Hefegebäck zu Ostern: Nester und Hasen selber machen

Traditionell kommt beim Osterfrühstück ein Hefezopf auf den Tisch. Doch auch Nester und Hasen lassen sich leicht aus Hefeteig formen. Mit diesen Tipps gelingt es.

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Ostergebäck

Zu einem gemütlichen Frühstück an Ostern gehört neben bunten Eier auch Hefegebäck. Liegt es nicht nur als Zopf geformt auf dem Tisch, sondern in österlichen Kreationen in Form von Nester und Hasen, freut man sich besonders.

Mancher Hobbybäcker traut sich an Herstellung von Hefeteig nicht heran. Wenn man aber ein paar Tipps bei der Zubereitung beachtet, wird man mit leckerem Hefegebäck belohnt.

Hefegebäck zu Ostern

Frisches Gebäck aus Hefeteig schmeckt immer gut, besonders aber zum Frühstücks- oder Kaffeetisch an Ostern. Der Vorteil von Hefeteig ist, dass es sich je nach Anlass und Lust nicht nur zu Zöpfen verarbeiten lässt. Aufgrund der Teigbeschaffenheit können daraus vielfältige Backwaren geformt werden wie kleine Nester, in die dann bunte Eier gelegt werden können oder Hasen und Vögelchen.

Frische Hefe oder Trockenhefe?

Ein gutes und schmackhaftes Backergebnis lässt sich sowohl mit frischer Hefe als auch mit Trockenhefe erzielen. Einen kleinen Unterschied gibt es im Geschmack, denn bei Verwendung von Trockenhefe kann dieser etwas milder, bei Frischhefe jedoch intensiver sein.

Der wesentliche Unterschied von Frisch- und Trockenhefe liegt vor allem in der Haltbarkeit. Trockenhefe kann etwa ein Jahr aufbewahrt werden. Frische Hefe hat einen Wasseranteil von etwa 70 Prozent und sollte innerhalb von zwei Wochen verbraucht werden, da sie sonst trocken und bröckelig wird und sogar schimmeln kann. Wird frische Hefe doch nicht gebraucht, kann sie für sechs Monate eingefroren werden.

Im Supermarkt ist frische Hefe in Würfelform mit 42 Gramm im Kühlregal zu finden, während die Trockenhefe als Päckchen mit sieben Gramm Pulver den Backzutaten zugeordnet ist. Entsprechend sind die Produkte auch zu Hause zu lagern.

Wird im Rezept frische Hefe durch Trockenhefe ersetzt, ist daran zu denken, dass die Triebkraft eines Würfels Frischhefe der von zwei Päckchen Trockenhefe entspricht.

Hefeteig braucht Wärme und Zeit

Die Temperatur der Backzutaten spielt für das Gelingen des Hefeteiges eine entscheidende Rolle. Da sie lauwarm sein sollten, empfiehlt es sich, Milch, Fett und Eier rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen und auf Zimmertemperatur zu erwärmen. In vielen Rezepten wird die Verwendung von lauwarmer Milch empfohlen. Darunter versteht man Milch mit einer Temperatur von 24 bis 25 Grad Celsius. Wird die Milch zu warm oder gar zu heiß, kann die Hefe sich nicht richtig entwickeln und der Teig geht nicht oder unzureichend auf.

Herstellung eines Hefeteiges

  • Zunächst wird aus Hefe und Milch ein Vorteig gebildet. Hierzu wird Mehl in eine Schüssel gegeben. Nun wird die Hefe mit etwas Mehl und lauwarmer Milch zu einem Vorteig verrührt, den man etwa eine halbe Stunde gehen lässt. Danach gibt man Zucker, Eier, eine Prise Salz und Butter hinzu und verknetet alle Zutaten zu einem homogenen Teig.
     
  • Anschließend lässt man den Teig zugedeckt an einem warmen Ort so lange aufgehen, bis er sein Volumen verdoppelt hat, was etwa zwei bis drei Stunden dauert. Das Zudecken verhindert das Austrocknen der Teigoberfläche.
     
  • Nun können aus dem Hefeteig Zöpfe oder Nester geflochten oder Tierfiguren geformt werden. Die fertigen Gebilde etwa zehn Minuten ruhen lassen und dann in den Backofen schieben (bei etwa 170 Grad Celsius).
     
