Tomaten – aromatische Leckerbissen mit Mehrwert

Jetzt gibt es wieder ein vielfältiges Angebot an Tomaten aus deutschen Landen. Neben den üblichen runden Tomaten werden Strauch- und Cocktailtomaten immer beliebter. Je nach Sorte sind reife Tomaten nicht nur rot, sondern auch gelb, orange, grün oder gestreift. Mit ihrem fruchtig aromatischen Geschmack lassen sie sich vielfältig verwenden.

RS7041_Tomaten 3.jpg

Tomaten

Tomaten gibt es ganzjährig zu kaufen. Doch im Sommer schmecken sie am besten, wenn sie aus der heimischen Region reif und rot geerntet in den Handel kommen. Wer Lust auf sonnengereifte Tomaten hat, kann sie auch leicht im Garten oder im Topf auf dem Balkon pflanzen.

Die Zeiten, als Tomaten vor allem groß und rot waren, dabei fad und wässrig schmeckten, sind vorbei. Heutzutage gibt es viele aromatische Sorten in unterschiedlichen Größen. Tomaten sind nicht nur klassisch rot, sondern auch orange, grün, gelb oder fast schwarz. Es gibt auch gestreifte Sorten wie Tigerella.

Reife Tomaten sind empfindlich und werden schnell matschig. Deshalb werden die meisten Tomaten grün geerntet und reifen erst während des Transports zum Verkaufsort zu roten Früchten.

Tomaten sind beliebt

Die Tomate ist das beliebteste Gemüse  der Deutschen, denn sie ist fruchtig aromatisch und lässt sich leicht und vielfältig verarbeiten. Zudem eignen sich die kleineren Rispen- und Kirschtomaten auch gut als Snack zum direkten Verzehr. Gerade deshalb wird  das Angebot an kleineren Tomaten im Handel immer vielfältiger.

Tomatensorten

Das Angebot an Tomatensorten ist vielfältig. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Form, Farbe und Größe, sondern auch im Geschmack:

  • Die gängigste Sorte sind die runden Tomaten, die nicht nur in den heimischen Gärten, sondern auch in bekannten Gemüseanbauländern wie Holland oder den Kanaren angebaut werden. Die glatte Schale ist besonders fest. Das Fruchtfleisch hat viele leicht herauslösbare Kerne. Runde Tomaten haben ein herb säuerliches Aroma. Sie lassen sich vielfältig verwenden, vor allem aber für Salate.
  • Die Kirschtomate oder Cocktailtomate wird dank ihres saftigen süßsauren Geschmacks und ihrer mundgerechten Größe  immer beliebter.
  • Fleischtomaten sind die größten Tomaten. Sie haben besonders viel Fruchtfleisch, aber wenig Kerne. Sie eignen sich vor allem zum Kochen, Füllen und Überbacken.
  • Eier- oder Flaschentomaten haben ein dickes Fruchtfleisch und eine besondere Süße, weshalb sie gerne für Salate und Saucen verwendet werden. Auch werden sie geschält zu Dosentomaten weiterverarbeitet.
  • Grüne Tomaten (z.B. „Green Zebra“, „Green Grape“) sind auch in reifem Zustand grün oder gelblich-grün. Sie schmecken roh sehr gut zu Mozzarella.
  • Für Rispen- oder Strauchtomaten eignen sich nur bestimmte Sorten. An der Rispe reifen alle Früchte gleichmäßig. Sie haben einen besonders intensiven Geschmack.

Tipps zum Einkauf von Tomaten

Tomaten werden lose und verpackt angeboten. Bereits beim Einkauf ist auf die Qualität zu achten:

  • Die Tomaten sollen fest und gesund sein sowie frisch und saftig aussehen.
  • Sehr oberflächliche Schalenfehler sind auch in der Handelsklasse Extra zulässig. In der Handelsklasse I müssen Tomaten frei von Rissen sein; leichte Form-, Farb- und Hautfehler sowie sehr leichte Druckstellen sind erlaubt. In der Handelsklasse II sind auch vernarbte Risse bis zu 3 cm zulässig.
  • Bei verpackten Tomaten dürfen nur Tomaten gleicher Sorte, gleicher Herkunft sowie gleicher Güte und Größe in einer Packung sein.

