Heiße Schokolade versüßt kalte Wintertage

Heiße Schokolade schmeckt nicht nur Kindern gut, auch Erwachsene wärmt sie an kalten Wintertagen wieder auf. Ob mit Sahnehaube oder Minzblättern dekoriert, geriebener Orangenschale oder Kardamom verfeinert – es lohnt sich, das Wohlfühlgetränk einmal in den unterschiedlichsten Versionen zu kosten.

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Tasse heiße Schokolade mit Marshmallows und Gewürzen

Was gibt es schöneres, als sich nach einem Winterspaziergang mit einer heißen Schokolade zu Hause wieder aufzuwärmen. Am besten schmeckt die flüssige Süßigkeit dabei eingekuschelt auf dem Sofa, vielleicht mit einem guten Buch oder vor dem Kamin.

Heiße Schokolade – Das Grundrezept

Das Grundrezept ist einfach: Kakaopulver wird in heißer Milch mit einem hohen Fettanteil, oder einer pflanzlichen Alternative wie Hafer- oder Mandeldrink, aufgelöst. Wer mag, kann auch mit Kokosmilch eine heiße Schokolade zubereiten. Aber keine Sorge: Der Kokosgeschmack bleibt dabei recht dezent.

Kalorienärmer ist die Zubereitung mit heißem Wasser oder einer fettarmen Milch.

Die Milch kann hierfür in einem Topf auf dem Herd bei mittlerer Hitze oder in der Mikrowelle erwärmt aber nicht zum Kochen gebracht werden. Ist die Milch heiß genug, wird das Kakaopulver eingerührt (je nach Belieben etwa zwei Teelöffel), bis es sich aufgelöst hat.

Kakaopulver und seine Alternativen

Beim Kakaopulver gibt es unterschiedliche Ausführungen. Das bereits mit verschiedenen Zuckerarten gesüßte Trinkschokoladenpulver enthält mindestens 25 Prozent Kakaopulver.

Echtes Kakaopulver weist mindestens 20 Prozent Kakaobutter auf und ist ungezuckert. Es hat eine dunkle Farbe und ist mehliger als das Trinkschokoladenpulver. Im Gegensatz zur gesüßten Variante lässt sich echtes Kakaopulver nur in warmer Milch auflösen.

Für eine heiße Schokolade kann  auch Schokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens 70 Prozent verwendet werden. Hierfür die Schokolade fein hacken und in die erwärmte Milch einrühren. Im Supermarkt findet sich bei den Backzutaten auch geraspelte Schokolade, die dafür gut geeignet ist.

Generell gilt, je reiner der Kakaoanteil in der Schokolade, desto weniger Zucker ist enthalten. Im Zweifelsfall ist das Heißgetränk dann etwas bitterer und muss für einen Süßschnabel nochmal nachgezuckert werden. Alternativ kann auch eine Prise Salz helfen. Das Salz bindet die Bitterstoffe und lässt die Schokolade angenehmer schmecken.

Gewürze sorgen für wohliges Aroma

Zusätzlich zur Schokolade können Gewürze für das besondere Etwas sorgen, zum Beispiel der Schalenabrieb einer Bio-Orange, eine Prise Kardamom, Kurkuma, Muskat oder - wer es etwas pikanter mag – Chili oder Pfeffer. Auch Zimt, Spekulatiusgewürz und Vanille können dunkle Tage geschmacklich versüßen. Deutlich extravaganter ist der Griff zur Dose Fleur de Sel – die Mischung aus salzig und süß findet nicht nur bei Snacks und Knabbereien immer mehr Fans.

„Einmal etwas cremiger, bitte!“

Um die heiße Schokolade noch ein wenig cremiger werden zu lassen, kann man einen Teelöffel Speisestärke, zum Beispiel Mais- oder Kartoffelstärke, mit dem Kakaopulver und der Milch aufkochen lassen. Dies macht die Konsistenz etwas dickflüssiger, sodass die Schokolade wie ein Pudding aus der Tasse gelöffelt werden kann.

Toppings sehen nicht nur gut aus

Klassischerweise wird die heiße Schokolade mit Sahne verziert. Es gibt aber noch andere geschmackvolle Ideen. So machen sich beispielsweise Minzblätter nicht nur gut als Dekoration an der Tasse, sondern geben ihre Würze auch an das Heißgetränk weiter. Wesentlich kalorienärmer als das Sahnehäubchen ist eine Milchschaumdecke, wie man sie von Cappuccino oder Latte Macchiato kennt. Diese lässt sich liebevoll mit bunten Zuckerstreuseln, Zimt oder Kakaopulver verzieren. Auch Krokant, Spekulatiusbrösel, Mandelblättchen und Karamellsoße eignen sich als Topping.

Schoki für Erwachsene

Whiskey, Rum, Cointreau, Sahne-, Mandel-, Haselnuss- oder Pfefferminzliköre können nicht nur den Geschmack verfeinern, sondern Durchgefrorenen zusätzlich richtig einheizen. Sobald die Schokolade geschmolzen ist oder das Pulver sich aufgelöst hat, können die edlen Tropfen hinzugefügt werden. Aber aufgepasst: Wer nochmal ins Auto steigen muss, sollte besser bei den alkoholfreien Kreationen bleiben.

Amerikanisch wird´s mit Marshmallows

Typisch amerikanisch und super süß ist eine heiße weiße Schokolade, bei der man zusätzlich kleine Marshmallows im Heißgetränk schmelzen lässt. Hierfür wird weiße Schokolade klein gehackt und in heißer Milch erwärmt. Marshmallows können je nach Belieben als Topping hinzugegeben werden. Dazu passen Zimt, Salz, Pfeffer oder auch Kardamom als Gewürze.

Carob für einen fettarmen Genuss

Aufgrund des recht hohen Fettanteils ist Kakao kalorienreich. Wer eine fettärmere Alternative zu Kakao bevorzugt, kann Carobpulver ausprobieren. Dabei handelt es sich um das geröstete Fruchtmark der Schoten des Johannisbrotbaumes, welches einen süßlich-karamellartigen Geschmack aufweist. Die heiße Schokolade mit Carobpulver kann identisch zu der Kakaopulver-Variante zubereitet werden.

Erhältlich ist das Carobpulver hauptsächlich in Bioläden oder Reformhäusern.

Tipps für den Kakaokauf und die anschließende Lagerung

Wer auf Kakaopulver setzt, sollte für die Zubereitung einer heißen Schokolade lieber zu schwach entöltem Pulver greifen, beziehungsweise zum sogenannten Edelkakao. Hier ist noch mehr Kakaobutter enthalten, das für einen schokoladigen Geschmack sorgt.

In Bioläden und gut sortierten Supermärkten findet man auch Kakao aus Bioanbau und mit Fair-Trade-Siegel, sodass man sich bei diesen Produkten sicher sein kann, dass der Kakaoanbau ohne Kinderarbeit stattgefunden hat und keine umweltschädlichen Pestizide eingesetzt wurden.

Zu Hause sollten angebrochene Verpackungen unbedingt kühl und trocken gelagert werden. Damit das Schokopulver nicht andere Gerüche annimmt, eignen sich verschließbare Dosen oder Schraubgläser gut zur Aufbewahrung.(Sie)

Stand: Januar 2021