  • Schön glänzend wird das Gebäck, wenn es vor dem Backen mit einer Flüssigkeit aus Eigelb und etwas Milch oder Sahne bestrichen wird.
     
  • Die Backdauer im Ofen ist bei Hefeteig sehr unterschiedlich, je nachdem wie groß die einzelnen Teigstücke sind. Ein großer Hefezopf braucht natürlich länger als kleine flache Osterhasen. Deshalb lieber rechtzeitig nachschauen, wie lange die Hefeteilchen noch im Ofen bleiben müssen. Fertig ist das Backwerk, wenn die Oberfläche eine hellbraune Farbe hat und auch an der Unterseite leicht gebräunt ist und sich somit leicht vom Backblech löst.
     
  • Damit Hefegebäck nicht so schnell austrocknet, kann das ofenwarme Gebäck nach dem Backen mit einem Zuckerguss bestrichen werden.

Hefeteig ohne Ei – ideal zum Backen mit Kindern

Kinder können bei der Osterbäckerei gut mitmachen. Sie kneten nicht nur gerne den Teig mit ihren Händen, sondern sind auch mit Begeisterung beim Ausstechen von Tierfiguren wie Hasen oder Lämmchen aus dem Teig dabei.
Ein Osternest können auch jüngere Kinder schon machen, indem sie etwas Hefeteig zu einer Rolle formen und diese dann zu einem Kreis schließen. Ältere Kinder können mit dem Hefeteig schon Stränge zu einem Osterkranz, Nest oder Hefezopf flechten.

Auch die Verzierung der Tiere und anderer Gebäckstücke zum Beispiel mit Rosinen, Nüssen oder Schokolinsen ist eine tolle Aufgabe für Kinder.

Da Kinder auch immer gerne Teig naschen, sollte beim Backen mit ihnen eher ein Ei-freier Hefeteig zubereitet werden. Eier, vor allem ältere, können Salmonellen enthalten, die dann Bauchschmerzen und Durchfall auslösen können. Da die Salmonellen beim Erhitzen auf über 70 Grad Celsius und für zehn Minuten lang abgetötet werden, kann Hefegebäck nach dem Backen unbeschwert genossen werden.

Hefeteig lässt sich einfrieren

Hefeteig kann auch gut eingefroren werden, jedoch nicht länger als sechs Monate. Wichtig dabei ist, den Hefeteig nach der Zubereitung nicht gehen zu lassen, sondern gleich in eine Tüte oder in einem Gefäß verpackt in die Tiefkühltruhe zu legen. Wird der Teig benötigt, legt man ihn am besten zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank, um ihn dann am nächsten Morgen bei Zimmertemperatur gehen zu lassen und weiterzuverarbeiten. (fra)

Stand: April 2022

Rezept für Osterhasen aus Hefeteig

Grundrezept für süßes Hefegebäck

500 g Mehl, 20 g Hefe, knapp ¼ l Milch, 80-100 g Butter oder Margarine, 50-80 g Zucker, 1-2 Eier, 1 Prise Salz, nach Belieben etwas Zitronenschale.

Hefeteig eignet sich das ganze Jahr überauch für Obstkuchen, Nusshörnchen, Bienenstich oder Dampfnudeln.

Grundrezept für süßen Hefeteig ohne Ei

Zum Backen mit Kindern eignet sich vor allem die Hefeteigvariante ohne Ei:

500 g Mehl, 20 g Hefe (oder 1 Päckchen Trockenhefe), 250 ml Milch, 80 g Butter oder Margarine, 50 g Zucker, 1 Prise Salz

Anleitung für einen gebackenen Osterhasen:

Der Hase aus dem obigen Bild lässt sich leicht nachbacken:
Aus etwas Hefeteig wird eine Kugel gerollt, die dann auf einem Backtrennpapier leicht platt gedrückt wird. Dann wird aus einer kleineren Menge Hefeteig der Kopf geformt und an den Hasenköper gelegt. Nun werden noch die Ohren geformt. Für die die Augen und den Mund werden ganze Haselnüsse oder Rosinen verwendet. Nachdem das Gebäck mit einer Mischung aus Eigelb und etwas Milch eingepinselt wurde, kann es gebacken werden.