Worauf ist beim Lagern von Tomaten zu achten? Reifen Tomaten nach?

Nach dem Einkauf die Tomaten aus der Verpackung nehmen und an einen luftigen und schattigen  Ort legen. Reife Tomaten bleiben etwa eine Woche frisch, wenn sie an einem kühlen Ort bei 12-16 Grad Celsius gelagert werden. Im Kühlschrank gelagert verlieren sie an Geschmack. Unreife Tomaten können nachreifen. Dies gelingt am besten, wenn sie noch Blütenansatz und Stängel haben und an einem warmen Platz liegen. Sie erreichen dann auch noch einen ähnlich guten Geschmack wie reif geerntete Tomaten.

Da Tomaten beim Reifen das Gas Ethylen abgeben, werden in der Nähe gelagerte empfindliche Obst- und Gemüsesorten wie Bananen oder Gurken schneller reif und verderben eher. Günstig wirkt sich dies jedoch aus, wenn eine harte Kiwi neben einer reifen Tomate liegt, da dann die Kiwi schneller weich wird. Ebenso werden  unreife Tomate durch benachbart gelagerte  Äpfel schneller rot, da reife Äpfel ebenfalls das Reifegas Etyhlen abgeben.

Aus frischen Tomaten zubereitete Soße lässt sich leicht portionsweise einfrieren. Ganze Tomaten eignen sich nicht zum Einfrieren, da sie dadurch matschig werden.

Nährwert und Gesundheit

Tomaten können Sie reichlich essen, denn mit 19 kcal pro 100 Gramm sind sie kalorienarm. Ihr Wassergehalt liegt bei etwa 94 Prozent Wasser. Zudem sind sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen, vor allem an Vitamin C und Kalium. Vitamin C stärkt das Immunsystem, Kalium ist wichtig für den Nerven- und Muskelstoffwechsel. Für die Farbe der Tomaten sind gelbrote Pflanzenfarbstoffe wie Beta-Carotin und Lykopin verantwortlich, die zur Gruppe der Carotinoide gehören. Sie tragen dazu bei, das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern.

Gesundheitliche Wirkung: Gekocht besser als roh

Der Pflanzenfarbstoff Lykopin ist vor allem in der Schale der Tomaten zu finden. Studien berichten über folgende gesundheitsfördernde Effekte:

  • Die antioxidative Eigenschaft des Lykopins ermöglicht den Abbau von schädlichen Sauerstoffverbindungen, den so genannten freien Radikalen. Dadurch wird das Risiko für Arteriosklerose und andere Gefäßerkrankungen geringer.
  • Die antikanzerogene Eigenschaft des Lykopins hilft, manchen Krebsarten vorzubeugen. Es trägt dazu bei, dass in der frühen Phase der Krebsentstehung vorgeschädigte Zellen nicht in Krebszellen umgewandelt werden.

Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 6 mg Lykopin. Da Lykopin sich erst bei höheren Temperaturen voll entfalten kann, wird es aus erhitzten Produkten besser vom Körper aufgenommen als aus rohen.

Nachfolgend einige Angaben zum Lykopingehalt verschiedener Tomatenprodukte:

Tomaten (roh):      9,3 mg Lykopin in 100 g
Ketchup:             17,2 mg
Tomatensoße:     18,0 mg
Tomatenpaste:    55,5 mg

Keine grünen unreifen Tomaten essen

Unreife grüne Tomaten enthalten die Substanz Solanin. Da Solanin in größeren Mengen giftig wirkt, sollten unreife grüne Tomaten nicht verzehrt werden, ebenso nicht der grüne Stielansatz. Der Solaningehalt beträgt in unreifen Tomaten 9-32 mg/100g. Da Vergiftungssymptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Krämpfe ab einer Konzentration von 1 mg pro Kilogramm Körpergewicht auftreten, sollten besonders Kinder mit ihrem geringen Körpergewicht keine unreifen Tomaten essen.

Stand: Mai 2019