Aprikosen – frische Früchte des Sommers

Im Juli und August haben Aprikosen Hauptsaison. Sie schmecken nicht nur vorzüglich im Kuchen oder als Marmelade, sondern geben auch herzhaften Gerichten eine fruchtige Note. Ganz nebenbei sind Aprikosen auch noch vollgepackt mit vielen guten Inhaltsstoffen und somit ein Booster für das Immunsystem.

apricots-2523272_1280.jpg

Aprikosen, davon eine angeschnitten

Es gibt auch Aprikosen aus Deutschland

Die meisten hier im Handel erhältlichen Aprikosen stammen aus Italien, Frankreich, Griechenland, der Türkei und Spanien. Allerdings gibt es im Sommer auch Aprikosen aus deutschem Anbau – beispielsweise der Südpfalz und Rheinhessen.

Während am Mittelmeer die Aprikosensaison im Mai startet, werden in Deutschland die Früchte erst im Juli geerntet. Bis in den Spätherbst sind frische Aprikosen im Handel oder auf dem Wochenmarkt erhältlich.

Inhaltsstoffe wirken antibakteriell und unterstützen das Immunsystem

In Aprikosen stecken viele Vitamine. So gibt das gelb-orange Fruchtfleisch direkt den Hinweis auf einen hohen Gehalt an Beta-Carotin, aus dem Vitamin A gebildet wird. Unter allen Kern- und Steinobstarten weisen sie sogar den höchsten Gehalt an Beta-Carotin auf.

Die wohl bekannteste Funktion des Vitamin A ist, dass es sich positiv auf die Sehleistung auswirkt. Auch ist Vitamin A am Aufbau und der Erhaltung des Epithelgewebes von Haut und Schleimhaut zuständig und kann die Zellen vor Schäden, wie etwa durch Sonneneinstrahlung, schützen. Außerdem ist Vitamin A am Erhalt der Infektionsabwehr beteiligt.

Da es sich bei Beta-Carotin um ein fettlösliches Vitamin handelt, ist es ratsam zur optimalen Verwertung im Körper, die Früchte mit etwas Fett aufzunehmen, zum Beispiel mit Mandelmus, Sahnequark oder einer anderen fetthaltigen Komponente.

Darüber hinaus sind die Früchte reich an Vitamin C sowie an den Mineralstoffen Kalium, Eisen, Calcium, Magnesium und Phosphor.

In Aprikosen ist zudem Salizylsäure enthalten, die eine antibakterielle Wirkung entfalten kann, zum Beispiel gegen unerwünschte Keime im Magen-Darm-Trakt.

Der hohe Ballaststoffanteil wirkt verdauungsfördernd und durch einen geringen Säureanteil sind Aprikosen leicht bekömmlich.

Reife Früchte erkennen

Nicht die Farbe der Früchte ist ausschlaggebend für den Reifegrad, sondern eine glatte, weiche Haut, die bei sanftem Druck etwas nachgibt sowie ein saftiges Fruchtfleisch und ein intensiver, fruchtig-süßlicher Duft. Sind die Früchte aufgeschnitten, löst sich das Fruchtfleisch der reifen Früchte leicht vom Stein ab.

Da Aprikosen nicht mehr nachreifen, sollten man nur reife Früchte kaufen. Leider halten sich Aprikosen nicht sehr lange. Deshalb ist es ratsam, immer nur so viele Früchte zu kaufen, wie man innerhalb von ein bis zwei Tagen verzehren kann.

Handelt es sich bei Aprikosen um Importware, wurde der Reifeprozess der Früchte schon recht früh unterbrochen, damit die Früchte den langen Transportweg überstehen. Zwar sehen diese Aprikosen prall und leuchtend aus, geschmacklich sind sie aber eher fade. Wer nach dem Einkauf feststellt, genau nach diesen Aprikosen gegriffen zu haben, kann sie immerhin noch gut zum Backen, Dünsten oder für Desserts verwenden.

Aprikosen lagern

Wer die Aprikosen in einer Papiertüte ins Gemüsefach des Kühlschranks legt, kann die Früchte vier bis fünf Tage aufbewahren. Bei Zimmertemperatur halten sich die Früchte lediglich ein bis zwei Tage, schmecken aber wesentlich besser.

Aprikosen können auch eingefroren werden. Hierfür die Früchte halbieren, entkernen, mit der Schnittfläche nach unten auf ein Schneidebrett legen und die Früchte so anfrieren. Erst danach die Aprikosen in einen Gefrierbeutel geben. So kleben die Früchte nach dem Einfrieren nicht zusammen.

Zubereitung von herzhaft bis süß

Die Aprikosen-Rezeptklassiker sind süß, wie etwa Marmelade, Sorbet und Obstkuchen - hier schmecken die orangen Früchte einfach köstlich! Gut machen sich die sommerlichen Früchte auch in vielen herzhaften Gerichten mit Lammfleisch oder Hähnchen. Aber auch roh in Blattsalaten oder Couscous, gedünstet in Gemüsegerichten oder zu Fisch und Wild sind Aprikosen eine Empfehlung. Tipp für die Sommertage: Zu Grillgut schmeckt ein Aprikosen-Chutney besonders exotisch.(Sie)

Stand: Juli 2021

Aprikosen-Chutney
  • 800 g Aprikosen
  • 200 g rote Zwiebeln
  • 2-3 Chilischoten (je nach Vorliebe)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 El Olivenöl
  • 2 El Zitronensaft
  • 300 g braunen Zucker
  • 1 TL Salz
  • 175 ml Weißweinessig oder Apfelessig (je nach Vorliebe)

Die Aprikosen halbieren, entkernen und klein schneiden. Die Zwiebeln und die Knoblauchzehen hacken, die Chilischoten in feine Streifen schneiden (vorher Kerne entfernen). Olivenöl in einen Topf geben und Zwiebeln und Knoblauch glasig dünsten. Aprikosen hinzugeben und einige Minuten mit dünsten, danach mit Weißweinessig ablöschen. Restliche Zutaten in den Topf geben und bei mittlerer Hitze und gelegentlichem Rühren für eine Stunde einkochen. Das fertige Chutney dann direkt in sterile Gläser abfüllen und sofort verschließen. Anschließend die Gläser für fünf Minuten auf den Kopf stellen. Dunkel aufbewahren.