pixabay.com_.jpg

Erdbeeren in Schale

Heimische Erdbeeren gibt es in Deutschland von Mai bis Juli zu kaufen. Da sie frisch gepflückt ohne lange Transportwege in den Handel und damit auf den Tisch kommen, schmecken sie meist besser als Früchte aus Spanien oder Italien, die es bereits ab Februar zu kaufen gibt.

Ihren Namen haben sie ihrem aromatischen Duft zu verdanken, denn ihr botanischer Name „Fragaria vesca“ bedeutet so viel wie „essbarer Duft“.

Lecker, aber empfindlich

Reif geerntete Erdbeeren sind Mimosen, sind sie doch druck- und damit transportempfindlich. Deshalb ist beim Kauf von Erdbeeren und beim Selberpflücken darauf zu achten, dass sie frei von Druckstellen und Schimmel sind. Entdeckt man erst zu Hause beschädigte oder matschige Früchte, dann sollten diese gleich entfernt werden. An solchen Stellen entstehen schnell Schimmel oder Faulstellen, die auf andere Erdbeeren übergehen.

Gut ist es, wenn Erdbeeren in flachen Schalen aufbewahrt werden, da sie dann weniger Druck ausgesetzt sind. Zu Hause sind Erdbeeren am besten im Gemüsefach des Kühlschranks zu lagern, allerdings maximal für zwei Tage.

Am besten ist es jedoch, Erdbeeren so frisch wie möglich zu essen, denn das typische Erdbeeraroma geht nach der Ernte recht schnell verloren.

Super Vitamin C-Lieferant

Erdbeeren enthalten mit etwa 60 mg pro 100 Gramm mehr Vitamin C als Zitronen oder Orangen. Somit braucht man nicht mal ein halbes Pfund – nämlich nur 170 Gramm – um mit Erdbeeren den von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Tagesbedarf an Vitamin C für Erwachsene zu erreichen.

Für alle, die aufs Gewicht achten: Erdbeeren sind nahezu fettfrei und haben nur 32 Kalorien pro 100 Gramm. Daher sind sie echte Schlankmacher.

Erdbeeren punkten auch mit ihrem hohen Gehalt an Ballaststoffen, da dadurch die Verdauung gefördert wird.

Zudem enthalten die süßen Früchte viel Zink, Mangan, Eisen und Kalium. Zink ist unerlässlich für die Abwehr und schleust giftige Substanzen wie Blei und Cadmium aus dem Körper. Kalium wirkt Wassereinlagerungen entgegen, aktiviert die Nierentätigkeit und unterstützt die Arbeit von Herz und Muskulatur. Diese Vitamine und Mineralstoffe kommen am meisten in reifen und frischen Erdbeeren vor.

Erdbeeren und Allergien

Bei manchen Menschen, auch bei Säuglingen und Kleinkindern, tritt nach dem Genuss von Erdbeeren ein Hautausschlag auf. Bei dieser Reaktion handelt es sich meist um eine pseudoallergische Reaktion und nicht um eine "Erdbeer-Allergie", da keine Antikörper nachweisbar sind. Empfindliche Personen sollten daher den Genuss von Erdbeeren vorsichtig probieren beziehungsweise bei entsprechenden Symptomen ganz darauf verzichten! 

Schadstoffbelastung

Erdbeeren werden auf den Gehalt an Pflanzenschutzmitteln untersucht. Gerade ausländische Ware ist zum Teil mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Der Grund hierfür ist, dass bei importierten Erdbeeren zwischen Ernte und Verzehr drei bis zehn Tage liegen. Die empfindlichen Erdbeeren überstehen diese Zeitspanne nur, wenn sie mit schimmelverhütenden Chemikalien behandelt werden.

Die Verbraucher können Erdbeeren jedoch unbeschwert genießen, da in der Regel die zulässigen Höchstmengen an Rückständen von Pflanzenschutzmitteln nicht überschritten werden.

Wer ganz sicher sein möchte, greift auf Erdbeeren aus dem Bio-Anbau zurück.

In Hessen erkennen Sie an folgenden Qualitätssiegeln gute Ware aus heimischem Anbau:

Die Qualitätsmarke "Geprüfte Qualität - Hessen" ist das offizielle Qualitäts- und Herkunftszeichen des Landes Hessen für Lebensmittel aus konventionellem Anbau:

Geprüfte Qualität Hessen

Das "Bio-Siegel - HESSEN" steht für ökologisch erzeugte Lebensmittel aus Hessen:

Bio-Siegel Hessen

Erdbeeren selber pflücken

In ganz Deutschland können Verbraucher auf Erdbeerfeldern die roten Früchte selber pflücken. Erdbeeren pflücken macht nicht nur Spaß – kann man doch nebenher gleich ein paar Beeren essen -, sondern ist meist auch preisgünstiger . Wer es bequemer mag, kauft die regional angebauten Erdbeeren auf dem Wochenmarkt, direkt im Hofladen oder am Erdbeerstand.

Tipps zum Selberpflücken

  • Nur rote Früchte pflücken, da Erdbeeren nicht nachreifen.
  • Am besten morgens pflücken, da die Früchte mit zunehmender Sonneneinstrahlung im Laufe des Tages weich werden.
  • Nicht nach langem Regenwetter pflücken, denn durch zu viel Nässe verlieren die Früchte ihr Aroma.
  • Erdbeeren mit den Kelchblättern pflücken, da sie dadurch länger frisch und aromatisch bleiben.
  • Kleinere Früchte haben meist einen intensiveren Geruch und Geschmack als große.
  • Erdbeerfelder meiden, die direkt an einer Straße liegen, denn durch Kfz-Emissionen, Reifenabrieb und Straßenverschleiß können Schadstoffe auf die Felder und somit auf die dort angebauten Früchte gelangen.

Übrigens, wissen Sie…

  • … dass man Erdbeeren auch zum Salat dazu essen kann?
    Garnieren Sie Ihren Salat (z.B. Kopf-, Eisbergsalat, Batavia) mit einigen Scheiben Erdbeeren und verwenden Sie einen Cranberry-Essig. Einfach nur köstlich!
     
  • ... dass man Erdbeeren haltbar machen kann?
    Sie können Erdbeeren ganz oder püriert bis zu zehn Monate tiefgefrieren. Vor dem Tieffrieren müssen die Früchte gewaschen, einzeln vorgefroren und dann luftdicht verpackt werden. Durch das Vorfrieren einzelner Früchte bleiben diese besser in Form, kleben nicht zusammen und sind einzeln entnehmbar. 
    Da Erdbeeren nach dem Auftauen weich und matschig werden, eignen sie sich für Desserts, Kuchen, Sorbets oder Marmelade. 

Erdbeer-Smoothie: schnell und nahrhaft

Erdbeer-Smoothie

Pro Portion 250 Gramm Erdbeeren mit 250 ml fettarmer Milch und zwei Esslöffeln Haferflocken in ein hohes Gefäß geben und gut pürieren. (fra)

Stand: Mai 2019